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Erneute Produktionsunterbrechung im Werk Hattorf unvermeidbar

Der Standort Hattorf des Werks Werra wird die Produktion erneut unterbrechen müssen, nachdem der Betrieb nach mehrmonatigem Stillstand erst am 2. Januar dieses Jahres wieder aufgenommen werden konnte. Grund für die Unterbrechung ist das derzeit vorherrschende Niedrigwasser in der Werra. Gleichzeitig ist die Tagesversenkmenge in der neuen Versenkgenehmigung, die Ende 2016 erteilt wurde, stark begrenzt. Beides zusammen führt derzeit zu einem unvermeidbaren Engpass bei der Salzabwasserentsorgung.


Seit der Wiederaufnahme der Produktion am Standort Hattorf wurden alle zur Verfügung stehenden Entsorgungswege (Einleitung in die Werra, Versenkung, Entsorgung in Bergwerken) intensiv genutzt. Der Hauptentsorgungsweg (Einleitung in die Werra) stand jedoch bei dem aktuell herrschenden Niedrigwasser nur geringfügig zur Verfügung, sodass nicht alle anfallenden Salzabwässer aus der Produktion entsorgt werden konnten. Die überschüssigen Abwässer wurden in den vergangenen Tagen in Speicherbecken zwischengestapelt, um sie bei steigendem Werra-Pegel in den Fluss einleiten zu können.

Das  Fassungsvermögen der Speicherbecken für Produktionsabwässer ist nahezu erschöpft, sodass die Produktion am Standort Hattorf mit Ausnahme der Bittersalz-Herstellung am Samstag, 21.01.2017, zunächst eingestellt werden musste. Eine Wiederaufnahme der Produktion ist erst bei einer nennenswert höheren Wasserführung der Werra möglich.

Bei jahreszeitlich normaler Wasserführung der Werra liegt der Wasserdurchfluss im Januar durchschnittlich bei knapp 50 Kubikmeter pro Sekunde. Im Januar 2017 lag dieser tatsächlich bisher nur bei 10 bis 15 Kubikmeter pro Sekunde. Bei diesen Pegelständen können dann unter Einhaltung bestehender Grenzwerte fast nur Haldenwässer und kaum Produktionsabwässer in die Werra eingeleitet werden.

Um die Flexibilität bei der Abwasserentsorgung bei Niedrigwasser zu erhöhen, arbeitet K+S weiter konsequent daran, ergänzende Wege für die Verwertung und Entsorgung von Salzabwässern zu erschließen. Im Fokus steht dabei die Entsorgung in eigenen und fremden Bergwerken bzw. Kavernen sowohl im Umfeld der Standorte als auch in weiter entfernteren Regionen mit entsprechenden Lkw- und Bahntransporten. Zusätzlich werden die langfristig angelegten Maßnahmen zur Vermeidung von Salzabwässern, zu denen insbesondere der Bau der KKF-Anlage zählt, wie geplant fortgesetzt. Mit deren Fertigstellung wird sich die Entsorgungssituation ab 2018 etwas verbessert darstellen.

Zur Salzabwasserentsorgung und Versenkgenehmigung

Im Werk Werra fallen täglich bei voller Produktion (einschließlich der Haldenwässer) rund 20.000 Kubikmeter salzhaltige Abwässer an. Diese müssen vorrangig – unter strikter Beachtung behördlich festgelegter Grenzwerte – in die Werra eingeleitet werden, bevor die Versenkung zur Entsorgung genutzt werden darf.

Das Regierungspräsidium Kassel hatte am 23. Dezember 2016 die Fortführung der Versenkung bis zum 31.12.2021 genehmigt. Die jährliche Versenkmenge beträgt 1,5 Millionen Kubikmeter. Im Rahmen dieser Genehmigung dürfen am Tag nur maximal 5.000 Kubikmeter Produktionsabwässer in den Plattendolomit versenkt werden. Haldenabwässer dürfen nicht versenkt werden.  

Quelle: K+S

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