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Schweizer Tunnel Chlus verstärkt und geschützt Featured

Der Tunnel Chlus am Eingang zum Prättigau ist saniert. Die Spezialisten von Hydrojet haben ihn während Nachtsperrungen rundum instand gesetzt. Nun ist der 852 m lange Tunnel wieder fit für die nächsten Jahrzehnte

 

Der Lärm im Tunnel Chlus ist infernal. Das Hydrojet Team jettet den Beton der Tunnelröhre mit Höchstwasserdruck weg. 120 Liter Wasser in der Sekunde schiessen mit bis zu 2.800 bar aus den Düsen der beiden Roboter. Der Beton platzt ab bis hinunter auf die Armierung. Das Eisen liegt frei. Die Spezialisten von Hydrojet können jetzt mit dem Neuaufbau des Tunnelgewölbes und der Verstärkung beginnen.
Korrosion gefährdete das Gewölbe

Der Tunnel Chlus am Eingang zum Prättigau im Kanton Graubünden wurde 1989 eröffnet. Vor allem im Winter, wenn zehntausende Fahrzeuge Salzwasser an die Wände spritzen, dringen Chloridionen in den Beton ein, wandern zur Bewehrung und verursachen Korrosion.

2014 hat das Bundesamt für Strassen ASTRA festgestellt, "dass der Tunnelanstrich seine Schutzfunktion nicht mehr optimal erfüllt". Das Bauwerk war gefährdet. Darum hat das ASTRA entschieden, einen Teil der Betonschicht abzutragen und zu erneuern. Nach der Sanierung verhindert eine neue Schutzbeschichtung den Eintritt von Chloriden und damit die Korrosion.

Beton und Bewehrung sind nach der Sanierung für ein weiteres Vierteljahrhundert geschützt. Mit derselben Beschichtung wurde auch der Taubenlochtunnel der Autobahn A 5 im Berner Jura versehen.

Das Team steht unter Zeitdruck, denn der Tunnel muss tagsüber für den Verkehr geöffnet sein. Gearbeitet wird in der Nacht. Auch darum setzt Hydrojet Geschäftsleiter José Martinez auf schweres Gerät.

Roboter und schweres Gerät

Das Spezialgerät entfernt in einem ersten Schritt die alte Tunnelbeschichtung und saugt das abgetragene Material gleich ab. 250 Quadratmeter schafft das Gerät in der Stunde. "Für den gesamten Tunnel waren vier Nächte nötig", sagt José Martinez.

Nun geht es darum, den beschädigten Beton bis hinunter auf die Bewehrung abzutragen, die Oberfläche zu reinigen und Verankerungen für die neue Betonschicht einzubohren. Danach schalen die Männer von Hydrojet und tragen zwei Schichten Spritzmörtel auf, der faserverstärkt ist. Schliesslich fräsen sie die Dilatationsfugen.

Heikel in der Verarbeitung

Das verstärkte Gewölbe wird mit einen zwei Komponenten Epoxy-Dispersionsspachtel gespachtelt. Dann folgt der letzte und entscheidende Arbeitsgang. Die neue Schutzschicht, ein zwei Komponenten Dispersionsanstrich auf Epoxidharzbasis, ist heikel in der Verarbeitung. Luftfeuchtigkeit, Taupunkt und Temperatur sind wichtig, sonst erreicht der neue Tunnelanstrich die geforderte Qualität nicht. Doch jetzt geht es schnell. Das Team von Hydrojet trägt in einer Nachtschicht 8.000 m² der Farbe auf. Im 852 m langen Tunnel Chlus dauert das zwei Nächte.

Quelle: Marti AG

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