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Asfinag setzt auf grünen Strom – Kleinwasserkraft für Tunnel Flirsch

Von Ökostrom aus eigener Steckdose bis E-Fahrzeuge und Solarenergie – Asfinag setzt auf „grüne" Technologie


Der Einsatz von alternativen Energiequellen, mehr Elektro-Mobilität für den Asfinag-Fuhrpark oder E-Ladestationen entlang der Autobahnen und Schnellstraßen – die Asfinag setzt in Zukunft verstärkt auf „grüne" Technologien. Am Semmering in Niederösterreich und bei Flirsch in Tirol sind Kleinwasserkraftwerke geplant: sauberer Strom aus Eigenproduktion für den Energiebedarf unserer Tunnel-Sicherheitseinrichtungen. Für Tirol heißt das konkret: am Gonderbach bei Flirsch baut die ASFINAG ein Kleinwasserkraftwerk, um mit Strom aus Wasserkraft den Flirscher Tunnel zu versorgen. „Sauberer Strom aus der eigenen Steckdose – das ist unser Ziel. Autobahn-Betrieb und umweltbewusstes Vorgehen müssen kein Widerspruch sein. Diese Kraftwerke sind aber nur ein Teil unserer Pläne – wir wollen in Zukunft verstärkt auf effiziente Umwelt-Technologien setzen", erklärt Asfinag-Geschäftsführer Alexander Walcher.

Die wesentlichen Punkte:

  • Versorgung mit E-Ladestationen am gesamten Asfinag-Netz
  • Mehr Elektro-Fahrzeuge im Asfinag-Fuhrpark bis 2020
  • Einsatz von LED-Beleuchtungen in Tunnel und Rastplätzen
  • Mehr Einsätze alternativer Energiequellen etwa mit Photovoltaik-Anlagen

In Tirol gibt es bereits konkrete Projekte im Asfinag-Alltag. Am Parkplatz Vomp sind seit geraumer Zeit Öko-Stromaggregate zur Versorgung von Kühl-Lkw im Einsatz. „Unser Bemühen geht hier noch weiter. Mehr Elektro-Fahrzeuge auch im Tiroler Fuhrpark, aber auch der Einsatz von Solaranlagen in Tunnel-Vorbereichen zur Stromversorgung der Einfahrtsbeleuchtung ist für Tirol angedacht", erklärt Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele.

Kleinwasserkraftwerk in Flirsch könnte 20 Einfamilien-Häuser gleichzeitig mit Strom versorgen

Die Pläne zur Errichtung eines Kleinwasserkraftwerks zur Eigenstromversorgung sind Neuland für die Asfinag. „Wir haben aber keine Angst vor Innovationen. Wir glauben: sauberer Strom für die Eigennutzung ist eine zukunftsweisende Option. Das verfolgen wir mit den Kraftwerks-Plänen am Semmering und bei Flirsch ", erklärt Walcher.

900.000 Euro investiert die Asfinag in Gesamtplanung und Bau des Kraftwerks am Gonderbach. Die Spitzenleistung beträgt in etwa 100 Kilowatt. Damit könnten bei Maximalleistung etwa 20 Einfamilienhäuser gleichzeitig versorgt werden. Der Jahres-Energiebedarf für den Flirscher Tunnel beläuft sich auf etwa 460.000 Kilowattstunden. Einen großen Teil dieses Energiebedarfs erzeugt das geplante Kleinwasserkraftwerk.

Bis zur Umsetzung des ambitionierten Vorhabens hat die Asfinag noch viel Arbeit vor sich. Es folgen heuer Untersuchungen des Ökosystems in diesem Bereich. Für ein effizientes Betreiben des Kraftwerks ist eine Wasserentnahme von rund 120 Litern pro Sekunde vorgesehen. „Unser Augenmerk liegt auf der Untersuchung über alle Einflüsse auf die Umwelt. Erst nach Vorliegen aller Ergebnisse werden wir das Projekt bei den zuständigen Behörden einreichen", erläutert Walcher. Die Asfinag ist aber zuversichtlich, dass ein umweltverträgliches Projekt ausgearbeitet werden kann und möchte daher mit dem Bau 2018 starten.

Perfekte Bedingungen sprechen für Flirsch

Die Voraussetzungen zur Umsetzung eines solchen Kraftwerks sind in Flirsch ideal. Zur Versorgung des Tunnels mit Löschwasser ist bereits eine Infrastruktur vorhanden. Um den Hochbehälter mit ausreichend Löschwasser zu versorgen, erfolgt derzeit bereits eine Wasserentnahme aus dem Gonderbach in der Dimension von zwei Litern pro Sekunde. Mit dieser Wasserfassung für den Löschwasser-Hochbehälter sind die weiteren baulichen Schritte überschaubar – der Bau erfolgt also unter größtmöglicher Schonung notwendiger Ressourcen. Passend zur „grünen Ausrichtung" dieses Vorhabens erfolgt auch die Gestaltung der Infrastruktur für das Einlaufbauwerk des Kraftwerks – also dem Bereich mit Staubecken und Wasserfassung: es wird komplett überschüttet und begrünt und ist somit bis auf das kleine Krafthaus mit der Turbine direkt auf der Galerie Flirsch nicht sichtbar.

Die Eigenversorgung hat hier oberste Priorität: es erfolgt keine Einspeisung in das TIWAG-Netz. „Wir erzeugen diesen Strom einzig und allein für den Tunnel Flirsch. Damit sollen Sicherheitseinrichtungen wie Beleuchtung und Belüftung, die viel Strom benötigen, betrieben werden", so Walcher. Die Asfinag plant zudem die Umsetzung eines zweiten Kleinkraftwerks am Semmering in Niederösterreich.

Öko-Strom-Aggregate und Solarenergie bereits im Einsatz

Neben dem Kleinkraftwerk setzt die Asfinag auch in anderen Bereichen auf erneuerbare Energie. Seit dem Frühjahr 2016 nutzen Fahrer von Kühlgut- und Gefriertransportern am Parkplatz Vomp die neuen Ökostrom-Versorgungsterminals für ihre Kühlaggregate. „Eine absolute Win-Win-Situation in allen Bereichen: mehr Ruhe für Fahrer und Anrainer, mehr Sicherheit durch ausgeruhte Lenker sowie bessere Luft und Umweltschutz", bestätigt Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele. Am wichtigsten für die Asfinag bei diesem Gemeinschaftsprojekte mit der Tiwag: der Verbrauch von Diesel wird durch das Angebot mit Ökostrom aus der Dose deutlich reduziert.

Stichwort alternative Energiequellen: Seit 2016 bezieht die Asfinag ihren Strom nur mehr aus erneuerbaren Energiequellen. Und in diese Richtung soll es auch weitergehen. Die sogenannte „Smartflower" am Rastplatz Hinterbrühl (A 21 Außenring Autobahn) versorgt seit kurzem die Beleuchtung des Rastplatzes mit Energie aus einer Photovoltaik-Anlage. „50 Prozent des gesamten Energiebedarfs der Beleuchtung wird dort von Solarenergie abgedeckt. Das ist auch für die Rastplätze in Tirol eine interessante Option", erklärt Siegele. Weiteres Beispiel: auf dem Plabutschtunnel bei Graz montierte die Asfinag eine Solaranlage auf das Tunnelportal. Sie liefert den Strom für die Einfahrtsbeleuchtung des Tunnels. „Gerade für das Tunnelland Tirol eine interessante Möglichkeit – genau das prüfen wir gerade", so Siegele.

Mehr E-Ladestationen am gesamten Netz bis 2017

Für die Asfinag ist es wichtig, dass es auf dem Autobahnen- und Schnellstraßennetz ausreichend E-Ladestationen gibt. Daher baut die Asfinag die E-Lademöglichkeiten entlang des hochrangigen Streckennetzes weiter aus: bis Ende 2017 wird es auf rund 25 von 86 Raststationen E-Ladestationen geben.

Die Asfinag will elektrischer unterwegs sein

Grüne Technologie soll auch in den Asfinag-Arbeitsalltag vermehrt Einzug halten. Bis 2020 erfolgt ein deutlicher Ausbau der Elektro-Mobilität im Asfinag-Fuhrpark. In Innsbruck ist ein neues E-Fahrzeug im Fuhrpark bereits angeschafft. „Wir verfolgen einen weiteren Ausbau im gesamten Fuhrpark – bis zu 20 Prozent sollen es bis 2020 werden. Vor allem bei jenen Typen von Fahrzeugen, bei denen der Einsatz von Elektro-Antrieben auch möglich und sinnvoll ist", so Siegele. Zur Versorgung des neuen Elektro-Fahrzeugs errichtete die Asfinag bereits Lademöglichkeiten an zahlreichen Betriebs-Standorten in Tirol.
LED-Beleuchtung bei Energieverbrauch vielsprechend

Bereits gute Erfahrungswerte gibt es beim Einsatz von LED-Beleuchtungen in Tunnelanlagen. „Der Energieverbrauch der neuen Beleuchtung etwa im Bergiseltunnel ist drastisch gesunken. Ein Zeichen, dass die LED-Lampen das halten, was die Technologie auch versprochen hat", erklärt Siegele. Amras, Bergisel und Wilten wurden bzw. werden damit ausgestattet. Dasselbe gilt für den Arlbergtunnel – über 10.000 alte Beleuchtungskörper werden demontiert. 3.000 LED-Leuchten plus über 1.000 seitliche LED-Leiteinrichtungen sollen für die gewünschte Beleuchtungsstärke bei möglichst geringem Energieaufwand sorgen.

Quelle: Asfinag


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