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Naturkatastrophenschäden deutlich gestiegen – Maßnahmen für mehr Resilienz kann Schäden dämpfen

Die gesamtwirtschaftlichen Schäden aus Naturkatastrophen sind 2016 deutlich angestiegen und haben mit 175 Mrd. US$ den höchsten Wert seit vier Jahren erreicht. Die neue Ausgabe des Magazins Topics Geo befasst sich auch daher ausführlich mit dem Thema Resilienz: wie Schäden verhindert, verringert und die Folgen von Katastrophen schnell bewältigt werden können.

„Versicherung kann erheblich dazu beitragen, dass Menschen und auch Länder nach Naturkatastrophen wieder schneller auf die Beine kommen, in dem sie einen Teil der Schäden trägt“, sagte Torsten Jeworrek, Vorstandsmitglied von Munich Re. Mehrere volkswirtschaftliche Studien haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass eine hohe Versicherungsdurchdringung die Volkswirtschaft eines Landes nach großen Naturkatastrophen stützt. Je mehr Schäden versichert sind, umso weniger sinkt im Schnitt nach einer Naturkatastrophe die Wirtschaftsleistung und umso schneller erholt sich das Land.


Zu einer hohen Resilienz gehört die Minderung von Risiken, etwa indem Küsten oder exponierte Gebiete an Gewässern weniger stark bebaut werden. Die Verringerung der Schadenanfälligkeit von Gebäuden oder Schutzmaßnahmen wie Deiche tragen zu Resilienz ebenso bei wie Frühwarnungen und Evakuierungen. Nach einer Katastrophe geht es dann um effiziente Katastrophenhilfe und Wiederaufbau.

In der Summe sind ärmere Länder meist weniger resilient, also widerstandsfähig, als entwickelte Staaten, wie sich am Beispiel zweier schwerer Erdbeben zeigt: Haiti und Chile wurden Anfang 2010 von sehr schweren Erdbeben getroffen. In Chile starben 520 Menschen, in Haiti rund 159.000. In Chile wuchs die Wirtschaft trotz der Katastrophe im selben Jahr um 1,3 %, in Haiti schrumpfte sie um 5,5 %. Daher ist auch der Beitrag, den Versicherung zu einer höheren Resilienz beisteuern kann, in Entwicklungs- und Schwellenländern mit bislang geringerer Versicherungsdichte erheblich größer als in Industrieländern.

Die Naturkatastrophen-Statistik des Jahres im Überblick: Mit Gesamtschäden von 175 Mrd. US$ gehörte 2016 gemessen an den inflationsbereinigten Schäden zu den zehn schadenträchtigsten Jahren seit 1980. Besonders hoch war der Anteil der Schäden in USA und Asien von zusammen 84 % der Schadenssumme. Munich Re hat 750 Ereignisse als relevante Naturkatastrophen eingestuft und in die Anzahlstatistik aufgenommen. Die Anzahl war deutlich höher als im Mittel der vergangenen zehn (590) bzw. 30 Jahre (470).

In dem neuen Topics Geo werden neben dem Thema Resilienz eingehende Analysen der wesentlichen Naturkatastrophen des vergangenen Jahres veröffentlicht. Zudem sind Artikel zum Klimawandel und dem Stand der Forschung über seinen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit von einzelnen Wetterereignissen enthalten.

Quelle: Munich Re

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