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BMBF-Projekt Nachhaltige Strategien und Technologien für das Hochwasserrisikomanagement in ariden und semiariden Gebieten (HOWAMAN)

Einfluss des Transports von Geschiebe, Geröll und Treibgut auf den Hochwasserabfluss

In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt HOWAMAN werden nachhaltige Strategien und Technologien für ein Hochwasserrisikomanagement (HWRM) in ariden und semiariden Gebieten entwickelt. Hierzu sind Techniken und Modellierungswerkzeuge nötig, die in Zusammenarbeit mit Projektpartnern erarbeitet werden, um ein Frühwarnsystem für Sturzfluten zu entwickeln. Durch die Projektergebnisse soll die Gefährdung durch Sturzfluten in betroffenen Gebieten reduziert werden.

Das Untersuchungsgebiet des Projekts ist das Flusseinzugsgebiet des Kan Flusses in der Provinz Teheran, Iran. Dort traten in der Vergangenheit bereits mehrere Hochwasserereignisse mit großen Schäden auf.

Bei der Betrachtung von Hochwasserereignissen wird nach Wasserhaushaltsgesetz in Deutschland der Einfluss von Geschiebe und Treibholz nicht berücksichtigt. In ariden und semiariden Gebieten mit starkem Gefälle wird in deutlich stärkerem Maße Geschiebe, Geröll und Treibgut mobilisiert, das sich in flacheren Regionen wieder ablagert. Der Boden wird dort nicht durch Vegetation festgehalten und kann dadurch im Hochwasserfall schnell erodieren. Große Mengen von Geschiebematerial können zu nicht vorhersagbaren Schäden führen. Der Einfluss dieser Faktoren auf die Fließwege, die Wasserstände und die zu erwartenden Schäden wird im Forschungsprojekt von der DMT untersucht, um auf zu erwartende zusätzliche Schäden an der vorhandenen Infrastruktur zu schließen. Aus den Erkenntnissen sollen weiterhin Maßnahmen zur Minderung der Schäden entwickelt werden.

Das Projekt ist eines von vier laufenden Forschungsprojekten der Fördermaßnahme „Internationales Katastrophen- und Risikomanagement - IKARIM“ und wird vom BMBF durch das Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“ finanziell unterstützt.

Das Projekt wird durch das Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW) der RWTH Aachen geleitet.

Zu den Projektpartnern gehören Forschungsinstitute und privatwirtschaftliche Unternehmen:

  • Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW), RWTH Aachen
  • Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Technik und Organisation (STO), RWTH Aachen
  • Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.
  • Arbeitsgruppe Hochwasserrisikomanagement, Hochschule Magdeburg-Stendal
  • Kisters AG, Geschäftsbereich Wasser
  • HochwasserKompetenzCentrum (HKC) e.V.

Quelle: DMT GmbH & Co. KG

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