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Deutsch-dänische Verkehrszentrale sichert Schiffsverkehr im Fehmarnbelt während des Tunnelbaus

Der Bau des Fehmarnbelt-Tunnels geht auf dänischer und deutscher Seite voran – sowohl an Land als auch auf See. Um einen ungehinderten und sicheren Schiffsverkehr im Fehmarnbelt während der Offshore-Bauarbeiten zu gewährleisten, hat nun eine gemeinsame deutschdänische Verkehrszentrale in Travemünde ihren Dienst aufgenommen.

Die neue Verkehrszentrale (Vessel Traffic Service, VTS), die am 1. Juli gestartet ist, wird paritätisch von deutschen und dänischen Nautikern betrieben. Von hier aus überwachen, informieren und leiten sie alle Schiffe rund um die Uhr. „Für uns als Bauherrn hat die Verkehrssicherheit während der Bauarbeiten höchste Priorität.

„Daher freuen wir uns, dass in enger Abstimmung mit den deutschen und dänischen Behörden diese gemeinsame Verkehrszentrale eingerichtet wurde und betrieben wird. Dieses System wird dazu beitragen, dass alle Schiffe während der Tunnelbauarbeiten sicher durch den Fehmarnbelt geführt werden“, sagt Claus F. Baunkjær, Vorstandsvorsitzender der staatlichen dänischen Projektgesellschaft Femern A/S.

Femern A/S hat die Verkehrszentrale gemeinsam mit den dänischen und deutschen Seefahrtsbehörden eingerichtet und sich mit ihnen auf die konkreten Modalitäten der maritimen Verkehrssicherung während des Tunnelbaus geeinigt. Die Einrichtung einer solchen gemeinsam betriebenen Verkehrszentrale war eine Auflage im Planfeststellungsbeschluss für die Feste Fehmarnbeltquerung. Die Verkehrszentrale arbeitet im Rahmen der Vorgaben der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO).

„Die Fehmarnbeltquerung ist das zentrale Element der neuen europäischen Nord-Süd-Achse insbesondere auf der Schiene. Uns ist es dabei wichtig, dass während der dafür notwendigen Bauarbeiten der Schiffsverkehr so gering wie möglich beeinträchtigt wird. Der deutsch-dänischen Verkehrszentrale kommt dabei eine tragende Rolle zu“, sagt Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Die speziell für das VTS Fehmarnbelt ausgebildeten Nautiker haben von ihrem Arbeitsplatz aus, der mit der neuesten Technologie ausgestattet ist, das Geschehen im Fehmarnbelt zu jeder Zeit im Blick. So können sie die Verkehrslage entsprechend bewerten, die Schifffahrt informieren und sie sicher um die Baustellenbereiche leiten.

Das Sicherheitssystem besteht darüber hinaus aus zwei Verkehrssicherungsschiffen, die während der Bauphase als verlängerter Arm der Behörden fungieren; sie befinden sich ständig in der Nähe der Baustellenbereiche.

„In der neuen Verkehrszentrale Fehmarnbelt bringen wir gemeinsam mit den dänischen Experten unser nautisches Know-How zusammen. Denn unser gemeinsames Ziel ist die Sicherheit des Fehmarnbelts während der gesamten Bauphase. Das ist ein Novum in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und ein Gewinn für die Schifffahrt und Umwelt im Fehmarnbelt“, sagt Prof. Dr.- Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS).

Auch die dänische Schifffahrtsbehörde ist mit der Zusammenarbeit zufrieden: „Die dänischen und deutschen Behörden haben beim Aufbau des VTS Fehmarnbelt sehr eng und sehr konstruktiv zusammengearbeitet. Es kann eine Herausforderung sein, zwei Regelwerke zu einer abgestimmten gemeinsamen Verordnung zusammenzuführen. Bei diesem Projekt hat das jedoch vorbildlich funktioniert. Das VTS Fehmarnbelt ist ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit der Schifffahrt im Fehmarnbelt während des Tunnelbaus zwischen Deutschland und Dänemark zu gewährleisten“, sagt Andreas Nordseth, Generaldirektor der dänischen Schifffahrtsbehörde.

Der Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Deutschland und Dänemark wird mit einer Länge von rund 18 km der längste Absenktunnel der Welt.

Quelle: Femern A/S

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