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Zügige Ursachenforschung in Landau - deutliche Hinweise auf eine defekte Dichtung

 

Das Wirtschaftsforum Geothermie e.V. und der GtV-Bundesverband Geothermie e.V. begrüßen in einer gemeinsamen Pressemitteilung, dass die Ursachenanalyse für die Bodenhebungen in Landau zügig voranschreitet. Auch bei den weiteren Analysen erwarten die beiden großen deutschen Geothermieverbände eine konstruktive, lösungsorientierte Zusammenarbeit.

 

 

„Auf Basis der guten und engen Zusammenarbeit aller Akteure sind die möglichen Ursachen für die Bodenhebungen in Landau rasch untersucht worden. Wir erwarten, dass nun bald endgültige Klarheit herrscht,“ sagt Dr. Erwin Knapek, Vorsitzender des Wirtschaftsforum Geothermie e.V. und Präsident des GtV-Bundesverband Geothermie e.V. Nach Informationen der rheinland-pfälzischen Ministerien für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, sowie für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten vom Mittwoch gibt es unter anderem deutliche Hinweise auf eine defekte Dichtung. Dadurch könnte Thermalwasser, das in der geothermischen Kraftwerksanlage für die Erzeugung von Strom und Fernwärme genutzt wird, ins umgebende Erdreich gesickert sein. Mögliche weitere Ursachen werden derzeit überprüft.

 

„Der Defekt technischer Bauteile scheint eine Ursache zu sein. Die beiden Geothermieverbände beobachten die Schadensanalysen in Landau. Das Wirtschaftsforum Geothermie e.V. sowie der GtV-Bundesverband Geothermie e.V. werden die technischen wie geologischen Erkenntnisse im Kreise ihrer Mitgliedsunternehmen aufarbeiten. Künftige wie aktuelle Geothermie-Anlagen werden die Erkenntnisse aufnehmen und weiter entwickeln“, sagt Knapek. Die Geothermieverbände gehen davon aus, dass nach Abschluss der nun anstehenden weiteren Analysen die Anlage wieder angefahren werden könnte. „Wir vertrauen darauf, dass die Verantwortlichen in enger Abstimmung den geeigneten Zeitpunkt dafür festlegen werden, die geothermische Anlage Landau wieder in Betrieb zu nehmen. Landau ist aufgrund seiner Pionierfunktion ein wichtiger Akteur im geothermischen Anlagenpark Deutschlands“, sagt Knapek.

 

Mit dem geothermischen Heizkraftwerk Landau wurde im Jahr 2007 das erste Projekt in Deutschland in Betrieb genommen, das neben Fernwärme parallel auch erneuerbaren Strom aus Erdwärme erzeugen kann. Inzwischen sind in Deutschland 27 tiefengeothermische Anlagen am Netz, sieben erzeugen Strom. Sie befinden sich derzeit schwerpunktmäßig in Oberbayern, Nordost-Deutschland und am Oberrhein. „Die Anlagen laufen zum Teil schon seit vielen Jahren – ohne dass Thermalwasser aus den Bohrungen in den Untergrund ausgetreten wäre. Selbstverständlich werden unsere Mitgliedsfirmen ihre Anlagen daraufhin überprüfen, ob sich Landaus Gegebenheiten auf ihre eigenen Kraftwerke übertragen lassen“, bestätigt Knapek.

 

Weitere geothermische Strom- wie Wärme-Anlagen sind insbesondere in Oberbayern, Niedersachsen und am Oberrhein in Bau oder in Planung. Bayerns Landeshauptstadt München hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 die erste Millionenstadt weltweit zu sein, die ihre Bürger klimaneutral mit Energie versorgt – auch mit Geothermie. In Unterföhring wird derzeit bereits die zweite tiefengeothermische Heizanlage gebaut, um die kontinuierlich wachsende Nachfrage nach CO2-freier Fernwärme in der Gemeinde zu decken. Am Oberrhein wird auch auf französischer Seite intensiv am Ausbau der geothermischen Wärmenutzung gearbeitet. „Das beweist, Geothermie ist die Energieversorgung der Zukunft. Ich bedauere daher, wenn Bürger der Stadt in Zusammenhang mit dem Kraftwerk Unannehmlichkeiten entstanden sein sollten“, sagt Knapek.

 

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