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„Rheinstein-Ton“ – Baukeramik vom Feinsten

Mit dem neuen Namen „Rheinstein-Ton“ will die Hartsteinwerke Sooneck GmbH ihre jahrhundertealte Tradition am Rhein und zugleich ihren hohen heutigen Qualitätsanspruch herausstellen. Das bislang in der Branche als „Filterkuchen“ bekannte Ton-Schluff-Feinsand-Gemisch aus dem Gestein des Rheinischen Schiefergebirges entsteht im Steinbruch Sooneck (bei Rhein-Kilometer 537) in unmittelbarer Nähe der Burg Rheinstein (bei Rhein-Kilometer 533,1).

Aus „Filterkuchen“ wird „Rheinstein-Ton“

Die Geschichte des Steinbruchs Sooneck reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Ungefähr 100 Jahre später, im Jahre 1829, erhielt die Burg Rheinstein ihren Namen, weil sie – genau wie der Steinbruch – in einer imposanten Felslage oberhalb des Rheintals thront. „Rheinstein-Ton drückt diese Geschichte besser aus als jeder andere Name“, sagt Dr. Willem Douw, Betriebsleiter der Hartsteinwerke Sooneck GmbH. Er fügt hinzu: „Mit dem Begriff Ton wollen wir auf die hohe Qualität unseres bisher als Filterkuchen bekannten Gemisches hinweisen. Denn wir legen beim Rheinstein-Ton wie bei allen unseren Produkten höchsten Wert auf Qualität.“

Bergbau-Ingenieur: Rheinstein-Ton hat bessere Druckfestigkeit

In der Baustoffindustrie gehört Ton zu den wichtigsten Rohstoffen. Der Rheinstein-Ton eignet sich zum Beispiel für Dach- und Mauerwerkziegel sowie für Fassaden- und Pflasterklinker. Dabei räumt Bergbau-Ingenieur Dr. Willem Douw mit einer Fehleinschätzung auf und erklärt fachlich: „Es ist falsch zu meinen, dass Ton gleich Ton ist. Ganz im Gegenteil! Die Massen, aus denen Baukeramiken gebrannt werden, werden in einem hochspezialisierten Auswahlverfahren zusammengesetzt. Der Rheinstein-Ton mischt sich wegen seines Kornaufbaus und des Wassergehalts sehr gut mit den weiteren Erden, mit denen die Massen im Mischbett für Verarbeitung vorbereitet werden. Im Brennprozess spielt der Rheinstein-Ton seinen größten Vorteil aus. Bereits bei niedrigen Brenntemperaturen setzt beim Rheinstein-Ton die Sinterung ein. Dies verleiht den Brennprodukten eine bessere Druckfestigkeit.“

Gute fachliche Gründe für den neuen Namen

Die Umbenennung in Rheinstein-Ton war aus fachlicher Sicht geboten, weil Ton den Charakter des Produktes besser beschreibt als Filterkuchen. Filterkuchen bezeichnet den Rückstand aus zurückgehaltenen Stoffen in einer Kammerfilterpresse. Kammerfilterpressen werden auch bei der Herstellung von Lebensmitteln, beispielsweise beim Winemaking, eingesetzt. Weinhefe beschreibt dort den Charakter des Filterkuchens eindeutig.

Beschleunigung des Verwitterungsprozesses von 400 Millionen Jahren auf wenige Tage

Bei der Verwitterung der Gesteine des ca. 400 Millionen Jahre alten Rheinischen Schiefergebirges entstanden im Westerwald durch Erosion mittels Wasser große und vereinzelt am Hunsrück- und Taunussüdrand kleine Tonvorkommen. Diese bestehen aus sehr feinkörnigen Komponenten, überwiegend mit einer Korngröße von unter 0,002 mm. Im Steinbruch Sooneck wird dieser Verwitterungsprozess im Zeitraffer nachvollzogen. Nach dem Sprengen werden die feinsten Fraktionen durch Siebe trocken abgetrennt. In der Nassaufbereitung werden mittels Wasser die Korngrößen von unter 0,002 mm aufkonzentriert, dabei aber auch der Quarzgehalt abgesenkt. Um das Wasser wieder nutzen zu können, wird der Rheinstein-Ton in einer Kammerfilterpresse auf einen für die Kunden optimalen Wassergehalt entwässert und wiederverwendet. Vereinfacht gesagt wird dabei der natürliche Verwitterungsprozess stark beschleunigt, von etwa 400 Millionen Jahren auf wenige Tage. Dabei gewährleistet eine fortlaufende Qualitätskontrolle, dass mit dem Rheinstein-Ton ein Produkt für Baustoffe mit den für die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten besten Eigenschaften entsteht und zugleich die Bodenverbesserung erreicht wird.

Quelle: Hartsteinwerke Sooneck

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