Menu

GeoTHERM: Viele Anregungen und Ideen für die TIGER-Forscher

Erstmals in Deutschland gehen Geistes- sowie Sozialwissenschaftler und Ingenieure fachübergreifend mit Betreibern von Tiefen-Geothermie-Anlagen in Bayern und am Oberrhein aktiv der Frage nach, wie Bürger, Behörden und Unternehmen künftig besser miteinander kommunizieren können. Hierzu wird das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderte Verbundprojekt TIGER ein Kommunikationskonzept in Form eines Baukastens für die Tiefe-Erdwärme-Branche entwickeln.

Mit vielen Eindrücken und zahlreichen neuen Ideen verlässt das Forschungsprojekt TIGER die Baden-Arena Offenburg. Zwei Tage lang hatten sich die Forscher bei der Geothermie-Fachmesse GeoTHERM – expo & congress in Offenburg präsentiert. „Wir haben die GeoTHERM genau wegen ihrer Mischung sehr zu schätzen gelernt: Neben dem Fachkongress gibt es reichlich praktische Anschauungsmöglichkeiten aus Wirtschaft und Forschung in den beiden Messehallen. Für unser Forschungsvorhaben bot das immer wieder Ansätze für Gespräche. Wir haben zahlreiche neue Anregungen erhalten. Daher werden wir nun die nächsten Wochen nutzen, um die hier gewonnene Eindrücke zu besprechen und in unsere Arbeit einfließen zu lassen“, bilanziert Projektkoordinatorin Anna Borg.

Für das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderte Forschungsprojekt TIGER stellte der Kongressvortrag am letzten Messetag den Höhepunkt der GeoTHERM dar. Anna Borg präsentierte – unterstützt von TIGER-Teammitgliedern - wissenschaftlich gewonnene Erkenntnisse über Anforderungen an die Kommunikation Tiefer Geothermie. Die für die Branche neuen Erkenntnisse über Akzeptanzfaktoren von Tiefer Geothermie, über wissenschaftlich analysierte Kommunikationswege und Diskussionsverläufe erregten Aufmerksamkeit. Denn mit dem TIGER-Projekt wird erstmals in Deutschland fachübergreifend und in enger Zusammenarbeit mit Betreibern geothermischer Anlagen analysiert, wie diese komplexe und innovative Technologie wahrgenommen wird.

Anna Borg blickt bereits in die Zukunft: „Ich gehe fest davon aus, dass das nicht unser letzter Besuch in Offenburg gewesen ist. Die Resonanz auf unsere Zwischenergebnisse war in diesem Jahr überwältigend. Ich freue mich also darauf, bei der Geotherm 2015 die Endergebnisse des TIGER-Projektes vorzustellen, wie etwa das Kommunikationskonzept, an dem wir derzeit schon intensiv arbeiten.“

Das Projekt TIGER

Erstmals in Deutschland gehen Geistes- sowie Sozialwissenschaftler und Ingenieure fachübergreifend mit Betreibern von Tiefen-Geothermie-Anlagen in Bayern und am Oberrhein aktiv der Frage nach, wie Bürger, Behörden und Unternehmen künftig besser miteinander kommunizieren können. Hierzu wird das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderte Verbundprojekt TIGER ein Kommunikationskonzept in Form eines Baukastens für die Tiefe-Erdwärme-Branche entwickeln. Wissenschaftlich fundiert wird die Akzeptanz von Erdwärme unter Einbezug der technischen Aspekte und Gestaltungsmöglichkeiten sowie der regionalen Besonderheiten ermittelt. Das daraus entstehende Kommunikationskonzept unterstützt die transparente Kommunikation zwischen Unternehmern, Politik, Institutionen und Öffentlichkeit.

Mit Umfragen an verschiedenen Geothermie-Standorten werden Trends, Wünsche und Erwartungen ermittelt. Auch die technischen und gestalterischen Möglichkeiten werden berücksichtigt, um die Strom- und Fernwärme-Anlagen bestmöglich in Städte und Gemeinden zu integrieren. Zusätzlich werden durch Medienanalysen Einstellungen und Meinungen ermittelt.

Im TIGER-Projekt haben sich drei Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammengefunden. Während das Human-Computer Interaction Center (HCIC) der RWTH Aachen mit Befragungen und Analysen den wissenschaftlichen Unterbau für TIGER liefert, ist die gec-co Global Engineering & Consulting Company GmbH aus Augsburg für die praktische Umsetzung der Öffentlichkeitsarbeit, sowie den engen Kontakt zur Tiefen-Geothermie-Branche zuständig. Die TIGER-Projektkoordination hat die CBM GmbH aus Bexbach im Saarland inne. Hinzu kommen noch fünf Praxispartner aus den geothermisch privilegierten Regionen Oberrhein und Bayern.

back to top

Our Web Adresses

Idea and Programming

Akzeptieren/Accept

Diese Website verwendet nur technisch notwendige Cookies. Sie werden nicht getrackt und Ihre Daten werden nicht weitergeleitet an Dritte. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren

This website uses only technically necessary cookies. You are not tracked and your data are not passed on to third parties. By using this website, you consent to the use of cookies.