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European Raw Materials Alliance stellt Umsetzungsschritte zur Sicherung der Rohstoffversorgung in Europa vor

  • Mehr als 300 Mitglieder aus Wirtschaft, Forschung, staatlichen Institutionen und Zivilgesellschaft
  • Bernd Schäfer: „Ohne einen zuverlässigen und nachhaltigen Zugang zu Rohstoffen stehen der Green Deal sowie die Wettbewerbsfähigkeit der EU auf dem Spiel.”
  • 23 Projekte als vorrangig eingestuft, Investitionsvolumen bis zu 10 Milliarden Euro

Die European Raw Materials Alliance (ERMA) hat rund zwei Monate nach ihrer Gründung durch die Europäische Kommission offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Über 300 Partner aus Industrie, Forschung, staatlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft diskutierten zum Auftakt die Frage, wie Europas Rohstoffversorgung gesichert und damit die grüne und digitale Transformation der EU ermöglicht werden kann.

"Ohne einen zuverlässigen und nachhaltigen Zugang zu Rohstoffen stehen der Green Deal sowie die Wettbewerbsfähigkeit der EU auf dem Spiel“, sagte Bernd Schäfer, CEO von EIT RawMaterials und verantwortlich für die Rohstoffallianz. „Die wichtigste Aufgabe von ERMA ist die Sicherung der Rohstoffversorgung in Europa - durch die Identifizierung von Investitionsmöglichkeiten für einen nachhaltigen und sozial verantwortlichen Zugang zu Rohstoffen in Europa aus primären und sekundären Quellen.“

ERMA wird sich darauf konzentrieren, die Widerstandsfähigkeit der EU entlang besonders kritischer Wertschöpfungsketten zu erhöhen. Dazu plant die Rohstoff-Allianz ein agiles Verfahren zur Prüfung und Genehmigung konkreter Investitionsprojekte, die anschließend durch passende EU-Finanzierungen unterstützt werden.

Die ERMA-Partner sind eingeladen, potenzielle Investitionsprojekte zur Stärkung der innereuropäischen Beschaffung und zur Verbesserung der Versorgung mit Sekundärrohstoffen durch Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft einzureichen. Alle Vorschläge werden gesammelt, klassifiziert und bewertet. Ausgewählte Vorschläge werden über einen Matchmaking-Ansatz mit Investoren verknüpft und von der Finanzierung bis zur Umsetzung begleitet. Die Allianz konzentriert sich in einem ersten Schritt auf Seltene Erden für Magnete und Motoren sowie auf fortgeschrittene Werkstoffe für die Energiespeicherung und -umwandlung. Gleichzeitig befasst sich ERMA mit dem Potenzial anderer Projekte im Bereich der Basismetalle.

In der Auftaktsitzung wurde der von EIT RawMaterials koordinierte Investitionsprozess vorgestellt und ein erstes Investitionsupdate präsentiert. Demzufolge sind bereits jetzt 23 Projekte als vorrangig eingestuft. Zusammen könnten sie ein Investitionsvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro erreichen. Die Projekte aus mehr als 14 europäischen Ländern umfassen Bereiche wie Seltene Erden/Magnete, Rohstoffe für die Energiespeicherung und -umwandlung sowie Materialien, die zu weiteren industriellen Wertschöpfungsketten beitragen.

Seltene Erden für Magnete und Motoren

Seltene Erden sind für die meisten industriellen Ökosysteme der EU unverzichtbar, darunter erneuerbare Energien, Verteidigung und Raumfahrt. Obwohl sie einst von europäischen Wissenschaftlern und Ingenieuren entdeckt und kommerzialisiert wurden, wird ihre Produktion heute fast vollständig von China dominiert - je nach Sektor mit einem Marktanteil von 80 bis 100 Prozent. ERMA zielt darauf, die Lieferketten von Seltenen Erden und Dauermagneten im Inland zu stärken. Zu den möglichen Investitionsfällen gehören der Bergbau auf der "braunen" und "grünen Wiese", wobei verschiedene Aspekte der Kreislaufwirtschaft einschließlich Recycling, Verarbeitung und Produktdesign berücksichtigt werden.

Fortgeschrittene Werkstoffe für die Energiespeicherung und -umwandlung

Der Erfolg der europäischen Energiewende basiert auf der Verfügbarkeit von Solar- und Brennstoffzellen und Batterien. Diese grünen Technologien sind derzeit jedoch stark vom Import hochreiner fortschrittlicher Werkstoffe abhängig. Deshalb unterstützt ERMA die heimische Produktion von beispielsweise Erzkonzentraten und Energiespeichermaterialien sowohl in der Primär- als auch in Sekundärzellenqualität. Auf diese Weise können Lücken in der Batterie-Wertschöpfungskette in Europa geschlossen werden. Konkrete Investitionsszenarien reichen vom Bergbau auf der grünen Wiese bis hin zur Verarbeitung und Veredelung von Inputmaterial für die Batterie-, Solar- und Brennstoffzellenproduktion.

Quelle: EIT

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