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K+S Gruppe: Umsatz und Ergebnis erwartungsgemäß deutlich schwächer

  • Umsatz: 9M: 2,5 Mrd. € (Vj.: 3,2 Mrd. €)/Q3: 688 Mio. € (Vj.: 891 Mio. €)
  • EBIT I: 9M: 202 Mio. € (Vj.: 628 Mio. €)/Q3: -31 Mio. € (Vj.: 132 Mio. €)
  • Niedrigeres Preisniveau insbesondere im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte
  • Produktionseinschränkungen wegen begrenzter Versenk- genehmigung am Werk Werra
  • Ausblick: EBIT I zwischen 200 und 260 Mio. € im Jahr 2016
  • Legacy: Ersatz des beschädigten Prozessbehälters hat begonnen; erste Tonne im zweiten Quartal 2017

„Wie erwartet, haben die niedrigeren Preise im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sowie die andauernden Produktionseinschränkungen am Werk Werra Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal stark belastet“, sagt der K+S Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner. „Mittlerweile haben sich die Kaliumchloridpreise stabilisiert. Die Produktion am Werk Werra gestaltet sich aufgrund der begrenzten Versenkgenehmigung jedoch weiterhin sehr herausfordernd.“

Umsatz und operatives Ergebnis

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sank der Umsatz der K+S Gruppe um 22 % auf 2,5 Mrd. € (Vj.: 3,2 Mrd. €). Neben einem niedrigeren Preisniveau im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wirkten sich vor allem die Produktionseinschränkungen am Werk Werra aus. Der milde Winter 2015/16 führte zudem zu einer verhaltenen Voreinlagerung von Auftausalz. Positiv verlief dagegen das Geschäft mit Salzen für Verbraucher, die Lebensmittelindustrie sowie für Gewerbe- und Industrieanwendungen. Im dritten Quartal 2016 betrug der Umsatz der K+S Gruppe 688 Mio. € (Q3/15: 891 Mio. €).

Auf Ebene des Ergebnisses konnten die Preis- und Mengeneffekte nicht vollständig durch Kosteneinsparungen aufgefangen werden. Das operative Ergebnis EBIT I sank daher in den ersten neun Monaten 2016 um 68 % auf 202 Mio. € (9M/15: 628 Mio. €) und lag im dritten Quartal bei -31 Mio. € (Q3/15: 132 Mio. €).

Produktionseinschränkungen am Werk Werra

Aufgrund des erwartet niedrigen Wasserdurchflusses der Werra in den Sommermonaten und der für 2016 zur Verfügung stehenden begrenzten Versenkmenge für Produktionsabwässer kam es im dritten Quartal erneut zu deutlichen Produktionseinschränkungen am Werk Werra. Die dadurch entstandene Minderproduktion kann bis Jahresende nicht mehr aufgeholt werden.

Am 18. August wurde die Genehmigung erteilt, bis zu 200.000 m3 Produktionsabwässer im Grubenfeld Springen (Thüringen) zwischenzulagern. Dadurch ist am Standort Unterbreizbach bis auf Weiteres keine Einschränkung der Produktion zu erwarten.

Darüber hinaus hat die niedersächsische Bergbehörde gestern die Nutzung von Haldenwässern u.a. aus dem Werk Werra zur Flutung des stillgelegten Bergwerks Bergmannssegen-Hugo (Sehnde, Region Hannover) genehmigt. Nach Sehnde können vom Werk Werra pro Tag 1.500 bis max. 4.000 m3 Salzwässer transportiert werden.

K+S arbeitet weiterhin intensiv daran, zusätzliche Maßnahmen zur Abwasserentsorgung zu realisieren. Die sich abzeichnenden Lösungen sind vielversprechend, bedürfen zur Umsetzung aus heutiger Sicht aber noch einiger Zeit. Es sind technische Prüfungen vorzunehmen, infrastrukturelle Anpassungen umzusetzen sowie Genehmigungen notwendig.

Die von der Aufsichtsbehörde übergangsweise genehmigte Versenkmenge von 725.000 m3 für das laufende Jahr wurde bis Ende Oktober aufgebraucht. Ohne weitere Versenkmöglichkeiten bzw. deutlich ansteigende Pegel in der Werra ist kurzfristig keine volle Produktion im hessisch-thüringischen Kalirevier möglich.

K+S geht nach wie vor davon aus, dass der im April 2015 beim Regierungspräsidium Kassel eingereichte Antrag auf Fortsetzung der Versenkung bis Ende 2021 in vollem Umfang genehmigungsfähig ist.

Legacy Projekt: Inbetriebnahme gestartet

Ende August 2016 wurde die Inbetriebnahme der Anlagen des Legacy Projekts offiziell gestartet. Die Arbeiten zur Beseitigung des Schadens an einem Prozessbehälter schreiten planmäßig voran. Die Produktion der ersten Tonne Kali dürfte – auf Basis der bisherigen Erkenntnisse – unverändert im zweiten Quartal 2017 erfolgen. K+S geht weiterhin davon aus, die angestrebte Produktionskapazität von zwei Millionen Tonnen Ende 2017 erreichen zu können.

Aufgrund des Schadens ist davon auszugehen, dass das Budget von 4,1 Mrd. kanadischen Dollar moderat überschritten wird. Vor dem Hintergrund einer vorteilhaften Währungsentwicklung (insbesondere hinsichtlich des kanadischen Dollars gegenüber dem Euro) dürfte das in 2013 geplante Euro-Budget in Höhe von rund 3,1 Mrd. € jedoch weiterhin Bestand haben.

Umsetzung der Management-Agenda

K+S setzt ihre Management-Agenda weiter konsequent um. Mit dem im Juli bekannt gegebenen Erwerb von Düngemittelaktivitäten in China (Magpower) wird das Spezialitätengeschäft weiter ausgebaut und der Zugang zu den Wachstumsmärkten in Asien verbessert. Das Programm „Fit für die Zukunft“ hat im Berichtsquartal die erwarteten Beiträge geliefert und auch die „Salz 2020“-Wachstumsstrategie ist weiter auf einem guten Weg.

Ausblick 2016: Prognosespannen präzisiert

Die Entsorgung der Produktions- und Haldenwässer ist weiter eng an der Wasserführung der Werra auszurichten. Wie viel zu welchem Zeitpunkt in den Fluss eingeleitet werden kann, wird durch die behördlich festgelegten Grenzwerte bestimmt; bei niedriger Wasserführung kann somit weniger eingeleitet werden. Trotz eines effizienten Abwassermanagements im Werk Werra unter Nutzung vorhandener Speicherbecken können weitere Produktionseinschränkungen für den Rest des Jahres nicht ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund ist nunmehr ein EBITDA in einer Spanne von 500 bis 560 Mio. € (bislang 500 bis 600 Mio. €) und ein EBIT I zwischen 200 und 260 Mio. € (bislang 200 bis 300 Mio. €) für das Gesamtjahr 2016 zu erwarten.

Mittelfrist-Prognose für 2020 bleibt bestehen

Trotz der zahlreichen Herausforderungen bleibt K+S optimistisch, ein Konzern-EBITDA von rund 1,6 Mrd. € im Jahr 2020 (2015: 1,1 Mrd. €) erreichen zu können. Die „Salz 2020“-Strategie befindet sich bereits auf einem sehr guten Weg, das EBITDA-Ziel von mehr als 400 Mio. € unter der Annahme eines Normalwinters zu erreichen. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte stimmt insbesondere das Legacy Projekt positiv. Die derzeitige Abschwächung im Kalimarkt wird als nicht nachhaltig angesehen, da die mittel- bis langfristigen Wachstumstrends nach wie vor intakt sind. Darüber hinaus erarbeitet das Unternehmen eine Vielzahl strategischer Initiativen, die zur Erreichung des Ziels beitragen sollen.

Quelle: K+S AG

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