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GtV BV Geothermie: Geothermie ist als fester Bestandteil des Klimaschutzes unverzichtbar

Der dritte und letzte Teil des 5. IPCC-Sachstandsberichts ist in der Grundaussage eindeutig. Wenn das anvisierte 2-Grad-Ziel erreicht werden soll, ist schnelles und entschiedenes Handeln nötig. Dem Umbau der Energieversorgung kommt nach den Empfehlungen des Weltklimaberichts entscheidende Bedeutung zu.

Eine wichtige Rolle kann hierbei die Geothermie spielen. Die Potenziale der Technologie sind immens. Durch Geothermie allein könnte nach der TAB-Studie des deutschen Bundestages das 600-fache des deutschen Jahresstrombedarfs erzeugt werden. Das Wärmepotenzial liegt noch höher. Wie wichtig verstärkte Anstrengungen sind, zeigt eine Studie von Dr. Joachim Nitsch, früherer Hauptautor der Leitszenarien des Bundesumweltministeriums. Der renommierte Energieforscher hat anhand der Ausbaupfade der Bundesregierung errechnet, dass bis 2020 nur 29 bis 32 Prozent der klimaschädlichen Gase eingespart werden. Angestrebt sind – im Vergleich zum Jahr 1990 – Einsparungen von über 40 Prozent.

Erwin Knapek, Präsident des GtV-Bundesverbandes Geothermie, hofft daher auf noch stärkere Anstrengungen durch die Bundesregierung. „Was der Klimawandel für die Menschheit bedeuten wird, können wir nur erahnen. Damit wir die Folgen auf einem möglichst erträglichen Niveau halten, benötigen wir einen beschleunigten Ausbau Erneuerbarer Energien“, sagt Knapek. Dabei betont der oberste Repräsentant der Geothermiebranche die Bedeutung des Energiemixes. „Die Ziele sind ambitioniert. Um den Zeitplan einhalten zu können, benötigen wir alle sauberen Energieformen, die uns zur Verfügung stehen. Das schließt auch die Geothermie ein.“ Geothermische Energie steht jederzeit, nahezu überall und unabhängig von Wetter und Brennstoffproduktion zur Verfügung. Zudem erhöht Geothermie die Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten. „Derzeit sehen wir am Beispiel des Ukraine-Konflikts, wie unsicher die Gasimporte aus Russland sein können.“ Daher ist sich Knapek sicher, dass die junge Technologie noch eine große Zukunft haben wird.

Auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sieht Deutschland in einer besonderen Verantwortung. „Wir müssen jetzt alles daran setzen, im Klimaschutz beherzt voranzugehen. Deutschland kann dabei eine wichtige Rolle spielen, wenn wir der Welt am praktischen Beispiel zeigen, dass Klimaschutz in einem Industrieland funktioniert“, wird die Bundesumweltministerin in einer Pressemitteilung des Ministeriums zitiert.

 

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