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Mikropfahl Titan im Einsatz gegen Terrorismus Featured

Vorbereitung des Crashtests auf dem DEKRA-Gelände. (Foto: Friedr. Ischebeck GmbH) Vorbereitung des Crashtests auf dem DEKRA-Gelände. (Foto: Friedr. Ischebeck GmbH)

Pollermax und Ischebeck Geotechnik bestehen Crashtest


Wie die jüngere Vergangenheit zeigt, gewinnt der Schutz vor Terroranschlägen an öffentlich zugänglichen Plätzen immer mehr an Bedeutung. Das im münsterländischen Heek ansässige Unternehmen Pollermax hat die Zeichen der Zeit erkannt und ein neues Pollersystem entwickelt, dessen Standfestigkeit in Kombination mit Mikropfählen Titan getestet wurde.

Schneller Einbau spart Zeit und Geld

Die beiden Pollermax Geschäftsführer Andreas Rosery und Jürgen Weitkamp haben sich 2017 mit der Idee eines neuen versenkbaren Pollersystems selbständig gemacht, das deutlich schneller einbaubar ist als bisher auf dem Markt befindliche Systeme. Möglich ist dies, da die Poller direkt mit einem maßgeschneiderten Betonfundament angeliefert werden, wodurch das langwierige Gießen und Trocknen der Fundamente vor Ort entfällt. In weniger als sechs Stunden ist alles erledigt, inklusive Aushub und abschließender Erdverdichtungsarbeiten. Im Angebot sind Poller unterschiedlicher Größen, wobei das Modell PM-320 nach IWA 14-1 (technische Regeln für Fahrzeugrückhaltesysteme) zertifiziert ist und somit die höchsten Sicherheitsanforderungen zum Schutz öffentlicher Räume erfüllt. Dieser Poller muss einem Anprall von 7,2 t bei 80 km/h standhalten.

Gründung mit Mikropfählen Titan erhöht Standfestigkeit

Auf der Suche nach Möglichkeiten zur Erhöhung der Standfestigkeit des Pollerblocks stießen die beiden Ingenieure über Internet-Recherche auf das Ischebeck-System Mikropfahl Titan. „Wir waren sofort überzeugt davon, dass dies die Lösung für die maximale Widerstandskraft ist“, so Rosery und Weitkamp.

Hauptbestandteil des Systems ist das Stahltragglied Titan mit seiner 3-in-1-Funktion. Das gerippte Stahlrohr aus Feinkornbaustahl dient zugleich als verlorene Bohrstange, Injektionsrohr und Bewehrungsstab. Nach drehschlagendem Einbohren mit  Zementsuspension und anschließendem Verpressen unter gleichzeitiger Rotation bildet sich ein fest mit dem anstehenden Boden verzahnter Verpresskörper aus, der das innenliegende Stahlrohr sicher vor Korrosion schützt. Und dies auch dauerhaft, wie die Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik bestätigt. Das Einbringungsverfahren für dieses System ist im Übrigen immer gleich, unabhängig von Bodenbeschaffenheit und Anwendungsfall. Die Mikropfähle Titan können sowohl Druck-, Zug- als auch Wechsellasten abtragen und verfügen je nach Innen- und Außendurchmesser des Stahltragglieds über eine charakteristische Tragfähigkeit von bis zu 2.500 kN.

Poller mit Mikropfählen Titan hält LKW-Anprall stand

Im Crashtest ist der Mikropfahl als Zugpfahl gefragt, der beim Anprall des 7,2 Tonnen schweren Versuchs-LKWs Lasten von 2.000 kN aufnehmen und in den Boden abtragen muss. Wegen des kiesigen, locker sandigen und damit wenig tragfähigen Bodens auf dem Dekragelände in Eggebek in Schleswig-Holstein fiel die Wahl auf Titan 52/26 Mikropfähle, von denen jeweils zwei 19,5 m lange Pfähle je Poller eingebohrt wurden.

Dass die Kombination aus Mikropfahl Titan und Pollermax auch unter diesen schwierigen Bodenbedingungen ein starkes Team ist, hat der anschließende Crashtest eindrucksvoll belegt. Der mit 80 km/h anprallende LKW hat sich völlig zerlegt, der Poller steht unversehrt inmitten der Trümmer. Auch die Mikropfähle haben den Anprall schadlos überstanden, wie sich während des Rückbaus der Versuchsanordnung zeigt.

Die Reifeprüfung wurde also bestanden, sodass dem Einsatz des Pollers mit den Ischebeck Mikropfählen nichts mehr im Wege steht. Laut PollerMax laufen momentan vielversprechende Gespräche mit großen Städten und Kommunen.

Quelle: Friedr. Ischebeck GmbH

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