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Daten aus 150 Jahren Steinkohlenbergbau für die Aufgaben der Zukunft nutzen - mit KI

Die Zusammenarbeit zwischen alter Industrie (hier die RAG) und Start Ups wird immer wichtiger Die Zusammenarbeit zwischen alter Industrie (hier die RAG) und Start Ups wird immer wichtiger Fotos: Volker Wiciok

Künstliche Intelligenz findet schnell die richtigen Daten und optimiert dabei die Suchergebnisse.

Suchmaschinen wie Google & Co machen es vor: Stichworte oder eine kurze Frage eingeben und schon ist das gesuchte Ergebnis da. Die Antwort auf alle betrieblichen Fragen verspricht für die RAG das Projekt „KISS42“. In Kooperation mit einem interdisziplinär besetzten RAG-Team entwickelte das Startup ambeRoad aus Aachen die intelligente Suchmaschine amberSearch – ausgelegt auf die speziellen Daten und Anforderungen des Unternehmens. Sie hilft nicht nur dabei, die Recherche in den Dokumenten der RAG für die MitarbeiterInnen effizient zu gestalten, sondern vor allem das archivierte Wissen aus 150 Jahren Steinkohlenbergbau für aktuelle betriebliche Aufgaben nutzbar zu machen.

Die RAG hat bis 2018 Steinkohle im gesamten Ruhrgebiet abgebaut und hatte ehemals über 200.000 Mitarbeiter. Mit dem Stopp des Steinkohleabbaus kamen auf die RAG andere Aufgaben zu: Die Ewigkeitsaufgaben und das Abpumpen des Grundwassers.

Die RAG hat bis 2018 Steinkohle im gesamten Ruhrgebiet abgebaut und hatte ehemals über 200.000 Mitarbeiter. Mit dem Stopp des Steinkohleabbaus kamen auf die RAG andere Aufgaben zu: Die Ewigkeitsaufgaben und das Abpumpen des Grundwassers.

„Für uns war das Projekt ein gelungener Start zur Nutzung von KI-Methoden im Bereich Geoinformation und Suchtechnologie. Das Know-how und die Innovationsfreude von ambeRoad eröffneten dabei völlig neue Möglichkeiten zur intelligenten Nutzung unserer Datenbestände“, betont Peter Vosen, Abteilungsleiter Geodaten bei RAG und Leiter der Projekts KISS42.

„Es ist immer spannend, wenn Startups mit Konzernen zusammenarbeiten, da prallen mitunter zwei Kulturen aufeinander“, so Julian Reinauer von ambeRoad. „Die Zusammenarbeit mit der RAG hat gezeigt, dass beide Seiten voneinander lernen können. Auf der einen Seite die Konzerne von der Schnelligkeit und der Agilität der Startups, auf der anderen Seite erhalten Startups Einblicke in die Prozesse und Strukturen von Großunternehmen."

Es mag überraschen, aber auch eine künstliche Intelligenz muss erst einmal lernen, bevor sie ihre Kompetenz voll ausspielen kann. Während einer Erprobungsphase lernte die Suchmaschine amberSearch zunächst, welche Arten von Daten sie lesen können soll: Geodaten, Office-Dokumente von Excel bis Powerpoint, PDFs, aber auch Karten, Grafiken, Bilder und vieles mehr sollen den Anwendern passend zur Anfrage zu Verfügung stehen. Eine weitere Herausforderung: die Quellen. Denn die Unternehmensdaten liegen oft an unterschiedlichen Stellen: in Sharepoint-Teamräumen oder in Datenbanken – sie kommen aus SAP, Elo oder dem unternehmensweiten Intranet.

Ebenfalls auf dem Lehrplan: die bergmännische Sprache mit all ihren Fachausdrücken und die Besonderheiten des Steinkohlenbergbaus – für den ist Rauben eben keine Straftat, Walsum nicht nur ein Duisburger Stadtteil und West wie Ost bezeichnen weitaus mehr als Himmelrichtungen. „Diese Spezialbegriffe unseren Algorithmen anzutrainieren, war anfangs eine riesige Herausforderung, aber führt letztendlich dazu, dass die Nutzer unsere Suche lieben lernen“, so Phillipp Reißel von ambeRoad.

Kinderkrankheiten der Software mussten geheilt, die Anwenderfreundlichkeit der Suche sichergestellt werden: So einfach wie möglich, so komplex wie nötig, lautete die Devise. Und nicht zuletzt muss die künstliche Intelligenz auch die unterschiedlichen Berechtigungen der RAG-Nutzer verstehen und umsetzen, damit der Datenschutz bei aller Transparenz gewahrt bleibt.

Die neue Suche setzt auf einer bereits vorhandenen Datenbanksoftware auf, der „Digitalen Service-Akte“. Sie steht als Recherche-Tool allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der RAG zu Verfügung, bildet bislang allerdings nur einen Ausschnitt der Unternehmensdaten ab und ist eher ein Google für Spezialisten. KISS42 erweitert zudem die hausinternen Daten um Informationen aus dem Internet, sucht und ergänzt und erstellt intelligente Verknüpfungen aus internen und öffentlichen Dokumenten.

Die Suchergebnisse liegen innerhalb von wenigen Sekundenbruchteilen vor und das bei Millionen von Dokumenten und rund 40 Terabytes an Datenmenge.
Nach der unternehmensweiten Einführung lernt die künstliche Intelligenz weiter – mit jedem Feedback der Nutzer, jeder Anfrage, anhand von ausgewählten Suchergebnissen und wiederkehrenden Suchbegriffen. KISS42 optimiert sich quasi ständig selbst und liefert am Ende die richtigen Antworten auf alle Fragen.

Mehr Informationen über das Start-up auf Youtube

Quelle: ambeRoad

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