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Implenia “back on track“ - gutes Ergebnis für Geschäftsjahr 2014

Gutes Ergebnis trotz schwierigem Start | Gruppe zeigt Schlagkraft und übertrifft zum Halbjahr definierte Vorgaben klar | Solide Mittelgenerierung und hohe Kapitalrendite | Dividende deutlich erhöht | Zuversichtlicher Ausblick für 2015

 


Implenia weist für das Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz knapp unter 3 Mrd. Franken aus. Unter den Geschäftsbereichen glänzte insbesondere das noch junge Wachstumsfeld Modernisation mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnissprung. Ebenfalls herauszuheben ist das solide Ergebnis des Schweizer Flächengeschäfts, das seine Funktion als Rückgrat von Implenia erneut überzeugend erfüllte. Der Bereich Development (Projektentwicklung) erreichte knapp das Rekordergebnis des vergangenen Jahres. Buildings konnte das Geschäft in der zweiten Jahreshälfte stabilisieren, während die norwegische Einheit ein Ergebnis unter Vorjahr verzeichnete. Der Geschäftsbereich Tunnelling & Civil Engineering hat erfolgreich operiert und schloss besser ab als erwartet.

Das operative Ergebnis der Berichtsperiode liegt somit insgesamt bei 108,5 Mio. Franken, nach 115,6 Mio. Franken im Vorjahr. Damit erreichte Implenia auf Gruppenstufe das zum Halbjahr gesetzte Ziel deutlich. Die Ergebniskorrekturen aus dem ersten Halbjahr, die aus der Neubewertung einzelner Projekte im Geschäftsbereich Buildings resultierten, hatten wie kommuniziert einmaligen Charakter. Die operative Marge knüpfte mit 3,7% an das Vorjahresniveau an (2013: 3,8%). Im zweiten Halbjahr 2014 konnte Implenia bei der operativen Marge sogar das zweitbeste Ergebnis seit jeher erzielen.

Einmalige Nachzahlungen aus abgeschlossenen Steuerprüfungen belasten das Konzernergebnis zusätzlich. Für das Geschäftsjahr 2014 beläuft es sich trotzdem auf ansprechende 73,0 Mio. Franken, nach 82,6 Mio. Franken im Vorjahr.

Mit 3002 Mio. Franken erreicht der Auftragsbestand auf Gruppenebene per Ende 2014 nicht ganz den Vorjahreswert (2013: 3190 Mio. Franken). Das Auftragsvolumen entspricht jedoch nach wie vor einem Jahresumsatz, was Implenia eine gute Visibilität sichert. Besonders erfreulich war der Auftragseingang in den Geschäftsbereichen Modernisation, Tunnelling & Civil Engineering sowie Bau Schweiz.

Solide Mittelgenerierung und hohe Kapitalrendite

Implenia hat auch 2014 in erheblichem Umfang Wert geschaffen: Die Rendite auf dem investierten Kapital erreichte hohe 48,3%. Dieser Wert liegt über dem ausgezeichneten Vorjahreswert von 46,0% und deutlich über den durchschnittlichen Kapitalkosten von 9,5%.

Das Eigenkapital der Implenia Gruppe lag zum Jahresende 2014 mit 629,8 Mio. Franken auf Vorjahresniveau (2013: 628,7 Mio. Franken). Mit einer Eigenkapitalquote von 26,7% verfügt Implenia im Branchenvergleich nach wie vor über eine solide Eigenkapitalbasis.

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung der Implenia AG vom 24. März 2015, eine ordentliche Dividende von 1.80 Franken je Aktie (Vorjahr 1.60 Franken) auszuschütten. Die positiven Aussichten erlauben es, die Dividende um 12,5% zu erhöhen.

Geschäftsbereich Modernisation & Development

Implenia Modernisation & Development kann auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurückblicken. Das Wachstumsfeld Modernisation weist ein EBIT von 5,2 Mio. Franken aus, gegenüber 3,7 Mio. Franken im Vorjahr (+41,9%). Der Umsatz wurde um 65,1% auf 219,9 Mio. Franken ausgebaut. Die Modernisierungseinheit konnte sich mit ihren umfassenden Leistungen von der Beratung über die Planung bis hin zur Realisierung erfolgreich im Markt positionieren. Der Auftragsbestand per 31.12.2014 liegt mit 190,4 Mio. Franken 10,4% über Vorjahr. Damit ist die Projektpipeline gut gefüllt – allein im Raum Zürich konnten Aufträge über insgesamt rund 65 Mio. Franken akquiriert werden. Für das laufende Jahr steht die Ausweitung des Geschäftsmodells auf neue Regionen im Fokus.

Der Bereich Development (Projektentwicklung) konnte mit einem EBIT von 35,0 Mio. Franken an das Spitzenergebnis des Vorjahrs anknüpfen (2013: 36,5 Mio. Franken). Das Projektportfolio ist geografisch breit aufgestellt. Das gute Ergebnis gründet zu einem grossen Teil auf der hohen Dynamik in den Grossregionen Zürich und „Arc Lémanique“. Die Investitionen in die Landbank wurden gegenüber dem Vorjahr erhöht. Entsprechend stieg der Wert der Landbank von 217 Mio. Franken im Vorjahr auf 230 Mio. Franken.

Geschäftsbereich Buildings

Der Bereich Buildings, der die Kompetenzen von Implenia in der Planung, der Generalunternehmung und der Ausführung für komplexe Hochbauten unter einem Dach vereint, erzielte für das Jahr 2014 einen Umsatz von 1529 Mio. Franken (-7,6%). Das EBIT betrug 10,4 Mio. Franken, gegenüber 18,3 Mio. Franken im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang ist auf die schwache Performance in der ersten Jahreshälfte zurückzuführen als in der wichtigen Region Westschweiz Belastungen auf verschiedenen Projekten zu verzeichnen waren. Diese Delle hat sich – wie zum Halbjahr angekündigt – als einmalig herausgestellt. In der zweiten Jahreshälfte konnte Buildings die EBIT-Marge sogar über die Vergleichsperiode des Vorjahres heben. Der Auftragsbestand blieb mit 1441 Mio. Franken hinter dem Vorjahreswert (1816 Mio. Franken) zurück. Dieser Rückgang ist auf die risikobewusste Akquisitionsstrategie und die disziplinierte Anwendung der Prozesse zurückzuführen.

Geschäftsbereich Tunnelling & Civil Engineering

Tunnelling & Civil Engineering weist im Geschäftsjahr 2014 ein EBIT von 15,7 Mio. Franken aus, nach 20,4 Mio. Franken im Vorjahr. Damit erzielte der Geschäftsbereich ein über den Erwartungen liegendes operatives Ergebnis. Insbesondere die laufenden Projekte in der Schweiz erzielten eine ausgezeichnete Performance. Der Umsatz lag mit 266,2 Mio. Franken um 8,8% tiefer als im Vorjahr. In Österreich erfolgte am 1. Juli 2014 der Start des Grossprojekts „Semmering-Basistunnel“, das über einen gesamten Zeitraum von zehn Jahren laufen wird. Der Geschäftsbereich konnte den Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr um rund 70% auf rund 700 Mio. Franken steigern. Darüber hinaus sicherte sich Implenia in Österreich einen weiteren Grossauftrag im Umfang von 140 Mio. Euro (Anteil Implenia 50%) für die Tunnelkette Granitztal. Dieser Auftrag wird im Geschäftsjahr 2015 als Auftragseingang erfasst und stellt einen wichtigen Erfolg beim Ausbau des Infrastrukturgeschäfts der Gruppe in Europa dar. Der Zuschlag unterstreicht ausserdem die Schlagkraft der internationalen Tunnelbaueinheit von Implenia, die durch die Ende Dezember bekannt gegebene Akquisition von Bilfinger Construction weiteren Schub erhalten wird.

Geschäftsbereich Bau Schweiz

Der Bereich Bau Schweiz, der den Strassen- und Tiefbau sowie den regionalen Hochbau umfasst, hat im Geschäftsjahr 2014 erneut gut gearbeitet. Der Umsatz lag bei 846,1 Mio. Franken, 3,0% weniger als im Vorjahr. Trotz des geringeren Volumens konnte das EBIT mit 28,5 Mio. Franken um 15,2% über das Niveau des Vorjahrs gesteigert werden. Als Konsequenz verbesserte der Geschäftsbereich die EBIT-Marge von 2,8% im Vorjahr auf 3,4%. Die Produktionsleistung lag mit 898,7 Mio. Franken um 3,3% unter dem Wert von 2013. Als Vorteil erwies sich die breite geografische Präsenz des Schweizer Flächengeschäfts: Die operativ sehr gute Leistung in der Westschweiz und der Grossregion Zürich hat den Geschäftsbereich insgesamt getragen und schwächere Regionen kompensiert. Auch die Kies- und Belagswerke verzeichneten einen sehr guten Geschäftsverlauf. Der Auftragsbestand beträgt 410,3 Mio. Franken und liegt damit um rund ein Viertel über dem Wert im Vorjahr.

Geschäftsbereich Norge

Für den Geschäftsbereich Norge stand das Jahr 2014 im Zeichen der Konsolidierung. Der Umsatz lag mit 317,4 Mio. Franken knapp gleich hoch wie im Vorjahr (2013: 320,8 Mio. Franken). Fremdwährungsbereinigt hätte der Umsatz mit 344,5 Mio. Franken deutlich zugelegt (+7,4%). Das EBIT lag mit 8,6 Mio. Franken um 16,4% unter dem Vorjahreswert, wobei die Abnahme zur Hälfte auf den Fremdwährungseffekt zurückzuführen ist. Fremdwährungsbereinigt betrüge das operative Ergebnis 9,3 Mio. Franken. Mit Blick auf die Verbesserung der Projektmarge konzentrierte sich Implenia Norge im Geschäftsjahr 2014 auf den Ausbau der betrieblichen Strukturen und personellen Ressourcen. Die Offerttätigkeit wurde hingegen bewusst gedrosselt. Als Konsequenz lag der Auftragsbestand zum Jahresende mit 260,6 Mio. Franken unter dem Vorjahreswert (2013: 456,0 Mio. Franken).

Ausblick 2015

Die Schweizer Bauwirtschaft dürfte sich 2015 auf dem hohen Niveau des Vorjahrs halten. Wachstumsträger bleiben der Wohnungsbau auf der einen und die Infrastrukturinvestitionen der öffentlichen Hand auf der anderen Seite. Allerdings wird die Marktentwicklung voraussichtlich volatiler werden. Grund dafür sind die Unsicherheiten hinsichtlich der Umsetzung der „Masseneinwanderungsinitiative“ sowie die Rezessionsängste als Folge der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank. Prognosen werden dadurch schwieriger. In Norwegen dürfte sich der Infrastrukturbau – getragen durch den umfangreichen Investitionsplan der öffentlichen Hand – weiterhin gut entwickeln.

Implenia hat im Berichtsjahr bedeutende strukturelle Fortschritte erzielt. Das One-Company-Modell wurde weiter entwickelt und die verschiedenen Bereiche der Gruppe enger miteinander verzahnt. Dass 2014 in die Optimierung der Prozesse investiert wurde, wird sich ab 2015 auszahlen. Mit der Übernahme von Bilfinger Construction ist Implenia heute zudem diversifizierter und internationaler unterwegs. Risiken sind breiter abgestützt, wodurch sich auch das Risikoprofil der Gruppe ausgewogener präsentiert. Aus diesen Gründen sieht Implenia dem Geschäftsjahr 2015 zuversichtlich entgegen. Die Gruppe bestätigt das 2013 definierte Mittelfristziel eines EBIT von 140 bis 150 Mio. Franken.

Quelle: Implenia

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