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Dätwyler mit deutlicher Gewinnsteigerung

Die Dätwyler Gruppe vermochte den Nettoumsatz im ersten Halbjahr 2016 um 7.3% auf CHF 621.1 Mio. zu steigern, wobei beide Konzernbereiche zum Wachstum beigetragen haben. Die EBIT-Marge hat sich weiter erhöht und hat mit 13.2% erstmals den oberen Wert des selbstgesetzten Zielbands übertroffen. Das Nettoergebnis stieg deutlich um 34.4% auf CHF 56.6 Mio. Für das Gesamtjahr ist Dätwyler zuversichtlich, mit dem bisherigen Geschäft das Umsatzziel von gegen CHF 1‘250 Mio. zu erreichen und operativ eine EBIT-Marge deutlich in der oberen Hälfte des Zielbands von 10 bis 13% zu erwirtschaften. Bezüglich dem bestehenden Übernahmeangebot für Premier Farnell prüft Dätwyler angesichts des höheren Angebots von Avnet derzeit das weitere Vorgehen und wird zu gegebener Zeit wieder dazu kommunizieren.


Dank den strategischen und operativen Optimierungsmassnahmen der vergangenen Jahre vermochte die Dätwyler Gruppe im ersten Halbjahr 2016 den Umsatz und vor allem den Gewinn deutlich zu steigern. Der Konzernbereich Technical Components bewies trotz anspruchsvollem Marktumfeld, dass die Talsohle durchschritten ist. Die neue gemeinsame Infrastrukturplattform bietet Potenzial zur Beschleunigung des Wachstums und zur Umsetzung weiterer Effizienzsteigerungen. Der Konzernbereich Sealing Solutions profitierte unverändert von seinen führenden Positionen in dynamischen globalen Marktsegmenten.

Betriebsgewinnmarge erstmals über dem Zielband

Im Vergleich zur Vorjahresperiode hat die Dätwyler Gruppe den Nettoumsatz im ersten Halbjahr 2016 um 7.3% auf CHF 621.1 Mio. (Vorjahr CHF 579.1 Mio.) gesteigert. Im Gegensatz zu den Vorjahren hat das Unternehmen von vorteilhaften Währungsverhältnissen profitiert. Bereinigt um die positiven Währungs- und Akquisitionseffekte erarbeitete die Gruppe ein organisches Wachstum von 2.9%. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 21.2% auf CHF 81.7 Mio. (Vorjahr 67.4 Mio.). Damit hat Dätwyler bei der EBIT-Marge mit 13.2% (Vorjahr 11.6%) erstmals den oberen Wert des selbstgesetzten Zielbands übertroffen. Das Nettoergebnis erhöhte sich um 34.4% auf CHF 56.6 Mio. (Vorjahr CHF 42.1 Mio.).

Ausbau und Stärkung des Portfolios

Nach den erfolgreichen Veränderungen des Portfolios in den vergangenen Jahren konzentriert sich Dätwyler seit einiger Zeit auf den Ausbau und die Stärkung der beiden bestehenden Konzernbereiche. Im Konzernbereich Technical Components liegt der Fokus nach der Umsetzung der gemeinsamen Infrastrukturplattform auf dem Erreichen der optimalen Grösse, um die nötigen Skaleneffekte erzielen zu können. Bezüglich dem bestehenden Übernahmeangebot für Premier Farnell prüft Dätwyler angesichts des höheren Angebots von Avnet vom 28. Juli derzeit die Optionen und das weitere Vorgehen und wird zu gegebener Zeit dazu kommunizieren. Würde das Angebot weiterverfolgt, würde Dätwyler – wie bereits kommuniziert – zu einem führenden High-Service Distributor für elektronische Komponenten mit einem kombinierten Jahresumsatz von rund CHF 1.8 Mrd. Sollte der Verwaltungsrat entscheiden, die Übernahme von Premier Farnell nicht weiterzuverfolgen, würden einmalige Transaktionskosten von rund CHF 4 Mio. bis CHF 8 Mio. anfallen, welche auf Stufe EBIT auszuweisen wären. Dazu kämen einmalige Kosten zur Währungsabsicherung und Währungsverluste von insgesamt rund CHF 35 Mio. bis CHF 40 Mio., welche das Finanzergebnis belasten würden. Diese einmaligen Kosten würden bei einer erfolgreichen Transaktion dem Kaufpreis zugeordnet und daher nicht in der Erfolgsrechnung erscheinen.

Im Konzernbereiche Sealing Solutions gehört Dätwyler in den bearbeiteten Marktsegmenten Automotive, Health Care, Civil Engineering und Consumer Goods bereits zu den weltweit führenden Anbietern. Zur Beschleunigung des organischen Wachstums sollen in diesem Konzernbereich durch gezielte Übernahmen neue geografische Märkte oder neue Technologien und Marktnischen erschlossen werden. Erste Beispiele für diese Strategie waren die Übernahmen von Columbia Engineered Rubber in den USA 2014 und von Origom in Italien 2015.

Ein weiteres gutes Beispiel ist die kommunizierte Übernahme des deutschen Unternehmens Ott (Jahresumsatz CHF 33 Mio.). Der Spezialist für Spritzgussanwendungen mit Thermoplast und Flüssigsilikon in Ein- und Mehrkomponententechnik ergänzt die bestehenden Technologien ideal und bietet Dätwyler die Chance, die Wertschöpfungstiefe zu erhöhen und neue Marktnischen mit Wachstumspotenzial zu erschliessen. Potenzial sieht Dätwyler auch in der Kombination der akquirierten Technologie mit bestehenden Dätwyler Technologien zur Erarbeitung von neuartigen Lösungen. Der Vollzug der Ott Übernahme ist Anfang September 2016 vorgesehen.

Gemeinsame Infrastrukturplattform im Konzernbereich Technical Components operativ

Der Konzernbereich Technical Components hat im ersten Halbjahr mit wesentlichen operativen Verbesserungen überzeugt. Die strategischen Integrationsprojekte zur Schaffung einer gemeinsamen Infrastrukturplattform konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Dank den stabileren Strukturen und Prozessen haben sich die Produktverfügbarkeit kontinuierlich erhöht und die Lieferzeiten verkürzt. Auch die weiter optimierten Suchfunktionen und Produktinformationen im Webshop haben das Einkaufserlebnis für die Kunden verbessert. Dank den Fortschritten der operativen Leistungsindikatoren vermochte der Konzernbereich trotz anspruchsvollem Umfeld den Umsatz um 4.8% auf CHF 238.0 Mio. zu steigern (Vorjahr CHF 227.0 Mio.). Währungsbereinigt entspricht dies einem organischen Wachstum von 1.8%. Auch die Zunahmen des Betriebsergebnisses (EBIT) und der EBIT-Marge zeigen mit CHF 9.2 Mio. (Vorjahr CHF 5.3 Mio.) und mit 3.9% (Vorjahr 2.3%), dass die Talsohle durchschritten ist.

Distrelec ist es im ersten Halbjahr 2016 gelungen, den negativen Umsatztrend zu brechen, die Zahl aktiver Kunden und den durchschnittlichen Auftragswert zu erhöhen sowie die Bruttogewinnmarge zu steigern. Basis dazu bildeten untern anderem gezielte Marketingmassnahmen, Anpassungen der Verkaufspreise, eine Vereinheitlichung der Rabattpolitik sowie eine Analyse der Frachtkosten. Um die Effizienz weiter zu erhöhen hat Distrelec das Shared Service Center in Lettland ausgebaut, die Verkaufsstrukturen rationalisiert und die digitalen Marketingaktivitäten intensiviert. Diese laufenden Verbesserungs- und Optimierungsmassnahmen haben im ersten Semester einmalige Kosten von CHF 1.5 Mio. verursacht, werden aber die Marge in Zukunft positiv beeinflussen.
Nedis konnte sich im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessern, kämpfte aber nach wie vor mit einem anspruchsvollen Marktumfeld. So absorbierte der Margendruck einen Teil der Massnahmen zur Effizienzsteigerung. Wachstumspotenzial erwartet Nedis von neuen Lieferverträgen mit namhaften Kunden.

Bei Reichelt liegt der Fokus auf Wachstum durch Sortimentsausweitung und durch internationale Expansion. Dazu hat das Unternehmen die Lagerkapazitäten wesentlich erweitert. Die Umsatzentwicklung in den neu bearbeiteten Märkten Schweiz und Grossbritannien liegt über den Erwartungen und hat das profitable Wachstum im ersten Halbjahr gestützt.

Dätwyler geht im Konzernbereich Technical Components auch im zweiten Halbjahr von einem anspruchsvollen Umfeld aus. Unabhängig von den konjunkturellen Entwicklungen steht die Verbesserung der Marge durch Massnahmen zur Umsatzsteigerung und zur Kostenreduktion im Vordergrund. Zusätzliche Wachstumsimpulse werden die Einführung neuer Produkte sowie die Lancierung einer neuen Eigenmarke für alle Geschäftseinheiten bringen.

Die neue gemeinsame Infrastrukturplattform erleichtert die Umsetzung weiterer Effizienzsteigerungen. Auch die Abläufe und Prozesse des zentralen Distributionszentrums in Holland haben weiteres Optimierungspotenzial.

Konzernbereich Sealing Solutions mit weiterer Margenverbesserung

Der Konzernbereich Sealing Solutions ist weiterhin auf profitablem Wachstumskurs: Dank führenden Positionen in attraktiven globalen Marktsegmenten konnte Dätwyler den Nettoumsatz im ersten Halbjahr 2016 um 8.8% auf CHF 383.1 Mio. (Vorjahr CHF 352.1 Mio.) steigern. Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte erarbeitete der Konzernbereich ein organisches Wachstum von 3.6%.

Die gute Kapazitätsauslastung, laufende Effizienzsteigerungen, vorteilhafte Rohmaterialpreise sowie die systematische Verbesserung des Produktemixes hin zu höherwertigen Produkten sorgten erneut für eine deutliche Steigerung des Betriebsergebnisses (EBIT) um 16.7% auf CHF 72.5 Mio. (Vorjahr CHF 62.1 Mio.). Die EBITMarge verbesserte sich auf 18.9% (Vorjahr 17.6%).

Im Marktsegment Health-Care hat die im Vorjahr gestartete Marketing- und Qualitätsoffensive (Zero-Defect) die Nachfrage positiv beeinflusst. Das grösste Wachstum verzeichneten die hochwertigen Dichtungskomponenten für vorgefüllte Spritzen und Verabreichungssysteme. Die Verlagerung von Produktionsanlagen aus den USA nach Indien verzögert sich, sodass die Kosteneinsparungen erst im zweiten Halbjahr 2017 voll wirksam werden. Das am schnellsten wachsende Marktsegment Automotive verzeichnete in allen geografischen Regionen eine erfreuliche Umsatz- und Margenentwicklung. Insbesondere die verstärkte Fokussierung auf Komponenten für die Abgasnachbehandlung von Dieselfahrzeugen (Selective Catalytic Reduction) hat zu einem sehr guten Auftragseingang geführt. Die Integration der 2014 akquirierten Columbia Engineered Rubber wurde mit der Namensänderung auf Dätwyler erfolgreich abgeschlossen. Dank dem bestehenden Netzwerk von Columbia in der amerikanischen Automobilindustrie konnte Dätwyler die Marktpenetration deutlich erhöhen, was sich bereits in gesteigerten Umsätzen und neuen Projekten niederschlägt. Die Integration des 2015 übernommenen Unternehmens Origom verläuft nach Plan. Dätwyler erwartet, dass dies ab 2017 zu einer Beschleunigung des Umsatzwachstums im Bereich O-Ringe führen wird.

Im Marktsegment Civil Engineering lag die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr hinter den Erwartungen. Der Auftragseingang ist jedoch vielversprechend und sollte im zweiten Halbjahr zu einem verbesserten Geschäftsverlauf führen.

Der Nespresso Auftrag im Marktsegment Consumer Goods entwickelt sich nach wie vor erfreulich. Die Verhandlungen zur Verlängerung der bestehenden Verträge sind am Laufen. Für das zweite Halbjahr ist Dätwyler für den Konzernbereich Sealing Solutions in allen Marktsegmenten zuversichtlich.

Dätwyler Gruppe für das Gesamtjahr operativ auf Kurs

In den europäischen Märkten dürfte das Umfeld für den Konzernbereich Technical Components anspruchsvoll bleiben. Dank den starken Positionen in dynamischen globalen Marktsegmenten im Konzernbereich Sealing Solutions ist Dätwyler aber zuversichtlich, dass mit dem bisherigen Geschäft für das Gesamtjahr 2016 das Umsatzziel von gegen CHF 1'250 Mio. erreicht werden kann. Ausgehend von der starken Vorgabe im ersten Semester sollte auch die EBIT-Marge für das bisherige Geschäft vor den oben erwähnten, allfälligen einmaligen Transaktionskosten deutlich in der oberen Hälfte des Zielbands von 10 bis 13% zu liegen kommen.

Quelle: Dätwyler Gruppe

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