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TenneT erhält grünes Licht für 30-km-Bauabschnitt der Leitung Dörpen West – Niederrhein

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat den Planfeststellungsbeschluss für die Höchstspannungsleitung (380 kV) zwischen Dörpen West und Meppen erlassen.


Mit diesem Beschluss wurde dem Übertragungsnetzbetreiber TenneT als Bauträger die offizielle Baugenehmigung erteilt. Das Netzausbauprojekt erreicht damit nach zügigen Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren einen weiteren Meilenstein.  

Lex Hartman, Mitglied der TenneT-Geschäftsführung sagte: „Es ist entscheidend, die Netze möglichst schnell fit zu machen für die Energiewende. Dafür leistet dieses Netzausbauprojekt einen wichtigen Beitrag. Dass es außerdem gelungen ist, mit dem Erdkabelteilabschnitt eine Entlastung für die Anwohner in diesem Bereich zu erzielen, zeigt, wie wichtig TenneT Verträglichkeit und Akzeptanz vor Ort sind.“ Ausgangspunkt der jetzt genehmigten, etwa 30 km langen Trasse für das Leitungsbauprojekt Dörpen West – Niederrhein ist das Umspannwerk Dörpen West in Heede. Die Leitung führt anschließend durch die Samtgemeinden Dörpen und Lathen. Danach verläuft die Trasse über das Gebiet der Stadt Haren und endet nördlich der Kreisstadt Meppen.

Ab diesem Punkt erfolgen in einem nächsten Verfahren Planung und Abstimmung des weiteren Leitungsverlaufs bis zum Umspannwerk Niederrhein bei Wesel durch den nordrhein-westfälischen Übertragungsnetzbetreiber Amprion.  

Mit dem jetzt erfolgten Planfeststellungsbeschluss ist auch der Weg frei geworden für einen Drehstrom-Erdkabelteilabschnitt. Die Kabel werden auf einer Länge von 3,1 km auf Harener Stadtgebiet zwischen Dankern und Segberg wegen der nahen Wohnbebauung verlegt.  

Der Trassenverlauf wurde mit den von der Planung berührten Eigentümern, den Trägern öffentlicher Belange und mit der Bevölkerung der ganzen Region diskutiert. Bei den zahlreichen Veranstaltungen ging es vom einzelnen Maststandort bis zur Begründung für die Leitung. Die Leitung wird notwendig, weil im Heeder Umspannwerk (Dörpen West) große Energiemengen Gleichstroms aus den Offshore-Windparks der Nordsee ankommen, um in der dortigen Konverterstation in Drehstrom umgewandelt zu werden. Gleichzeitig wird immer mehr Energie von Onshore-Windenergieanlagen aus der Region eingespeist. Diese Energiemengen werden künftig über die neue Höchstspannungsleitung aufgenommen und verteilt.  

Das Projekt ist im Bedarfsplan des Energieleitungsausbaugesetzes enthalten, womit die energiewirtschaftliche Notwendigkeit und Vordringlichkeit auch gesetzlich festgestellt ist. Durch die nun mit dem Planfeststellungsbeschluss bestehende Planungssicherheit, kann die Ausführungsplanung konkret fortgesetzt werden.

Mit dem ersten Spatenstich kann voraussichtlich Ende 2017/Anfang 2018 gerechnet werden. Bis dahin plant TenneT als Bauträger, für einen reibungslosen Projektablauf alle Details koordiniert zu haben. Der Leitungsbau erfolgt nicht zeitgleich auf der gesamten Trassenlänge, sondern abschnittsweise und an mehreren Stellen. Da die Bauarbeiten während der speziellen Schutzzeiten für Fauna und Flora ruhen, ist die effektive Bauzeit begrenzt. Außerdem bemüht sich TenneT um eine Abstimmung mit Aussaat- und Erntezeiten zur Vermeidung von Ernteausfällen sowohl bei Freileitungs- als auch beim Erdkabelteilabschnitt. Ebenso werden Rückbau der Baustellen und die anschließende Rekultivierungen geplant. Insgesamt erwartet TenneT für einen Leitungsbau auf dem rund 30 km langen Abschnitt eine Gesamtbauzeit von etwa eineinhalb bis zwei Jahren.

Quelle: TenneT

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