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Asfinag investiert 2017 erheblich in Wirtschaftsstandort Oberösterreich

  • Verkehrs- und Tunnelsicherheit im Fokus
  • Knapp 100 Millionen Euro investiert die Asfinag

 

Ein Fokus der Investitionen ins hochrangige Netz mit 320 km Länge liegt auf mehr Tunnelsicherheit entlang der A 9 Pyhrn Autobahn. Bei Klaus gibt die Asfinag im September vier neu gebaute Röhren mit modernster Sicherheitstechnik für den Verkehr frei. Zusätzlich werden die vier bestehenden Röhren der Tunnelkette Klaus – wie auch die nahen Tunnel Kienberg und Hungerbichl – 2017 erneuert.

Auf der A 8 Innkreis Autobahn schließt die Asfinag heuer den laufenden Sicherheitsausbau ab, die Strecke mit besonders hohem Schwerverkehrs-Anteil wird durch einen neuen Pannenstreifen breiter.

In der Landeshauptstadt beginnen die Vorarbeiten für zwei zentrale Projekte der kommenden Jahre, die Entlastung vom Verkehr sowie große Erleichterung beim Queren der Donau bringen: Als Vorleistung für den Bau der A 26 Linzer Autobahn (Westring) verlegt die Asfinag den Radweg und zahlreiche Leitungen nördlich der Donau. Ebenfalls startet der Sicherheitsausbau der A 7 Mühlkreis Autobahn. Erste Vorbereitungen für die Errichtung neuer Zusatzbrücken links und rechts der Voestbrücke stehen noch 2017 an.     

Vignette und Lkw-Maut ermöglichen ambitioniertes Programm für Oberösterreich

„Unsere Ziele sind mehr Verkehrssicherheit, Verkehrsentlastung und eine leistungsfähige Infrastruktur für den wichtigen Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Mit dem Start der Arbeiten für die Erweiterung der Voestbrücke auf der A 7 Mühlkreis und die A 26 Linzer Autobahn steht vor allem die Landeshauptstadt in den kommenden Jahren im Mittelpunkt unserer Investitionen", sagt Asfinag Vorstand Alois Schedl.

"Mit dem Programm der Asfinag werden mehrere wichtige Ziele verfolgt. Einerseits werden die Straßen für die Verkehrsteilnehmer/innen sicherer ausgebaut und darüber hinaus auch der Wirtschaftsstandort Oberösterreich gestärkt. Ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort braucht eine leistungsfähige Infrastruktur" bestätigt Landesrat Günther Steinkellner.

Die Mittel, die die Asfinag ins Autobahnen- und Schnellstraßennetz investiert, kommen von den Menschen, die die Strecken benützen. Die Asfinag ist wirtschaftlich auf bestem Kurs und verfügt über sehr stabile Einnahmen aus der Maut für den Schwerverkehr und der Vignette. Das aktuelle Investitionsvolumen für Oberösterreich belebt zudem die Wirtschaft und ist besonders für die Bauwirtschaft ein wichtiger Motor.

Knapp 100 Millionen Euro investiert die Asfinag 2017 in Oberösterreich. Im 6-Jahres-Infrastrukturprogramm sind bis 2022 rund 780 Millionen Euro an Investitionen im Bundesland eingeplant.

Mehr Verkehrssicherheit auf der Pyhrnstrecke und der A 8 Innkreis Autobahn

Zweite Tunnelröhren: Auf der  A 9 Pyhrn Autobahn bei Klaus im Bezirk Kirchdorf gibt die Asfinag im September vier Tunnel mit einer Gesamtlänge von 6,4 km auf der Richtungsfahrbahn Linz für den Verkehr frei, dann läuft die Erneuerung der bestehenden Röhren: Spering- und Falkenstein-, Klauser und Traunfried-Tunnel werden bis Ende 2018 fertiggestellt. Dann ist der letzte Gegenverkehrsbereich auf Oberösterreichs Autobahnen beseitigt, und es wird zu keinen gefährlichen Frontalunfällen mehr kommen.

Die neuen Tunnel – und im Anschluss auch die bestehenden Röhren – erhalten von der Asfinag die modernste Ausstattung in Sachen Sicherheit. Innovatives Highlight: Das sogenannte akustische Tunnelmonitoring Akut. Intelligente Mikrofone erkennen blitzschnell untypische Geräusche – wie etwa einen Aufprall, Schreie oder Reifenquietschen. Die Asfinag-Mitarbeiter in der nächsten Überwachungszentrale (in diesem Fall Ardning in der Steiermark) sind sofort alarmiert, können die Tunnel sperren und im Ernstfall die  Einsatzkräfte rufen. Insgesamt investiert die Asfinag bei der Tunnelkette Klaus 166 Millionen Euro.

Ganz nahe der Tunnelkette Klaus laufen heuer und im kommenden Jahr auch die Sanierung und die sicherheitstechnische Aufrüstung der Tunnel Kienberg (1,5 km) und Hungerbichl (500 m).  Das Sicherheitspaket beinhaltet etwa drei neue Fluchtwege als Verbindung zwischen den Tunnelröhren. Weiters bringt die Asfinag Löschwasserleitungen, Brandschutz, Notruf- und Funkanlagen wie Lüftung und Beleuchtung auf den neuesten Stand der Technik. Die Arbeiten laufen bis März 2018, wobei jeweils eine Tunnelröhre für den Bau gesperrt ist und die zweite im Gegenverkehr befahren wird (Investition Kienberg und Hungerbichl: 10 Millionen Euro).

Sicherheitsausbau A 8 Innkreis Autobahn: Ein weiteres entscheidendes Projekt für mehr Verkehrssicherheit findet in Oberösterreich im Sommer 2017 den Abschluss. Der zwölf Kilometer lange Abschnitt zwischen Haag und Ried bekommt als letzter einen vollwertigen Pannenstreifen, die Strecke wird von 24 auf 30 m verbreitert.

Damit ist der Ausbau der A 8 beendet. Von Ried bis zur Staatsgrenze bei Suben entspricht die Breite der Autobahn bereits den gängigen Sicherheitsstandards. Insgesamt hat die Asfinag nach Abschluss des 30 km langen Ausbaus von Pichl bei Wels bis Ried im Innkreis dann 120 Millionen Euro in die A 8 investiert (Investition A 8 Haag bis Ried: 43 Millionen Euro).

Entlastung vom Verkehr und mehr Kapazitäten: Großprojekte in Linz  2017

Bei der A 26 Linzer Autobahn wurden gegen die Bescheide aus der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) sowie die Bescheide des Landes Oberösterreich und der Stadt Linz für Wasserrecht und Naturschutz Beschwerden erhoben und damit eine rasche Umsetzung verzögert. Das Ziel der Asfinag ist unmittelbar nach Spruch des Bundesverwaltungsgerichts, also Rechtskraft der Bescheide, den Bau für die Umfahrung der Landeshauptstadt einzuleiten.

Noch heuer gilt es im engen Donautal Platz für die künftige Baustelle zu machen. Der Radweg nördlich der Donau zwischen Linz und Puchenau entlang der Rohrbacher Bundestraße wird daher auf einer Länge von rund 2 km zur Donau hin verlegt. Dieser muss im Frühjahr 2018 jedenfalls frei befahrbar sein, wenn die Asfinag die neue Donaubrücke in Angriff nimmt (Investition A 26: 645 Millionen Euro, inkl. Anteil Land OÖ und Stadt Linz: 93 Millionen Euro netto).

Der geplante Sicherheitsausbau der A 7 Mühlkreis Autobahn in Linz bringt weniger Stau für täglich rund 100.000 Lenkerinnen und Lenker. Erste Etappe: Die Voestbrücke bekommt zwei zusätzliche Brücken („Bypässe") für besseren Verkehrsfluss und die Stadtautobahn – wo noch nicht vorhanden – einen durchgehenden und ausreichend breiten Pannenstreifen.

Ab Sommer 2017 werden daher beidseitig der Donau Leitungen verlegt – eine  Voraussetzung für den Baubeginn. Fernwärme, Glasfaserkabel, Abwasserkanal, Gas-, Strom- und Wasserleitungen sind betroffen. Bei rund 150 Gebäuden im Bereich der künftigen Baustelle führt die Asfinag noch heuer Beweissicherungen durch. Es kommt 2017 zu keinen Verkehrsbehinderungen, nur die Pannenstreifen werden temporär gesperrt.

Die beiden neuen Bypass-Konstruktionen sind auch Voraussetzung für eine spätere Sanierung der Hauptbrücke, bleiben aber bestehen und werden ab der Fertigstellung 2020 den innerstädtischen Ziel- und Quellverkehr über den Fluss bringen. Das bedeutet, dass die Verkehrsteilnehmer, die innerhalb von Linz die Donau queren wollen, von jenen in Richtung Freistadt/Prag oder Westautobahn (Wien/Salzburg) getrennt werden. Das erhöht die Leistungsfähigkeit der Brücke und verringert Staus (Gesamtinvestition Sicherheitsausbau A 7: 420 Millionen Euro).

Weitere Baumaßnahmen 2017

A 1 West Autobahn: Die Ausfahrt der Anschlussstelle Ansfelden in Fahrtrichtung  Salzburg wird im April und Mai durchgehend zweispurig ausgebaut. Zusätzlich errichtet die Asfinag eine sogenannte „Kontrollbucht", mit der die Polizei etwa Lkw genauer unter die Lupe nehmen kann.

A 8 Innkreis Autobahn: Von Ort im Innkreis bis Suben saniert die Asfinag auf einer Länge von 4 km den Straßenbelag. Die Arbeiten laufen im September und November. Von Ried bis zur Staatsgrenze verlegt die Asfinag zudem neue Datenleitungen (Glasfaserkabel) neben der Autobahn.

A 25 Welser Autobahn: Vom Mai bis zum Sommer setzt die Asfinag an Wochenenden die Anschlussstellen Wels Nord, Wels Ost und Terminal instand. In Fahrtrichtung Linz baut die Asfinag für die Anrainerinnen und Anrainer noch bis Oktober bei Pucking (Weißenkirchen bis Knoten Haid) einen neuen Lärmschutz und saniert bestehende Wände über 5 km.

A 7 Mühlkreis Autobahn: In Linz saniert die Asfinag vom Franzosenhausweg bis Bindermichl (Wasserschutzgebiet Scharlinz) auf 2 km die Entwässerung im Mittelstreifen, also in dem Bereich, der die beiden Richtungsfahrbahnen trennt. Von Mai bis November sind die Arbeiten geplant, wobei in beiden Fahrrichtungen immer zwei verschwenkte Spuren zu Verfügung stehen.

Quelle: Asfinag

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