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Neuer Karawankentunnel hat Staatsgrenze zu Slowenien erreicht Featured

Vor ziemlich genau drei Jahren starteten die Asfinag und der Auftragnehmer Swietelsky mit der Errichtung der zweiten Röhre des insgesamt 7,9 km langen Karawankentunnels. Am 23. September 2021 wurde ein Meilenstein erreicht, der auch eine zusätzliche Besonderheit aufweist. Der österreichische Teil des Vortriebs bei diesem grenzüberschreitenden Tunnelprojekt mit Slowenien ist abgeschlossen, indem die Staatsgrenze zu Slowenien nach exakt 4.402 m erreicht wurde.

 

Beim Abschluss dieser ersten großen Etappe waren auch Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrat Martin Gruber, DARS-Vorstandsmitglied Peter Gašperšič, das Asfinag Management mit Vorstand Hartwig Hufnagl und der BMG-Geschäftsführung Andreas Fromm und Alexander Walcher sowie Swietelsky-Geschäftsführer Wolfgang Pacher und Tunnelpatin Ulrike Wehr dabei.

Die Arbeiten ruhen aber klarerweise nicht. Bereits seit einem Jahr wird parallel die Tunnelinnenschale betoniert. Die Zeit bis zum Tunneldurchschlag – in Slowenien sorgten Einsprüche gegen die Vergabe an ein türkisches Bauunternehmen für eine Verzögerung von mehr als eineinhalb Jahren – nutzt die Asfinag, um den Tunnel auf österreichischer Seite bereits für die Ausstattung mit Sicherheitstechnik vorzubereiten. Zusätzlich zu den Innenschalen-Arbeiten bis Ende 2022 werden die Entwässerungen sowie anschließend die Fahrbahn fertiggestellt. Der Tunneldurchschlag soll im Herbst 2023 erfolgen, die Verkehrsfreigabe der Neubauröhre ist voraussichtlich Ende 2025.

Dreischichtbetrieb seit Herbst 2018

Am 10. Oktober 2018 begann der Vortrieb für die zweite Tunnelröhre nach der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode (NÖT), gearbeitet wurde dabei im Dreischichtbetrieb, also 24 Stunden pro Tag und sieben Tage die Woche. Die Arbeiten waren weniger schwierig als ursprünglich angenommen, auch die Störungszonen des Gebirgsbereichs erwiesen sich als problemloser. Das gilt auch bisher für den slowenischen Teil, bei dem der Vortrieb derzeit mit etwa fünf Metern pro Tag deutlich schneller erfolgen kann als geplant. Auf österreichischer Seite sind etwa 100 Personen rund um den Tunnelbau beschäftigt, der Großteil davon kommt aus Kärnten.

Parallel zum Vortrieb wurden auch die Verbindungen zur Bestandsröhre (Querschläge) errichtet, die als Fluchtwege eine wesentliche Sicherheitsfunktion haben. Elf dieser Querschläge, die alle 330 m vorhanden sind, konnten auch bereits in Betrieb genommen werden. Durch Optimierungen des Bauablaufes konnte die Asfinag auch schon mit der Errichtung der Innenschale des Tunnels beginnen. Diese ist mittlerweile auf einer Länge von fast 2,5 km fertiggestellt, etwa Ende 2022 werden auch diese Arbeiten abgeschlossen sein.

Seit 2015 laufen Vorbereitungen auf Hochdruck

Bereits 2015 begann die Asfinag mit den Vorbereitungsarbeiten beim Nordportal. So wurde bis Herbst 2017 die Zulaufstrecke zum Tunnelportal inklusive einer 350 Meter langen Brücke errichtet. Die Ausschreibung für die Tunnelarbeiten erfolgte gemeinsam mit der slowenischen DARS Ende 2017. Nach einer umfangreichen Angebotsprüfung konnte die Asfinag schließlich im August 2018 den Auftrag an die österreichische ARGE Swietelsky GmbH & Co KG und Swietelsky Baugesellschaft m.b.H. vergeben.

4,4 Kilometer Sprengvortrieb durch den Berg

Im Oktober 2018 begann die ARGE Swietelsky Tunnelbau und Bau GmbH mit dem Bau der Neubauröhre. Bis September 2021 wurden die österreichischen 4,4 km nach der Österreichischen Tunnelbauweise (also mittels Sprengung und Bagger) aus dem Berg herausgebrochen. 1,5 Mio. Tonnen Gestein fielen dabei an. Die zusätzlichen Fluchtwege (Querstollen) alle 330 m wurden parallel zum Tunnelvortrieb bereits ebenfalls errichtet. Von slowenischer Seite wird mit dem Tunneldurchschlag im Herbst 2023 gerechnet.

Der Zeitplan bis zur Verkehrsfreigabe

Bereits seit einem Jahr und noch bis Ende 2023 läuft zusätzlich zur Errichtung der Tunnelinnenschale der weitere Innenausbau und die Errichtung der Fahrbahn. Die Freigabe der Neubauröhre für den Verkehr war für Februar 2024 vorgesehen, die Verzögerung bei der Vergabe des Auftrages in Slowenien macht nun eine Verkehrsfreigabe voraussichtlich Ende 2025 möglich. Unmittelbar danach beginnen die Sanierungsarbeiten an der Bestandsröhre. Die Asfinag hat in dieser seit 2006 bereits zahlreiche Verbesserungen umgesetzt, sodass der Sanierungsaufwand geringer ist. Auf slowenischer Seite muss jedoch tiefgreifender und damit zeitaufwändiger erneuert werden. Die Gesamtverkehrsfreigabe ist nach heutigem Stand Ende 2027/Anfang 2028 geplant.

Wesentliche Daten und Fakten:

  • Durch den Vollausbau wird die Kapazität des Karawankentunnels deutlich erhöht. Für die Lenkerinnen und Lenker bedeutet das künftig keine Staus und keine längeren Wartezeiten mehr bei der Ein- und Ausreise.
  • Zwei moderne Tunnelröhren garantieren auch die höchstmögliche Sicherheit für alle – die Sicherheitsausrüstung des Karawankentunnels wird auf dem technisch höchsten Niveau sein.
  • Die neue Tunnelröhre hat eine exakte Länge von 7.948 m
    • davon entfallen auf österreichisches Gebiet 4.402 m
    • alle 330 m errichten Asfinag und DARS Fluchtwege, also Querverbindungen zur bestehenden Tunnelröhre
    • der Tunnelausbruch nur in Österreich beträgt 1,5 Mio. Tonnen
  • Der Vortrieb erfolgte mittels Bagger und Sprengungen nach der Neuen Österreichischen Tunnelbauweise – auf österreichischer Seite ist dieser abgeschlossen, auf slowenischer Seite wird das voraussichtlich im Herbst 2023 sein
  • Bis Ende 2025 laufen der Innenausbau und die Ausstattung mit Sicherheitstechnik
  • Im Anschluss wird die dann bereits 34 Jahre alte Bestandsröhre saniert, die Gesamtverkehrsfreigabe ist für Ende 2027/Anfang 2028 vorgesehen.
  • Die Asfinag investiert in diesen Vollausbau inklusive aller Vorarbeiten in Summe 211 Millionen Euro, der reine Tunnelneubau bedeutet für Asfinag und DARS eine Gesamtinvestition von 320 Millionen Euro
  • Das Projekt Karawankentunnel wurde von der Europäischen Union im Zuge des Programmes Connecting Europe Facility (CEF) in der Planungsphase mit 3,35 Millionen Euro gefördert. Für die Bauphase gibt es einen unterzeichneten Förderungsvertrag mit einer maximalen Förderhöhe von 9,4 Millionen Euro.

Sicherheits-Premiumausstattung für Karawankentunnel

Der ab 2027/2028 neue Tunnel wird in Sachen Ausstattung, insbesondere hinsichtlich Sicherheitsausrüstung, auf dem technischen Letztstand sein. Zusätzlich zu modernster Lüftung, Beleuchtung, Verkehrssensorik und Videoanlage wird der Tunnel mit einer Sicherheits-Premiumausstattung ausgerüstet, die im Fall einer Störung (etwa durch einen Unfall in einer Tunnelröhre) ein Umschalten auf temporären Gegenverkehr innerhalb weniger Minuten ermöglicht. Im Vorportalbereich werden Mittelstreifenüberfahrt-Leitsysteme (MÜLS) installiert. Dabei handelt es sich automatisch verschwenkbare Betonleitwände, durch die der Verkehr auf die „Gegenseite“ geleitet werden kann. Jede Tunnelröhre muss daher auf diesen möglichen Gegenverkehr hin ausgestattet sein – von der Lüftung bis zu Verkehrszeichen.

Architektonische Gestaltung für das Tunnelportal

Der Asfinag ist die architektonische Gestaltung von Bauwerken wie Lärmschutzwänden oder Tunnelportalen aus mehreren Gründen wichtig. Einerseits, weil dadurch der Verkehrsteilnehmer bei der Orientierung unterstützt werden soll (mehr Verkehrssicherheit), andererseits aber auch weil die landschaftlichen und architektonischen Merkmale der Umgebung hervorgehoben und das Bauwerk besser in das Umfeld eingebettet werden.

Nach Fertigstellung des Neubaus und nach Sanierung der bestehenden Röhre werden daher auch die Ein- und Ausfahrtsportale des Karawankentunnels architektonisch gestaltet. Den Wettbewerb, den die Asfinag österreichweit auslobte, gewann das Architekturbüro Hertl aus Steyr in Oberösterreich. Zehn Architekturbüros aus nahezu allen Bundesländern haben an diesem Wettbewerb teilgenommen. Für die Expertenjury – zusammengesetzt aus Architekten, Vertretern der Architektenkammern Kärnten und Steiermark sowie Mitgliedern der Asfinag – lag der Entwurf des Büros Hertl schlussendlich auf Platz 1. Das Projekt sieht eine leicht vorgehängte Metallfassade aus Aluminium vor, die von weitem gesehen weich und durchscheinend wirken wird.

Tunnel wurde im 3D-Modell geplant

Bei diesem Neubau setzt die Asfinag auch auf Digitalisierung. Beim BIM, dem Building Information Modeling, sind alle relevanten Bauwerksdaten in einem 3D-Modell digital erfasst. Damit ist jederzeit sofort nachvollziehbar, wer zum Beispiel Leuchten verbaut hat oder wo Kabel gezogen wurden und auch wie der Beton beschaffen ist. Bei Planung und Bau bringt BIM somit höchste Transparenz und für alle Wartungsarbeiten oder auch die Sanierung nach einigen Jahren enorme Vorteile bei der Bestandserhaltung.

Seit 1991 Österreichs „Tor zum Süden"

Die Fertigstellung des Karawankentunnels wurde am 1. Juni 1991 als „neue Ära der wirtschafts- und verkehrspolitischen Entwicklung" und als Ausdruck des Wunsches von Österreich und dem damaligen Jugoslawien „nach einer gemeinsamen Zukunft Europas" gefeiert. Staatsoberhäupter, Regierungschefs und zahlreiche Spitzenvertreter aus der Wirtschaft waren an diesem Tag zur Mautstelle Rosenbach gekommen, um bei der historischen Eröffnung dabei zu sein. Der acht Kilometer lange Tunnel war in einer länderübergreifenden Kooperation von Österreich und Jugoslawien gebaut worden. Rund 240 Millionen Euro wurden in Summe damals für 4,4  km Tunnel und die 16,8 km lange Karawanken Autobahn investiert. Der Tunnel ist seither eine sichere und deutlich schnellere Alternative zu Wurzen- und Loiblpass, die insbesondere in den Wintermonaten oft schwer zu überwinden waren.

Quelle: Asfinag

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