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Düren startet die Suche nach tiefer Geothermie - Machbarkeitsstudie Featured

Wärmekonzepte für die regionale Industrie stehen im Fokus der nun startenden Machbarkeitsanalyse in Düren und Kreuzau. Tiefengeothermie und intelligente Wärmenetze könnten im Strukturwandel neue Möglichkeiten der Energie- und Wärmewende für Düren eröffnen.

Fraunhofer IEG startet mit der lokalen Wirtschaftsförderung WIN.DN GmbH, der RWTH Aachen, der FH Aachen, dem Netzbetreiber Leitungspartner sowie den Stadtwerken Düren nun eine zwölfmonatige Machbarkeitsanalyse, die vom Land NRW gefördert wird.

»Tiefengeothermie liefert lokale und nachhaltige Wärme. Sie kann als heißes Thermalwasser aus mehreren Kilometer Tiefe gefördert werden. Wir werden im Projekt klären, ob unter Düren dafür die günstigen geologischen Verhältnisse herrschen«, betont Laura Schepp von der Fraunhofer-Einrichtung für Geothermie und Energieinfrastrukturen IEG.

»Gerade wenn wir an nachhaltige Wärmeversorgungskonzepte der Zukunft denken, wird Abwärmenutzung eine große Rolle spielen. Auf die Synergieeffekte, die durch Kaskadennutzung oder „Wärmerecycling“ entstehen, werden wir in Düren-Kreuzau den Fokus unserer Untersuchungen richten«, betont Dominik Stollenwerk vom Institut NOWUM-Energy der FH Aachen.

Rückblick: Der Standort Düren-Kreuzau wurde für den Wettbewerbsaufruf Wärme aus Tiefengeothermie für NRW des MWIDE ausgewählt. Das Ziel des Projektes ist die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für eine auf Tiefengeothermie basierende Wärmeversorgung in Düren und Kreuzau. Zunächst werden die geologischen Daten der Region gesammelt und daraus die Schichten in der Tiefe modelliert, um zu klären wie hoch die Chancen sind, heißes Thermalwasser zu finden. Sandsteinschichten sind in der Region die besten Kandidaten Thermalwasser zu führen, wenn sie ausrauchend mächtig und von natürlichen Brüchen durchzogen wären.

Im Fokus der Versorgung stehen Produktionsbetriebe, insbesondere die Papierindustrie entlang der Rur. Durch die Verwendung einer Fernwärmetrasse mit drei Temperaturniveaus (z. B. 40 – 60 °C, 70 – 90 °C und 100 – 120 °C) bestünde die Möglichkeit sowohl zur Anbindung der Industrie als auch bestehender und neuer lokaler Fernwärmenetze und Quartiere. Das Netz wäre damit ebenfalls flexibel an zukünftige Bedarfe anpassbar. Durch die Nutzung der rücklaufenden Wärme im jeweils niedrigeren Temperaturniveau und die mögliche Einspeisung von Prozesswärme und Solarthermie könnte ein hoher Wirkungsgrad der Wärmenutzung im gesamten Netzgebiet erreicht werden.

Zu Beginn des Projektes wird es am 31. Mai 2022 in Düren eine Auftaktveranstaltung mit allen interessierten und betroffenen Unternehmen geben, um die ersten Ideen, Wünsche und Ziele des Projektes gemeinsam festzulegen. Parallel wird die WIN.DN GmbH eine Akzeptanzanalyse innerhalb der ansässigen Bevölkerung durchführen, da es besonders wichtig ist, die Bürger*innen von Anfang an mit einzubeziehen. Das Fraunhofer IEG wird als Experte die ersten fachlichen Analysen durchführen und für die weitere Studie bewerten.

»Wir hoffen sehr, dass es durch den Auftakt der Tiefengeothermie mit der Machbarkeitsstudie eine neue Möglichkeit der Energie- und Wärmegewinnung am Standort Düren-Kreuzau geben wird. Wir sind gespannt auf die ersten Ergebnisse im Projekt und vor allem auf das, was durch die Machbarkeitsstudie noch folgen könnte«, freut sich Hannah Ruyters, Projektleitung Tiefengeothermie der WIN.DN GmbH.

Quelle: Fraunhofer IEG

 

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