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JD Neuhaus

forsa: Immer weniger Vertrauen in die USA als Energielieferant

Das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der USA als Energielieferant ist weiter abgestürzt. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft jetzt ergeben.

Danach halten nur noch 10% der Deutschen die Vereinigten Staaten für einen verlässlichen Energielieferanten. Die USA liegt damit im Vertrauensranking erstmals hinter dem Mittleren Osten. 14% der Bundesbürger halten die Länder des Mittleren Ostens für zuverlässige Lieferanten von Energie. Als zuverlässigste Lieferländer gelten nach der forsa-Umfrage bei Deutschen unverändert Norwegen (70%), gefolgt von Kanada (44%) und Russland (41%).

Wie rasant der Abwärtstrend bei den USA ist, zeigt der Vergleich mit gleichlautenden Umfragen von forsa der vergangenen Jahre. Während im September 2017 noch 50% der Deutschen die Amerikaner als verlässlichen Energiepartner ansahen, waren es im Mai 2018 nur noch 21% der Befragten. Jetzt hat sich der Wert noch einmal halbiert: auf 10%. Die Meinungsforscher sprechen im Zusammenhang mit dem Vertrauensverlust von einem „gewissen Trump-Effekt“. Nicht völlig überraschend ist für sie daher auch ein anderes Ergebnis der Umfrage: Über drei Viertel der Deutschen (77%) spricht sich für eine Fertigstellung von Nord Stream 2 auch gegen den Widerstand der USA aus. Diese Forderung hat eine deutliche Mehrheit bei den Anhängern aller im Bundestag vertretenen Parteien. Besonders groß ist die Zustimmung zum Projekt bei Anhängern der SPD (93%), der CDU/CSU (89%), der Linken (89%) und auch bei Anhängern der Grünen (86%). Nur vier Prozent der Deutschen lehnt den Weiterbau ab.

„Trotz bestehender politischer Konflikte wird die enge Partnerschaft, die wir mit Russland seit 50 Jahren zur Energiesicherung haben, von einer breiten Akzeptanz in der Bevölkerung getragen“, sagte Mario Mehren, Vorstandsvorsitzender von Wintershall Dea und Leiter des Arbeitskreises Russland des Ost-Ausschusses zu den Umfrageergebnissen.

Im Auftrag des Ost-Ausschuss – Osteuropavereins befragte die forsa Politik- und Sozialforschung AG 1.006 repräsentativ ausgewählte Frauen und Männer über 18 Jahren im Zeitraum vom 16. bis 19. März mithilfe computergestützter Telefoninterviews. Die Umfrageergebnisse können mit einer Fehlertoleranz von +/-3% auf die Gesamtbevölkerung übertragen werden.

Quelle: Wintershall

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