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Geschäftsjahr 2015: Dräger trotz Umsatzrekord mit rückläufigem Ergebnis

  • Umsatz legt währungsbereinigt um 2,9 Prozent zu
  • EBIT-Marge bei 2,6 Prozent
  • Einmalaufwendungen belasten Ergebnis
  • Effizienzprogramm intensiviert

Die Drägerwerk AG & Co. KGaA hat im Geschäftsjahr 2015 neue Rekordstände bei Auftragseingang und Umsatz erreicht.

Der Auftragseingang legte um 4,8 Prozent auf 2.532,2 Mio. Euro (2014: 2.415,5 Mio. Euro) zu. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,2 Prozent auf 2.608,9 Mio. Euro (2014: 2.434,7 Mio. Euro). Währungsbereinigt nahm der Auftragseingang um 0,8 Prozent und der Umsatz um 2,9 Prozent zu.

Vor allem in Europa und hier insbesondere in Deutschland legte der Umsatz zu. Auch in Südeuropa setzte sich der positive Trend des Vorjahres fort. In der Region Mittlerer Osten, Afrika und Sonstige verzeichnete Dräger währungsbereinigt einen soliden Umsatzzuwachs. In der Region Asien-Pazifik wie auch in der Region Amerika blieb die Entwicklung währungsbereinigt hingegen unter den Erwartungen.

„Das Geschäftsjahr 2015 war insgesamt enttäuschend. Wir mussten unsere Prognosen unterjährig zweimal anpassen, konnten aber, nach einem fulminanten Schlussspurt im vierten Quartal, erneut einen Rekordumsatz erzielen. Unsere Marge ist jedoch weiter zurückgegangen, denn in Summe sind unsere Kosten 2015 schneller gestiegen als unser Umsatz“, so Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG.  

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 62,7 Prozent zurück und belief sich auf 66,7 Mio. Euro (2014: 178,6 Mio. Euro). Die EBIT-Marge erreichte 2,6 Prozent (2014: 7,3 Prozent). Der Kurs des Euro hat sich insgesamt negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. Der US-Dollar war weiterhin stark, während insbesondere die Währungen von Schwellenländern abwerteten. Der Jahresüberschuss reduzierte sich um 68,2 Prozent auf 33,3 Mio. Euro (2014: 104,7 Mio. Euro). Der Dräger Value Added (DVA), für den Konzern die wichtigste Steuerungskennzahl, ist negativ mit einem Wert von -46,3 Mio. Euro (2014: 81,6 Mio. Euro).

Sehr starker Umsatz im vierten Quartal

Im vierten Quartal ging der Auftragseingang währungsbereinigt um 6,9 Prozent auf 637,2 Mio. Euro (2014: 672,1 Mio.) zurück. Den Umsatz steigerte Dräger währungsbereinigt um 4,4 Prozent auf 825,4 Mio. Euro (2014: 769,7 Mio. Euro) und erreichte damit einen neuen Rekordstand für das traditionell starke Schlussquartal. Das EBIT ging im vierten Quartal um 31,7 Prozent auf 66,5 Mio. Euro zurück (2014: 97,3 Mio. Euro) und enthält dabei unter anderem Einmalaufwendungen für das Effizienzprogramm ›Fit for Growth‹. Die EBIT-Marge belief sich im vierten Quartal auf 8,1 Prozent (2014: 12,6 Prozent).

Entwicklung einzelner Finanzzahlen

Im Geschäftsjahr 2015 stieg das Bruttoergebnis um 33,6 Mio. Euro auf 1.171,7 Mio. Euro und damit weniger stark als der Umsatz. Die Bruttomarge lag mit 44,9 Prozent um 1,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Verantwortlich für diesen Rückgang war eine schwächere Preisdurchsetzung. Weiterhin belasteten höhere Qualitätskosten das Ergebnis. Währungseinflüsse wirkten sich in Summe negativ auf die Entwicklung der Bruttomarge aus.

Die Funktionskosten stiegen im Geschäftsjahr um 13,5 Prozent. Einmalaufwendungen für das Effizienzprogramm ›Fit for Growth‹, die insbesondere im vierten Quartal anfielen, belasteten das Ergebnis mit knapp 35 Mio. Euro. Auch die veränderten Wechselkursrelationen ließen die Funktionskosten steigen. Bereinigt um diese Effekte erhöhten sich die Funktionskosten um 5,4 Prozent. Die Vertriebs- und Marketingkosten lagen, bereinigt um Währungseffekte, über denen des Vorjahres (+6,6 Prozent). Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) legten planmäßig zu und stiegen währungsbereinigt um 3,7 Prozent. Die Quote für F&E-Aufwendungen erreichte damit 8,9 Prozent des Umsatzes (2014: 8,7 Prozent). Die Verwaltungskosten stiegen bereinigt um Währungseffekte und die Einmalaufwendungen für das Effizienzprogramm um 4,5 Prozent.

Anpassung der Dividendenpolitik

Aufgrund der Ergebnisentwicklung und laufenden Restrukturierung passt Dräger die Dividendenpolitik an. Der Vorstand schlägt gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 27. April 2016 eine Dividende von 0,19 Euro je Vorzugsaktie (2014: 1,39 Euro) und 0,13 Euro je Stammaktie (2014: 1,33 Euro) vor. Die Ausschüttungsquote würde dadurch 10,9 Prozent (2014: 30,1 Prozent) des Konzernjahresüberschusses betragen, nach Abzug der Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteilsinhaber. Erst wenn sich die Ergebnisentwicklung wieder deutlich verbessert und stabilisiert hat, wird Dräger über die zukünftige Politik zur Verwendung des Ergebnisses entscheiden.

Weiterentwicklung der Organisation und Neuausrichtung der Regionen

Um zukünftig schneller auf Marktentwicklungen reagieren zu können, passt Dräger die Organisation an. Die Verantwortung für das operative Geschäft wird künftig bei den jeweiligen Länderorganisationen liegen, die im Rahmen der Unternehmensstrategie agieren. Geführt werden die zu sechs Regionen zusammengefaßten Ländergruppen jeweils durch ein Vorstandsmitglied, das diese regionale Rolle zusätzlich zu den funktionalen Aufgaben übernimmt. Die Unternehmenszentrale konzentriert sich in Zukunft auf die strategische Steuerung und das Setzen von Standards. Damit werden klare Verantwortlichkeiten und mehr Nähe zum Kunden geschaffen, und das unternehmerische Denken und Handeln wird gestärkt.

Effizienzprogramm intensiviert

Bereits im Jahr 2014 hat Dräger mit dem Effizienzprogramm ›Fit for Growth‹ umfangreiche Maßnahmen initiiert, mit denen die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität in den nächsten Jahren gesteigert werden soll. Wegen der unbefriedigenden Kosten- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2015 wurde entschieden, ›Fit for Growth‹ zu intensivieren und um Maßnahmen zur kurz- bis mittelfristigen Kostensenkung zu ergänzen.

Für den Stammsitz in Lübeck und die ausländischen Tochtergesellschaften wurden daher Kostensenkungsziele für 2016 und 2017 vorgegeben. Diese Ziele beinhalten neben der Reduzierung der Personalkosten im Wesentlichen eine Reduzierung der Sachkosten, wie beispielsweise Aufwendungen für externe Dienstleister. In Lübeck plant Dräger bis zum Ende des Geschäftsjahres 2016 insgesamt 200 Stellen abzubauen. Ziel ist es, die Reduzierung der Mitarbeiterzahl möglichst sozialverträglich und durch einvernehmliche Trennungen zu erreichen. Deshalb bietet Dräger am Standort Lübeck ein sogenanntes Freiwilligenprogramm an, das sich aus einem attraktiven Abfindungsangebot und der Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung zusammensetzt. Das Programm läuft vom 1. Februar bis Ende April 2016. Nach Abschluss des Programms wird Dräger das Ergebnis bewerten und über die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen beschließen.

„Wir kommen nicht umhin, gegen unseren Kostenanstieg und den negativen Ergebnistrend anzugehen, auch wenn dies einige schmerzhafte Anpassungen erfordert. Mit einer schlagkräftigen Organisation und einer niedrigeren Kostenbasis wird es uns gelingen, zukünftig nachhaltig positive Ergebnisse auch in einem schwierigeren Umfeld zu erzielen. Denn unsere Märkte sind intakt und bieten grundsätzlich positive Zukunftsaussichten“, so Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG.

Ausblick

Insgesamt geht Dräger gegenüber dem Vorjahr von einer schwächeren Wachstumsdynamik aus und plant im Geschäftjahr 2016 beim Umsatz währungsbereinigt zwischen 0 und 3 Prozent zu wachsen. Sofern sich die Wechselkurssituation zum Anfang des Geschäftsjahres nicht wesentlich verändert, wird für das Gesamtjahr mit negativen Währungseffekten gerechnet.

Das EBIT wird 2016 zudem durch weiteren Restrukturierungsaufwand in Höhe von rund 10 Mio. Euro für das Effizienzprogramm ›Fit for Growth‹ belastet. Bei der EBIT-Marge erwartet Dräger einen Wert zwischen 3,5 und 5,5 Prozent für das Gesamtjahr.

Quelle: Drägerwerk AG & Co. KGaA

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