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Forschungskompetenzen zur nachhaltigen Wasserwirtschaft in Deutschland gebündelt

Klimaschutz und nachhaltige Wasserwirtschaft sind untrennbar verbunden, um gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Ausgereifte Technologien in diesem Bereich entstehen, wenn Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft optimal kooperieren können. Die Forschungsallianzen der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V. leisten als interdisziplinäre und branchenübergreifende Verbünde wichtige Beiträge zur Entwicklung von nachhaltigen Produkten und Verfahren innerhalb der deutschen Wirtschaft.

Die jüngste „AiF-Forschungs- und Transferallianz Wasser und Nachhaltigkeit“ (FWN) hat sich Ende Januar 2022 in Berlin gegründet. Ihr gehören bislang vier Forschungsvereinigungen der AiF an: die DECHEMA - Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e. V., der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfachs e. V. (DVGW), der Verein für das Forschungsinstitut für Edelmetall und Metallchemie e. V. (fem), das Institut für Energie- und Umwelttechnik e. V. (IUTA) sowie als Kooperationspartner das Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (IWT).

AiF-Forschungsallianzen fördern innovativen Mittelstand

„Bei der Verfolgung der Ziele zur nachhaltigen Entwicklung, die von den Vereinten Nationen gesetzt wurden, wird dem Thema ‚Wasserwirtschaft‘ mit allen Akteuren der kommunalen Wasserver- und entsorgung, der industriellen sowie landwirtschaftlichen Wassernutzung berechtigterweise eine herausragende Bedeutung beigemessen. Die AiF mit ihrem branchen- und technologieübergreifenden Netzwerk von Forschungsvereinigungen, Forschungseinrichtungen und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bearbeitet bereits seit vielen Jahren erfolgreich Fragestellungen im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Wasserwirtschaft“, erklärt Dr.-Ing. Thomas Kathöfer, Hauptgeschäftsführer der AiF. Die Themenbandbreite reiche von Automobilindustrie bis Zelluloseproduktion, denn alle Branchen kämen ohne Wasserwirtschaft nicht aus.

Gemeinsame Vertretung beschleunigt Wissenstransfer in die Praxis

„Die FWN hat sich zusammengeschlossen, um die Potenziale zum Themenspektrum ‚Wasser und Nachhaltigkeit‘ noch besser zu heben. Denn in Zeiten des Klimawandels benötigen wir neue Impulse sowohl im nachhaltigen Umgang mit Wasser als auch für die nachhaltige Ausrichtung der Prozesse der Wasserversorgung “, sagt Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser beim DVGW. Das AiF-Mitglied ist seit über 150 Jahren das Kompetenznetzwerk für alle Fragen rund um die Versorgung mit Gas und Wasser. „Mit der neuen Allianz unterstützen wir Initiativen des Bundes und der Länder, intensivieren den gesellschaftlichen, politischen und fachlichen Austausch zu nachhaltiger Wasserwirtschaft und tragen diese gebündelte Expertise in die Öffentlichkeit.“ Der DVGW hat bereits entsprechende Forschungsprojekte initiiert, in denen zum Beispiel Wasserdargebot und Nachfrage prognostiziert, potenzielle Nutzungskonflikte beleuchtet und Lösungen entwickelt sowie die Auswirkung erhöhter Temperaturen auf Wasserressourcen und deren Aufbereitung behandelt werden.

Ziel auch dieser neuen AiF-Forschungsallianz ist es, die Wirkung der eingesetzten öffentlichen Fördermittel – insbesondere im Rahmen der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) – weiter zu steigern. Somit kann der Mittelstand noch effizienter nachhaltige und praxisorientierte Beiträge zur Zukunftssicherung leisten. Die AiF begleitet und koordiniert die IGF im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Im Jahr 2021 stellte das BMWK für die IGF rund 200 Millionen Euro für herausragende Forschungsprojekte und die Netzwerkbildung zwischen mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereit.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Mio. Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Mrd. Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Über den DVGW

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) fördert das Gas- und Wasserfach mit den Schwerpunkten Sicherheit, Hygiene und Umweltschutz. Mit seinen über 13.600 Mitgliedern erarbeitet der DVGW die allgemein anerkannten Regeln der Technik für Gas und Wasser. Klimaneutrale Gase und insbesondere der Zukunftsenergieträger Wasserstoff sind in der Arbeit des DVGW von besonderer Bedeutung. Der DVGW ist die im Energiewirtschaftsgesetz benannte Institution für Wasserstoffinfrastrukturen. Der Verein initiiert und fördert Forschungsvorhaben und schult zum gesamten Themenspektrum des Gas- und Wasserfaches. Darüber hinaus unterhält er ein Prüf- und Zertifizierungswesen für Produkte, Personen sowie Unternehmen. Die technischen Regeln des DVGW bilden das Fundament für die technische Selbstverwaltung und Eigenverantwortung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Sie sind der Garant für eine sichere Gas- und Wasserversorgung auf international höchstem Standard. Der gemeinnützige Verein wurde 1859 in Frankfurt am Main gegründet. Der DVGW ist wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral. Mit neun Landesgruppen und 62 Bezirksgruppen agiert der DVGW auf lokaler sowie überregionaler Ebene und ist in der ganzen Bundesrepublik vertreten. Themen mit bundesweiter oder europäischer Dimension werden durch die Hauptgeschäftsstelle in Bonn mit Büros in Berlin und Brüssel abgedeckt.

Quelle: AiF e.V.

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