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Bau der ersten Kelchstütze im Stuttgarter Hauptbahnhof

Bau der erdten Kelchstütze im Stuttgarter Hauptbahnhof (Foto: Achim Birnbaum) Bau der erdten Kelchstütze im Stuttgarter Hauptbahnhof (Foto: Achim Birnbaum)

 

Die DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH hat mit dem Bau der ersten der 28 charakteristischen Kelchstützen des künftigen Stuttgarter Hauptbahnhofs begonnen. Hergestellt sind inzwischen die Bewehrung sowie der größte Teil der Schalung des sechs Meter hohen, ersten Stützenabschnitts, des sogenannten Kelchfußes. Beton fließt erstmals voraussichtlich im Juni 2017.

 

Noch nie gebaute Betonschalenkonstruktion

Bei dem vom Büro ingenhoven architects entworfenen Dach samt Kelchstützen handelt es sich um eine noch nie gebMaute Betonschalenkonstruktion. Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH, die beteiligten Ingenieure sowie die Mitarbeiter auf der Baustelle meistern mit deren Realisierung eine große bautechnische Herausforderung. In der jetzt im Bau befindlichen ersten Kelchstütze, deren Durchmesser im oberen Bereich rund 32 m beträgt, befinden sich etwa 350 t Bewehrungsstahl. Der Kelchfuß besteht aus 35 m3, der darauf befindliche Kelch aus 650 m3 Beton. Insgesamt müssen pro Kelchstütze über 1.000 m2 Fläche geschalt werden. Für den Kelchfuß werden dabei vier vorgefertigte, dreidimensionale Schalblöcke verspannt. Für den eigentlichen Kelch werden 60, für die aufgesetzte Hutze noch einmal 24 Schalelemente benötigt. Es ist derzeit geplant, jeweils zwei Kelchstützen parallel zu bauen, für die entsprechend Schalsätze vorgehalten werden. Im Endzustand ist dabei keine Stütze wie die andere. Die erste gebaute Stütze steht im Bauabschnitt 16 in der dem Mittleren Schlossgarten zugewandten Stützenreihe – dort, wo im September 2016 die Grundsteinlegung für den künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof stattfand.

Tageslicht beleuchtet den Bahnhof

Der Entwurf des Büros Ingenhoven sieht für die Bahnhofshalle eine luftige, helle Atmosphäre vor. Tagsüber soll sich das Tageslicht über Öffnungen im Dach, die sogenannten Lichtaugen, gleichmäßig in der Bahnsteighalle verteilen. Bei Nacht wiederum soll der weiße Sichtbeton des Schalendachs und der Kelchstützen die Bahnsteigbeleuchtung reflektieren. Diese Vorgaben stellen besondere Anforderungen an die Betonrezeptur und die Art und Weise der Schalung. Unter anderem muss ein dauerhaft weißes Erscheinungsbild des Betons gewährleistet sein. Zudem muss der Werkstoff porenfrei und feuerbeständig sein. Einen großen Anteil daran, dass die spätere  Betonkonstruktion diesen hohen Anforderungen tatsächlich gerecht werden kann, hat der weltweit anerkannte Baustoffexperte Professor Dr.-Ing. Bernd Hillemeier.

Realisierungswettbewerb 1997

Der Entwurf, der jetzt gebaut wird, nahm seinen Anfang im Jahr 1997 im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs, an dem 118 Planer ihre Arbeiten eingereicht hatten. Das 32-köpfige Preisgericht, dem neben zahlreichen Fachleuten auch der damalige Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster und Vertreter aller Fraktionen des Stuttgarter Gemeinderats angehörten, entschied sich damals einstimmig für den Entwurf des Büros Ingenhoven. „Ein großes städtebauliches Zeichen wird in den Stadtgrundriss eingeschrieben, ohne jegliche Monumentalität und ohne dem Bonatzbau in irgendeiner Weise Konkurrenz zu machen“, hieß es damals in der Begründung der Jury.

„Die Kelchstützen sind architektonisch einzigartig und gleichzeitig eine große bautechnische Herausforderung. Wir bauen einen Bahnhof, auf den Stuttgart stolz sein wird.“, sagte Manfred Leger, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH.

„Beton ist Mathematik, ist Physik, ist Chemie, ist Kunst. Die weißen Kelchstützen sind ein Meisterwerk aus Technik, Wissenschaft und Management“, sagte Professor Bernd Hillemeier, Baustoffexperte und Vorsitzender des Beirats der Projekt Stuttgart-Ulm GmbH.

„Der Bau des künftigen Stuttgarter Hauptbahnhofs mit seinen Kelchstützen ist eine ganz besondere Aufgabe. Hier dabei sein zu können, ist eine Ehre für jeden Ingenieur“, sagte Michael Pradel, Leiter im Planfeststellungsabschnitt 1.1 Talquerung der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH.

„Als Stuttgarter Traditionsunternehmen stecken wir in jede einzelne Kelchstütze nicht nur unser Know-how und viele Tonnen Stahl und Beton sondern auch das Herzblut der Eisenbieger, Betonbauer und Ingenieure“, sagte Ottmar Bögel, Gesamtprojektleiter des ausführenden Bauunternehmens Ed. Züblin AG.

Quelle: DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH

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