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13.09.2022
BPW: Höchste Ingenieurkunst für Tieflader
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Dank innovativer Fahrwerkstechnologien von BPW werden Tieflader immer vielseitiger und sogar wendiger. (credits: BPW)
- High-Tech im Fahrwerk auf engstem Bauraum macht Tieflader vielseitig, robust und agil wie nie
- Marktführer BPW erschließt mit Fahrwerks-Innovationen neue Einsatzmöglichkeiten
- Peter Lindner: „Als Familienunternehmen prädestiniert für anspruchsvolle Herausforderungen“
Tieflader sind auf und abseits der Straßen unterwegs, denn kein Fahrzeugtyp transportiert große, schwere und komplexe Güter effizienter von A nach B. Dank innovativer Fahrwerkstechnologien werden Tieflader immer vielseitiger und sogar wendiger. Marktführer BPW zeigt zur bauma (Freigelände Nord, Stand 827/9), was technisch möglich ist – und was die Wirtschaftlichkeit im Transport optimiert.
Immer größer, schwerer und komplexer sind die Güter, die heute per Tieflader transportiert werden. Vom Auto-Anhänger bis zum Baukran, vom Industriemodul bis zum Brückenbauteil aus Stahlbeton verschieben Fahrzeughersteller die Grenzen des technisch machbaren immer mehr. So unterschiedlich wie die Transportaufgaben sind auch die Fahrzeugkonzepte in dieser Klasse – ob als Anhänger oder Sattelauflieger, ob teleskopierbar oder als Tiefbett-Tieflader. Das Limit setzen allenfalls die Belastbarkeit und die maximale Durchfahrthöhe von Brücken, Tunneln und Unterführungen – deshalb geht nur mehr drauf, wenn der Trailer noch tiefer und leichter baut.
Ausgeklügelte Achs- und Fahrwerkstechnologien von BPW sorgen dafür, dass die Ladefläche des Tiefladers zum Be- und Entladen weit unterhalb des Fahrniveaus abgesenkt werden kann und sich so dem Straßenbelag auf wenige Handbreiten nähert. Moderne Tieflader transportieren selbst abseits der befestigten Straßen schweres Baugerät oder tonnenschwere Betonteile sicher und unfallfrei zum Einsatzort. Möglich wird das Kunststück durch die Achskonstruktion: BPW Achsen – starr oder gelenkt – werden mit der leichten Luftfederung Airlight II oder einer hydraulischen Federung kombiniert; Stummelachsen kommen beispielsweise ohne durchgehenden Achskörper aus und benötigen nur minimalen Bauraum; Pendelachsen können mit großem Hub einzeln auf- und abschwingen, sodass das Fahrzeug auch asymmetrisch Unebenheiten bewältigt.
Kein Wunder, dass Tieflader als hohe Ingenieurkunst gelten: Die BPW Bergische Achsen KG hat sich weltweit als bevorzugter Partner der Hersteller von Tiefladern etabliert und ermöglicht mit innovativen Achsen, Bremsen, Federungs- und Lenktechnologien, dass schwere Transporte immer agiler, leistungsfähiger und effizienter werden. BPW bietet für Tieflader-Fahrzeuge mit Achslasten von 9 t bis 14 t und 17,5"- oder 19,5"-Bereifung ein einzigartig breites Lösungsspektrum von Fahrwerksystemen an.
So bescheren Nachlauflenkachsen von BPW dem Tieflader eine ungeahnte Wendigkeit: Mit Achslasten von 9 t bis 12 t und Lenkeinschlägen bis 27° manövrieren sie auch die schwersten Lasten spielend leicht bis ans Ziel. Eine Besonderheit ist die lastabhängige Lenkstabilisation: Nur über wellenförmige Druckschreiben und den Nachlauf werden die Räder bei Geradeausfahrt lastabhängig stabil in der Spur gehalten und bei Kurvenfahrt entsprechend dem Kurvenradius eingelenkt.
Zum Rangierwunder bei Rückwärtsfahrt wird der Tieflader auch durch eine preisgekrönte Innovation von BPW: Die „Active Reverse Control“ (ARC) ist eine elektrohydraulische Hilfslenkung, die ohne mechanische Verbindung zum Zugfahrzeug den Lenkeinschlag bei der Rückwärtsfahrt und im Rangierbetrieb steuert. BPW bietet zur Active Reverse Control erstmals eine Smartphone-App, die die Installation und Einrichtung des Systems, die Wartung aber auch spezielle Zusatzfunktionen im Einsatz ermöglicht: So kann der Fahrer – entsprechende Berechtigung vorausgesetzt – per App den maximalen Lenkeinschlag justieren und so für besondere Fahrmanöver optimal anpassen. „Dieses Beispiel zeigt nicht nur, wie bei BPW Innovationen der Mechatronik, Digitalisierung und Fahrwerkstechnologie ineinandergreifen“, erläutert Peter Lindner, Director Sales Customised Solutions bei BPW, „sie illustriert auch, was wir unter System- und Mobilitätspartnerschaft verstehen. Der Fahrzeughersteller profitiert durch den deutlich vereinfachten Einbau der Hilfslenkung nach dem Plug & Play-Prinzip, der Fahrzeugbetreiber durch den erweiterten Einsatz- und Funktionsumfang sowie durch eine abermals vereinfachte Wartung: die App steht auch Werkstätten zur Verfügung und macht den Boxenstopp noch effizienter.“
Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit sind bei Tiefladern das A und O. Ein Nutzfahrzeug, das in der Werkstatt steht, verdient kein Geld – und eine Panne bei Sondertransporten kann teure Folgen haben. BPW nimmt mit der Konstruktion seiner Komponenten eine Sonderstellung in der Branche ein: Achsen, Wheelends und Luftfederungen sind komplett demontierbar und können in Rekordgeschwindigkeit gewartet werden – denn Zeit ist Geld. Mit der gestuften Lagerung lassen sich die Naben bei der Wartung einfach abziehen; eine innovative Zentralverschraubung mit integrierter Drehmomentbegrenzung sorgt für ein automatisch eingestelltes Lagerspiel. Diese ECO Plus Wheelend-Generation wird ab 2023 die Wartung und Ersatzteilhaltung aller 10-12 t Achsen nochmals drastisch vereinfachen. Die Robustheit und Langlebigkeit der BPW Komponenten ist legendär: Tieflader sind, wie viele Sonderfahrzeuge, nicht selten 20 Jahre und mehr im Einsatz. Eine KTLZn-Beschichtung der Achskomponenten sorgt für maximalen Oberflächenschutz.
Als wichtigster Erfolgsfaktor gilt bei BPW jedoch die enge Kooperation mit der Fahrzeugindustrie. Vom Achsentyp über Bremsen bis zu Federungssystemen ermöglicht BPW eine enorme Individualität im Fahrzeugbau. Unter dem Motto „Challenge Us“ stellen sich die BPW Ingenieure immer neuen Herausforderungen, um Tieflader noch vielseitiger, leistungsfähiger und wirtschaftlicher zu machen. Peter Lindner: „Als Familienunternehmen sind wir nicht auf schnellen Profit aus, sondern langfristig orientiert und stehen auch in Jahrzehnten für unsere Lösungen gerade. Damit schaffen wir eine stabile Vertrauensbasis, um uns gemeinsam mit der Fahrzeugindustrie immer höhere Ziele zu stecken.“
Quelle: BPW







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