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Begehrter Elektronikrohstoff Indium aus Erzen, Halden- und Recyclingmaterial

Die erste Doktorarbeit des Freiberger Biohydrometallurgischen Zentrums (BHMZ) ist am Freitagvormittag in Anwesenheit der Stifterin Dr. Erika Krüger aus München erfolgreich verteidigt worden. Mathias Schulze promovierte über die Gewinnung von Indium aus Erzen und Haldenmaterial.


Insgesamt hat die Dr.-Erich-Krüger-Stiftung das umfangreiche Forschungsprojekt von 2013 bis 2018 mit sechs Millionen Euro gefördert, 13 Promotionsarbeiten wurden in dieser Zeit gestartet. Im Fokus des Krüger-Forschungskollegs steht die gesamte Prozesskette zur Metallgewinnung aus Erzen, Halden- und Recyclingmaterial. Für Industrieländer ist eine sichere und ausreichende Versorgung mit Metallen von entscheidender Bedeutung. Dies gilt besonders für „strategische Elemente“. So werden Indium und Germanium, die beide im 19. Jahrhundert von Wissenschaftlern der TU Bergakademie Freiberg entdeckt wurden, bevorzugt in der Elektronik- und Halbleiterindustrie verwendet. Indium-Zinnoxid wird beispielsweise in organischen Leuchtdioden (OLEDs), Touchscreens und Solarzellen eingesetzt. Die Erfahrungen mit Indium und Germanium wollen die Freiberger Wissenschaftler anschließend auch zur Gewinnung anderer Metalle nutzen.

Die Forscher der TU Bergakademie Freiberg entwickeln umweltverträgliche Verfahren, um aus Lagerstätten, Halden- oder Recyclingmaterial Metallrohstoffe zu gewinnen. Sie nutzen dabei überwiegend heimische Vorkommen, aber auch Materialien, die ihnen durch internationale Kooperationen zur Verfügung gestellt werden. Beteiligt sind hierbei Professoren aus dem Bereichen Bergbau, Geo- und Biowissenschaften, Verfahrenstechnik und Metallurgie. Zudem sind dem Forschungsverbund auch Gruppen des Helmholtz-Instituts Freiberg (Biotechnologie) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (Isotopen-Biogeochemie) angeschlossen.

Seit 2006 engagiert sich die Dr.-Erich-Krüger-Stiftung für die anwendungsorientierte Forschung, fördert Großprojekte und -anlagen an der TU Bergakademie Freiberg und unterstützt junge Wissenschaftler sowie Studierende. Bis jetzt förderte die Stiftung, die von dem gebürtigen Freiberger Unternehmer Dr. Peter Krüger gegründet und nach seinem Vater benannt wurde, die TU Bergakademie mit insgesamt über 13 Millionen Euro.

Quelle: TU Bergakademie Freiberg

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