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Energie aus dem Fluss: Mehr Wasserkraft für Mosambik

Strom für hunderttausende Haushalte: Ein weiteres Wasserkraftwerk am Fluss Revué soll dazu beitragen, den Energiebedarf in Mosambik zu decken. Experten von Tractebel erstellen die Machbarkeitsstudie.

Mosambik erlebt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Rohstoffabbau und Landwirtschaft sind die wirtschaftlichen Standbeine des südostafrikanischen Landes. Um den wachsenden Energiebedarf zu decken, ist am Fluss Revué mit Mavuzi II der Bau eines zusätzlichen Wasserkraftwerks geplant. Tractebel erstellt dafür die Machtbarkeitsstudie.

In Mosambik fließen zahlreiche Flüsse aus den Hochländern in die Ebenen. Daher bilden Wasserkraftanlagen – vor allem in der Zentralregion – das Rückgrat der Energieversorgung. Das geplante Wasserkraftwerk Mavuzi II soll die Leistung der bestehenden Wasserkraftwerke Chicamba (44 MW) und Mavuzi I (50 MW) um weitere 37 MW ergänzen.

Technische Expertise und langjährige Erfahrung

Im August 2020 beauftragte die Electricidade de Mozambique (EdM) Tractebel und das portugiesische Ingenieursunternehmen TPF-Consultores mit einer Machbarkeitsstudie für den Neubau. Tractebel hat bereits vielfach Studien für vergleichbare Wasserkraftprojekte erstellt und verfügt über ausgewiesene Expertise.

Seit 2013 hat die staatliche Energiegesellschaft EdM das Projekt bereits im Blick. Die Studie wird von Swedfund, einer schwedischen Institution für Entwicklungsfinanzierung, finanziert. Sie soll innerhalb von achtzehn Monaten nach Studienbeginn abgeschlossen sein.
Umweltprüfung und Wirtschaftlichkeitsanalyse

Der für Mavuzi II vorgesehene Standort liegt in Zentralmosambik, stromabwärts der bestehenden Wasserkraftanlage Mavuzi I. In diesem Abschnitt ist der Fluss bereits reguliert, also nicht mehr in seinem natürlichen Zustand. Tractebels Wasserkraft-Experten untersuchen, welche baulichen und betrieblichen Maßnahmen die zu erwartende Energieleistung des künftigen Wasserkraftwerks am Revué optimieren können. Hierfür kommt vor allem der Aufstau durch einen 220 m langen und bis zu 60 m hohen Staudamm in Frage. Bis zu 3 km lange Wasserwege könnten das Wasser zu den Turbinen leiten. Bei einer installierten Leistung von 37 MW werden die Turbinen jährlich schätzungsweise 100 GWh erzeugen können. Diese Menge würde ausreichen, um hunderttausende Haushalte im Land mit Strom zu versorgen.

Die Studie umfasst auch eine Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung sowie Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, die internationale Finanzinstitutionen einfordern.  
Ein Kraftwerk, viele Vorteile

Der deutliche Anstieg des vom Kraftwerk Mavuzi II erzeugten Stroms wird sich positiv auf das tägliche Leben der Menschen in Mosambik auswirken und Türen für neue Möglichkeiten zur Einkommensgenerierung öffnen.

Quelle: Tractebel Engie

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