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Lawinenschutz in Österreich durch steile, mit Geogittern Tencate Miragrid verstärkte Dämme

Lawinenschutz im Axamer Lizum in Tirol in Österreich (Foto: Tencate Geosynthetics) Lawinenschutz im Axamer Lizum in Tirol in Österreich (Foto: Tencate Geosynthetics)

Mit technisch maßgeschneiderten Lösungen trägt TenCate Geosynthetics dazu bei, Siedlungsgebiete und Infrastruktur im alpinen Raum vor der Zerstörung durch Lawinen zu schützen. Die Lawinenschutzdämme von TenCate Geosynthetics sind im Hochgebirge anwendbar und ressourcenschonend zu erbauen. In der österreichischen Schiregion Axamer Lizum schützen zwei Dämme seit 2018 vor Flutwellen durch Lawinen.

Allein in Österreich gibt es rund 8.000 Lawineneinzugsgebiete, in denen pro Jahr unzählige Lawinen abgehen. Im Zuge des Klimawandels wird auch für die kommenden Jahre eine laufende Zunahme dieser Naturereignisse erwartet.

Die Gefahr von Lawinenabgängen in bewohnte Täler ist in alpinen Regionen allgegenwärtig. Lawinen können bereits ab einem Gefälle von 15 % entstehen und Siedlungsgebiete sowie Infrastruktur zerstören.  

Gängige Gegenmaßnahmen sind Zutrittssperren für Gefahrenzonen, gezielte Bepflanzung des betroffenen Geländes, kostenintensive Schneebrücken am Berg oder lokale Schutzbauwerke, wie zum Beispiel Lawinenüberdachungen von Straßen.

Effektiver Lawinenschutz: Hoher Nutzen, große Flexibilität

TenCate Geosynthetics bietet mit dem Produkt TenCate Miragri® GX Geogrid, integriert in dem System Polyslope S, eine effektive und individuelle Lösung, die auch in schwer zugänglichen steilen Bergregionen anwendbar ist, sodass die Lawinen nicht bis in die Täler gelangen. Dabei werden geosynthetisch verstärkte, übersteile Erddämme gebaut. Die integrierten Geogitter dienen zur Bewehrung der Erde und bilden durch ihre hohe Zugfestigkeit einen wirksamen Schutz vor Lawinen.

„Das Geogitter-bewehrte System Polyslope S hat herausragende Eigenschaften bei der Formgebung von übersteilen Schutzdämmen und die Besonderheit, lokale Beanspruchungen durch Spannungsverteilung über den gesamten Dammquerschnitt abzutragen. Dadurch kann die hohe Funktionalität über Jahrzehnte für den Schutz von Menschen gewährleistet werden,“ erläuterte Jürgen Gruber, Marketing & Sales Director EMEA.

Für die Schutzdämme mit einer Höhe von weit über 20 m und individueller Länge wird das vorhandene Erdreich direkt am Berg genutzt. Dadurch ist diese Form des Lawinenschutzes ressourcenschonend, nahezu überall anwendbar und verursacht weniger CO2-Emissionen als gängige Konstruktionen, für die beispielsweise per Hubschrauber Material angeliefert wird.

Die sichtbare Außenschicht der Dämme kann flexibel gestaltet werden, sodass sie optisch mit der natürlichen Umgebung harmonieren. Die Haltbarkeit der Konstruktionen beträgt bis zu 120 Jahre.

Case Study: Lawinenschutz im Axamer Lizum

In der hochalpinen Schiregion Axamer Lizum in Tirol (Österreich) wurden im Jahr 2018 zwei Lawinendämme errichtet, um einen Speicherteich inmitten eines Felsmassivs abzusichern.

Ein Lawinenabgang in den Teich könnte eine Tsunami-artige Flutwelle auslösen und so Skifahrer gefährden. Um ein derartiges Szenario zu verhindern, wurde am Teichufer ein Damm mit einer Länge von 170 m und einer Höhe von 16 m an der Bergseite errichtet. Ein zweiter, seitlich versetzter Lawinendamm dient dazu, Schneemassen umzuleiten und auslaufen zu lassen. Nach dem Aufprall einer Lawine wird der Schnee durch entsprechende Zugangsschneisen entfernt, sodass der Schutzdamm innerhalb kurzer Zeit wieder wirksam ist. Das Projekt startete Ende August 2018 und konnte bereits Anfang November 2020 abgeschlossen werden.

Quelle: Tencate Geosynthetics

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