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Indium & Co.: Im Harz wird nach seltenen Metallen gebohrt

Wissenschaftler sind sich sicher: Bedeutende Mengen an Indium und weiteren seltenen Metallen lagern im Abraum des Goslarer Erzbergwerks. Jetzt haben die Probebohrungen nach diesen Schätzen begonnen, gefördert vom Bundesforschungsministerium.


Ersten Analysen zufolge befinden sich etwa 100 Tonnen Indium, 180 Tonnen Gallium, tausend Tonnen Kobalt und andere wertvolle Metalle im Wert von mehreren Millionen Euro in den Produktionsrückständen des einstigen Bergbaus bei Goslar. Das sind Ressourcen, die unter anderem für die Herstellung von Smartphones, Flachbildschirmen oder in der Photovoltaik gebraucht werden.

Mit den jetzt begonnenen Probebohrungen beginnt die Erforschung im Detail. Mehrere Wochen lang werden Proben aus den rund sieben Millionen Tonnen Abraum entnommen und auf ihren konkreten Metallgehalt untersucht. Anschließend soll erforscht werden, wie die Schätze aus der Erde zu bergen sind.

Das Bundesforschungsministerium fördert dieses Vorhaben im Förderschwerpunkt "r4- Innovative Technologien für Ressourceneffizienz - Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe" mit rund zwei Millionen Euro. Es wird vom Forschungsverbund "Rewita" unter Federführung des Clausthaler Umwelttechnik-Instituts (CUTEC) durchgeführt. Gemeinsam mit der Technischen Universität Clausthal und sechs regionalen Unternehmen werden in den nächsten drei Jahren alle notwendigen Untersuchungen vorgenommen. Dieser Verbund aus Forschung und Praxis sichert nicht nur das wissenschaftliche Know-how zur Bergung der seltenen Metalle, sondern auch ihre direkte Wiederverwertung. Die beteiligten Unternehmen wollen die geborgenen Schätze direkt abnehmen.

Mit dem Vorhaben schließt sich ein Kreis in der Bergbautradition des Harzes. Die Bergbau-Rückstände des 1988 stillgelegten Erzbergwerks in Rammelsberg sind jahrzehntelang in die Halden und Bergeteiche geleitet worden, obwohl darin noch Metalle und andere Wertstoffe enthalten waren. Jetzt bergen die Forscher diese seltene Schätze.

Quelle: BMBF

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