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Sichere Stromversorgung für Fehmarnbelttunnel

Der 18 km lange Tunnel mit elektrifizierter Bahnstrecke und durchgängig beleuchteten Straßenröhren erfordert eine besonders sichere Stromversorgung. Deshalb erhält der Tunnel ein eigenes Umspannwerk bei Rødbyhavn.

 


Die Energie, die das Umspannwerk liefern wird, entspricht einem jährlichen Stromverbrauch von rund 60 Gigawattstunden (GWh) im Tunnel. Das entspricht in etwa dem Energiebedarf einer Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern. Die Gesamtleistung der Anlage wird etwa 120 MW (Megawatt) betragen. Das Umspannwerk benötigt eine Fläche von rund 20.000 Quadratmetern – knapp drei Fußballfelder.

Die Technik, die in der Anlage verbaut wird, ist international bewährt und kommt nun erstmals auch in Dänemark zur Anwendung. Das Werk muss unter anderem gegen Umwelteinwirkungen gesichert werden, wozu auch ein Hochwasserschutz gegen etwaige Sturmfluten auf der flachen Insel Lolland gehört. Zu diesem Zweck wird eine Spundwand im Boden befestigt, die eine vier Meter hohe, wasserdichte Mauer um das gesamte Umspannwerk bilden wird.

Außerdem muss gewährleistet werden, dass die Hochspannungsanlage keine Auswirkungen auf die dünn besiedelte Umgebung hat. Von ihr dürfen beispielsweise keine Beeinträchtigungen des Zugverkehrs vom und zum Tunnel ausgehen. Das bedeutet, dass Maßnahmen gegen die elektromagnetische Strahlung aus der Anlage getroffen werden müssen, die sich sonst auf Stromkreise und Elektrogeräte wie beispielsweise Mobiltelefone auswirken kann. Zu diesem Zweck wird neueste Leistungselektronik eingesetzt, wie sie bereits in anderen Ländern mit elektrifiziertem Eisenbahnnetz verbreitet ist.

„Diese Art des Umspannwerkbaus ist ein Novum in Dänemark. Wir sorgen für eine umfassende Sicherheit im Hinblick auf Klimaeinwirkungen und elektromagnetische Strahlung und verwenden dabei Technologien, die in vielen anderen Ländern bereits genutzt werden“, erklärt Johnny Restrup-Sørensen, Leiter der Eisenbahnabteilung bei Femern A/S.

Der größte Teil der Elektrizität aus dem Umspannwerk wird für den Fahrstrom der Bahn eingespeist. Laut Verkehrsprognosen werden täglich bis zu 120 Güter- und Personenzüge durch den Tunnel fahren. Genau hier soll die neue Elektronik Störungen verhindern.

„Die Anforderungen an die neue Hochspannungsanlage sind besonders hoch und sollen die Umgebung besser vor Strahlung abschirmen. Das lässt sich mit der neuen Technik gut bewerkstelligen. Dabei werden Konverter eingebaut, die einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Phasen schaffen und so Störgeräusche im Stromnetz unterdrücken. Bei älteren Anlagen wurden solche Störfrequenzen in gewissem Ausmaß akzeptiert, doch das gilt heute nicht mehr“, erklärt Projektleiter Per Henning Laursen von Rambøll.

Das Umspannwerk soll auch die Stromversorgung der technischen Anlagen im Tunnel gewährleisten, darunter Beleuchtung, Pumpen und Lüftung. Die Züge sollen später mit Fahrstrom aus Dänemark durch den Tunnel fahren. Einige hundert Meter nach der Tunnelmündung auf Fehmarn erfolgt der Übergang in das deutsche Oberleitungssystem. Sollte im Tunnel einmal der Strom ausfallen, kann vorübergehend Elektrizität von deutscher Seite aus eingespeist werden.

Erst kürzlich hat Femern A/S die drei Konsortien präqualifiziert, die das Umspannwerk bauen wollen: die dänische Bravida Danmark A/S, die dänisch-französische Siemens A/S mit Cegelec Mobility sowie die polnische Elektrobudowa SA. Die Unternehmen werden nun, in Anlehnung an das Verfahren bei den Hauptbaulosen für den Tunnelbau, zunächst ihre technischen Angebote einreichen. In der zweiten Runde werden dann auch Preisangebote abgegeben. Femern A/S rechnet mit den endgültigen Angeboten für das Umspannwerk Ende 2015, die Verträge sollen 2016 unterschrieben werden.

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