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DERA-Studie Rohstoffrisikobewertung Grafit

DERA stellt Ergebnisse einer Rohstoffrisikobewertung vor: Hohe Marktkonzentration – Grafit, ein Schlüsselrohstoff für die Verkehrswende

Grafit gehört zu einem der Schlüsselrohstoffe für die Umsetzung der Verkehrswende. Aktuell dominieren noch die traditionellen Anwendungsgebiete der Refraktär- und Gießereiindustrie sowie Grafitelektroden für die Stahlindustrie die Nachfrage. In den nächsten Jahren ist mit einem stark steigenden Bedarf für den Einsatz in Lithium-Ionen-Batterien zu rechnen, in denen beide Grafittypen als Anodenmaterial zum Einsatz kommen. Um künftige Preis- und Lieferrisiken bei der Versorgung mit Grafit noch besser abschätzen zu können, veröffentlicht die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eine Rohstoffrisikobewertung zu natürlichem und synthetischem Grafit. Die Ergebnisse wurden Ende November 2021 im Rahmen einer Online-Veranstaltung Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vorgestellt.

Natürlicher Grafit ist ein Bergbauprodukt und wird mit konventionellen Bergbaumethoden gewonnen. Synthetischer Grafit ist eine Form grafitischen Kohlenstoffs und wird durch den Prozess der Grafitierung von nicht-grafitischem kohlenstoffhaltigen Ausgangsmaterial hergestellt. China ist mit einem Weltanteil von knapp 74 % an natürlichem Grafit sowie 49 % an synthetischem Grafit wichtigster Produzent. Noch stärker gilt dies für die nachgelagerte Wertschöpfungskette zur Herstellung von batterietauglichen Grafitqualitäten sowie Anodenmaterialien. Die hohe Länderkonzentration auf China kann zu vorübergehenden Lieferengpässen für batterietaugliche Grafitspezifikationen führen.

„Neue Bergbauprojekte sowie geplante Kapazitätserweiterungen für die Produktion von natürlichem Grafit insbesondere in Ostafrika, Australien und Kanada bieten eine Möglichkeit der Diversifizierung außerhalb Chinas“, erklärt Sophie Damm, Grafit-Expertin der DERA. Die neuen Flockengrafitprojekte haben einen z. T. stark auf den Batteriemarkt ausgerichteten Fokus. Es ist jedoch davon auszugehen, dass nur ein Teil der zukünftigen Produktion tatsächlich für die Verwendung als Anodenmaterial geeignet ist.

Für synthetischen Grafit ist mit einem weiteren Ausbau der chinesischen Kapazitäten zu rechnen. Die Produktion von synthetischem Grafit orientiert sich als kundenspezifisch hergestellter Rohstoff zwar eng an der Nachfrage. Die verschiedenen Produktgruppen unterscheiden sich jedoch grundlegend im Herstellungsprozess und den spezifischen Anforderungen an die Ausgangsmaterialien und sind nicht gegeneinander austauschbar. Folglich sind auch die verfügbaren Produktionskapazitäten eng an die jeweiligen Produkttypen geknüpft und nicht beliebig verwendbar. Die stark steigende Nachfrage aus dem Marktsegment der Lithium-Ionen-Batterien setzt jedoch die Errichtung zusätzlicher Kapazitäten zur Produktion von synthetischen Grafit für eben diesen Markt voraus.

Im Rahmen ihres Rohstoffmonitorings untersucht die DERA die Marktsituation mineralischer Rohstoffe, um Unternehmen frühzeitig auf Risiken in der Beschaffung hinzuweisen. Insbesondere Rohstoffe, die für Zukunftstechnologien benötigt werden, stehen aufgrund ihrer dynamischen Nachfrageentwicklung im Fokus der Informations- und Beratungsangebote der DERA für die deutsche Wirtschaft.

Weiterführende Informationen:

  • Studie „Rohstoffrisikobewertung Graphit“: hier
  • Themenheft „Batterierohstoffe für die Elektromobilität: hier

Quelle: DERA

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