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Freie Fahrt durch Arlbergtunnel in Österreich Featured

Asfinag investierte 154 Millionen Euro in den Sicherheitsausbau – Arlbergtunnel drei Tage früher als geplant wieder offen

Mit einer symbolischen Verkehrsfreigabe feierten heute zahlreiche Ehrengäste den Abschluss des Sicherheitsausbaus des Arlbergtunnels (S 16 Arlberg Schnellstraße). Die beiden Landeshauptleute von Tirol und Vorarlberg, Günther Platter und Markus Wallner, eröffneten den Tunnel nach drei Jahren Bauzeit zusammen mit den Asfinag-Vorstandsdirektoren Karin Zipperer und Alois Schedl.

Die Asfinag investierte 154 Millionen Euro in den Sicherheitsausbau des längsten Straßentunnels Österreichs und blieb damit wesentlich unter den geplanten Kosten von 160 Millionen Euro. Der Arlbergtunnel verfügt ab sofort über die derzeit modernsten Sicherheitstechnologien – darüber hinaus errichtete die Asfinag 37 zusätzliche Fluchtwege und acht weitere Pannenbuchten. „Es freut mich, dass an meinem letzten Arbeitstag als Asfinag-Vorstand genau dieses wichtige Projekt finalisiert wird. Der Arlbergtunnel ist ein Paradebeispiel für meine Ziele: maßgeschneiderte Verkehrslösungen gemeinsam mit modernsten Innovationen, um die Sicherheit für alle Autofahrerinnen und Autofahrer zu erhöhen. Wir haben das hier geschafft“, bestätigt Asfinag-Vorstandsdirektor Alois Schedl.

Seine Nachfolgerin Vorstandsdirektorin Karin Zipperer will diesen Weg weitergehen und auf die neueste Technologie und Innovationen setzen: „Wir haben den längsten Straßentunnel Österreichs noch sicherer gemacht – und zwar mit den derzeit modernsten Sicherheitseinrichtungen. Autofahrerinnen und -fahrer können sich auf die Asfinag verlassen – denn im Fall der Fälle retten diese technischen Innovationen im Zusammenspiel mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Leben.“

Landeshauptmann Günther Platter betont, dass die Herausforderungen bei Bau und Verkehr während der Bauarbeiten hervorragend bewältigt wurden. „Heute dürfen wir mit Fug und Recht behaupten, dass der längste Straßentunnel Österreichs auch zu einem der sichersten Tunnel in den Alpen gehört. Die logistischen Herausforderungen dieser aufwendigen Sanierung wurden sowohl auf bautechnischer Seite als auch im Hinblick auf die Auswirkungen für Anrainergemeinden, der Wirtschaft und unseren Tourismusbetrieben auf vorbildhafte Weise umgesetzt. Diese Investition trägt dazu bei, dass Tausende von Menschen sicher durch Tirol und Vorarlberg reisen können“, so Platter.

Für Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner ist der Arlbergtunnel wesentliche Grundvoraussetzung, um wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu bleiben: „Der Arlberg-Straßentunnel hat als wichtiger Knotenpunkt im Personen- und Warenverkehr eine große Bedeutung für die Bevölkerung und Wirtschaft Vorarlbergs: Schließlich garantiert er für täglich rund 8.000 Fahrzeuge die einzige direkte Straßenverbindung mit den anderen Bundesländern, die ganzjährig und wintersicher geöffnet ist. Ein modernes und sicheres Verkehrsnetz ist eine der Grundvoraussetzungen wirtschaftlicher Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit und leistet für die Entwicklung des Landes und den Wohlstand seiner Bevölkerung einen wesentlichen Beitrag.“
Mehr Sicherheit durch Innovation und zeitgemäße Technologie

Wenn die Autos nun nach drei Jahren Bauzeit wieder durch den Arlbergtunnel fahren, dann hat die Asfinag eines der ehrgeizigsten und herausforderndsten Projekte abgeschlossen. In vielerlei Hinsicht hat die Asfinag Neuland betreten – insbesondere beim Technologie-Einsatz:

  • Sichere Fluchtwege im Zuluftkanal: 37 neuartige Fluchtwege wurden errichtet. Erstmals nutzt die Asfinag in einem Tunnel den Zuluftkanal über der Fahrbahn als Fluchtmöglichkeit. Das bedeutet: Im „ersten Stock“ über der Fahrbahn steht ab sofort ein absolut sicherer Bereich zur Verfügung, der weiter in die großen Sammelräume zwischen Bahn- und Straßentunnel führt.
  • Mehr Verkehrssicherheit durch neue Technologien: Als erster Tunnel in Westösterreich verfügt der Arlbergtunnel über zwei Thermoscanner, die Lkw und Busse automatisch vor Einfahrt in den Tunnel auf überhitzte Motorteile durchchecken und bei Bedarf aussortieren. Das akustische Frühwarnsystem AKUT erkennt verschiedenartige Geräusche durch Mikrofone im Tunnel und informiert die Verkehrsmanagementzentrale umgehend über mögliche Gefahren. Eine Hochdruck-Sprühnebelanlage dämmt automatisch mit Wasserdüsen einen Brand ein und hält so die Temperatur niedrig, damit das Bauwerk nicht beschädigt wird.
  • Kürzere Wege zu Fluchtmöglichkeiten: Die Abstände zwischen den Fluchtwegen wurden von 1.700 Meter auf maximal 500 Meter verkürzt. Zwischen Bahn- und Straßentunnel gibt es acht Flucht- und Rettungswege mit großen Sammelräumen – hier sind Flüchtende im Ernstfall bis zur Evakuierung sicher.

Quelle: Asfinag

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