Menu

Gabionen Quicky-Forte2000 mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung des DIBt

Schwergewichtsmauer mit Gabionen „Quicky Forte 2000“ (Quelle: Hoy Geokunststoffe GmbH) Schwergewichtsmauer mit Gabionen „Quicky Forte 2000“ (Quelle: Hoy Geokunststoffe GmbH)

 

Im Dezember 2017 erteilte das DIBt eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung und eine Bauartgenehmigung für Gabionen „Quicky Forte 2000“. Damit sind Schwergewichtsmauern aus Ösengabionen „Quicky Forte 2000“ bis zu einer Höhe von sechs Metern Regelbauweise.

Die Bauweise mit Gabionen ist eine attraktive Alternative zu Betonkonstruktionen. Mit lokal vorhandenen Mineralstoffen befüllte Drahtstrukturen stellen keinen Fremdkörper in der Landschaft dar und bieten mit ihren Hohlräumen Kleinlebewesen eine Heimat und erfreuen das Auge. Mit zunehmender Beliebtheit wurden mit dieser Bauweise vermehrt Ingenieurbauwerke erstellt.

Dieser Entwicklung konnten die Regelwerke nicht folgen, stellen die Gabionen in ihrem Tragverhalten doch komplexe Gebilde dar. Neben der Vielzahl erfolgreicher Bauwerke bereiten andere jedoch mit unschönen Ausbauchungen und Sackungen Sorgen. Um diesem Regeldefizit Abhilfe zu schaffen, wurde in den letzten Jahren von Seiten der Behörden intensiv an einer Komplettierung der Regelwerke gearbeitet. So regelt das Merkblatt M-Gab seit 2014 die Bemessungsgrundsätze und die TL Gab-StB 16 seit 2017 die Anforderungen an die Gesteinsbefüllung und den metallischen Korb. Doch sind zahlreiche zusätzliche Faktoren, wie die Dauerhaftigkeit und das Spannungs-Verformungs-Verhalten (innere Standsicherheit), für zuverlässiges und erfolgreiches Bauen unerlässlich.

Um die Wissenslücken zu schließen, stellte die Fa. Hoy Geokunststoffe GmbH aus Kesselsdorf bei Dresden bereits im Jahre 2008 für ihr Produkt „Quicky-Forte2000“ beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin einen Antrag auf eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung. Es waren zahlreiche Fragstellungen zu beantworten, wie die Auswirkungen der Beschädigungen des Korrosionschutzüberzugs beim Befüllen der Gabionen auf das Langzeitverhalten, das Sicherstellen einer hohen Wichte und generell eine Lebensdauerabschätzung. Es wurde schnell festgestellt, dass eine hohe Einbauwichte nur durch sorgfältigen Einbau der Lagen im Korb möglich ist. Aber gleichzeitig erhöht diese Verdichtung die mechanischen Beschädigungen an den Drahtelementen.

Bei Versuchen zeigte sich, dass die hohe Duktilität des neu entwickelten Zink-Aluminium-Überzugs aus Bezinal2000 hervorragend geeignet ist, den Einbaubeanspruchungen durch das Verdichten zu widerstehen und eine hohe Wichte zu erreichen, was eine erhebliche Verbesserung der inneren Standsicherheit zur Folge hat. Der Widerspruch zwischen hoher Wichte durch Verdichtung und geringer Einbaubeschädigung war damit ausgeräumt. Um dies zu belegen, wurde eine sechs Meter hohe Konstruktion unter Betreuung durch die Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) in Berlin aufgebaut und anschließend wieder demontiert. Es wurden nur unbedeutende Beschädigungen am Korb festgestellt, obwohl verschiedene Hartgesteine zum Einsatz kamen. Die Erfüllung der Anforderungen an die Tragfähigkeit und die Gebrauchstauglichkeit wurden mit von der TU München begleiteten Großversuchen und finalen Großversuchen an der Fachhochschule in Münster nachgewiesen, sodass das DIBt im Dezember 2017 eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung und eine Bauartgenehmigung erteilen konnte. Damit ist eine Schwergewichtsmauer aus Ösengabionen „Quicky Forte 2000“ bis zu einer Höhe von sechs Metern eine Regelbauweise. Beim Bauen gemäß Beschreibung in der Zulassung ist bei sechs Metern Höhe von maximalen Ausbauchungen von zwei Zentimetern auszugehen.

Quelle: Hoy Geokunststoffe GmbH

back to top

Our Web Adresses

Idea and Programming