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Sika mit Rekordwerten bei Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr 2022

  • Umsatz 1. Halbjahr von CHF 5.250,3 Mio. (+18,0% in CHF)
  • Umsatzsteigerung von 19.5% in Lokalwährungen
  • Betriebsgewinn (EBIT) von CHF 841,9 Mio. (+22,7%)
  • Rekord-EBIT-Marge von 16,0%
  • Akquisition von Sable Marco (Kanada) und UGL (USA)
  • Eröffnung neuer Werke in Tansania, in der Elfenbeinküste, in Bolivien und in den USA
  • Ausblick Geschäftsjahr 2022 bestätigt:
    • Umsatzsteigerung in Lokalwährungen von deutlich mehr als 10%, Umsatz soll erstmals die Grenze von CHF 10 Mrd. überschreiten
    • Überproportionale EBIT-Steigerung erwartet
    • Bestätigung der strategischen Ziele 2023 für nachhaltiges, profitables Wachstum
    • Abschluss der MBCC-Akquisition ist gegen Ende 2022 geplant

Sika hat sich in einem überaus anspruchsvollen Umfeld behauptet und im ersten Halbjahr 2022 ein weiteres Rekordresultat erzielt. Der Umsatz konnte deutlich auf CHF 5.250,3 Mio. gesteigert werden (+18,0%). Dies entspricht einem Anstieg in Lokalwährungen von 19,5%. In einem Umfeld, das durch eine militärische Auseinandersetzung in Europa, steigende Energie- und Rohstoffpreise, starke Inflation und eine Euro-Franken-Parität gekennzeichnet ist, belegt das im ersten Halbjahr 2022 erzielte Geschäftsergebnis einmal mehr die Stärke der Sika Wachstumsstrategie. Auch unter herausfordernden geopolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen werden solide Ergebnisse geliefert.

Thomas Hasler, Vorsitzender der Konzernleitung: „Die Marktbedingungen, sind auch für uns anspruchsvoller geworden. Dennoch konnten wir im letzten Halbjahr die Stärken unseres Geschäftsmodells und unserer Organisation voll ausspielen und gute Geschäftsergebnisse erzielen. Dank unserer hohen Diversifikation sind wir in zahlreichen Märkten mit unterschiedlichen Reifegraden aktiv und können unsere Lösungen breit vertreiben. Unsere Technologien sind innovativ, nachhaltig und qualitativ hochwertig. Preissteigerungen für Rohmaterialien konnten wir weitestgehend durch höhere Produktpreise kompensieren und Engpässe in der Beschaffung durch unsere globale Einkaufsorganisation lösen. Die derzeitigen Herausforderungen werden auch im zweiten Halbjahr 2022 anhalten. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir mit unseren engagierten Mitarbeitenden unsere Ziele 2022 erreichen werden.”

Überproportionale EBIT-Steigerung

Im ersten Halbjahr 2022 konnte der Betriebsgewinn (EBIT) unter anderem durch einen Buchgewinn infolge der Veräusserung des europäischen industriellen Coating-Geschäfts deutlich gesteigert werden, dieser wurde zudem durch Aufwendungen im Zusammenhang mit der MBCC-Akquisition negativ beeinflusst. Deutliche Kostensteigerungen der Rohmaterialkosten konnten durch Preiserhöhungen, Operating Leverage erzielt durch Volumeneffekte und Effizienzsteigerungen aufgefangen werden. Insgesamt konnte der EBIT auf CHF 841,9 Mio. gesteigert werden (Vorjahr: CHF 685,9 Mio.) und ist damit um +22,7% höher als im Vorjahr.

Zweistelliges Wachstum in allen Regionen

Der globale Bausektor wird vom Megatrend Klimawandel sowie von zunehmender Automatisierung, Digitalisierung und einfach zu applizierenden Produkten geprägt, welche die Bauindustrie mehr und mehr verändern. Gefragt sind Lösungen zur Steigerung der Klimaeffizienz und zur Reduktion von CO2-Emissionen sowie zur Schonung der Ressourcen. Sika ist mit dem breiten Produktportfolio ideal positioniert, um den Kunden Technologien anzubieten, die ihren CO2-Fußabdruck verringern und langlebiges und ressourcenschonendes Bauen ermöglichen. Innovative und einfach zu applizierende Lösungen sorgen für Kosteneffizienz im Bau- und Renovationsprozess. Darüber hinaus profitiert Sika von starken weltweiten Konjunkturförderungsprogrammen.

Die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) erzielte eine Umsatzsteigerung in Lokalwährungen von 12,9% (Vorjahr: 24,1%). Nach einem zweijährigen starken Wachstum im Distributionshandel aufgrund verstärkter Renovierungsaktivitäten, stellte sich in diesem Segment eine Normalisierung ein. Im Projektgeschäft der westeuropäischen Länder ist ausserdem eine leicht rückläufige Tendenz festzustellen. Die Länder Afrikas und des Nahen Ostens hingegen profitieren von einem dynamischen Wachstum im zweistelligen Bereich.

Sika hat im ersten Halbjahr im ostafrikanischen Tansania einen neuen Standort bezogen und produziert neben Betonzusatzmitteln nun auch Mörtel vor Ort. Ebenfalls ausgebaut wurde der Standort an der westafrikanischen Elfenbeinküste. Auf einem doppelt so großen Werksgelände wie zuvor entstanden neben zusätzlichen Produktionskapazitäten auch neue Lager- und Büroräume sowie Labore.

Die Region Americas erzielte ein Wachstum in Lokalwährungen von 35,8% (Vorjahr: 19,5%). Einen Großteil des Wachstums generierte Sika im Bereich von Infrastrukturprojekten, die in diesem Jahr mit einem Investitionsvolumen von umgerechnet CHF 200–250 Mrd. staatlich gefördert werden. Der Schwerpunkt der Bautätigkeit lag auf der Modernisierung und der Erweiterung von Metro-Linien, Brücken, Tunneln und Autobahnen. Ein weiterer starker Nachfrageeffekt geht von Investitionen in kommerzielle Bauprojekte aus, wie Stadien, Lagerhäuser und Rechenzentren. Finanzmittel, die während der Pandemie zurückgestellt wurden, werden nun freigegeben. Außerdem hat das Bergbaugeschäft stark an Dynamik gewonnen, von der vor allem Länder wie Kanada, Peru und Chile profitieren. Darüber hinaus trugen die starke Nachfrage über den Distributionskanal in Lateinamerika und boomende E-Commerce-Bestellungen in der ganzen Region zum soliden Geschäftsergebnis bei.

Mit Sable Marco in Kanada und UGL in den USA konnten zudem zwei Firmen akquiriert werden, die ihre leistungsstarken Produkte über etablierte Distributionskanäle vertreiben. Außerdem wurde in Bolivien eine neue Mörtelproduktion in Betrieb genommen und in der Nähe von Washington D.C. eine Fertigungsstätte für Betonzusatzmittel eröffnet.

In der Region Asien/Pazifik konnte der Umsatz in Lokalwährungen um 17,0% (Vorjahr: 26,0%) gesteigert werden. Mit zweistelligen Zuwachsraten hat vor allem das Distributionsgeschäft in China von einer anhaltend starken Wachstumsdynamik profitiert, während das Projektgeschäft durch zahlreiche Lockdowns aufgrund der Covid-19-Pandemie beeinträchtigt war. Dennoch konnte China insgesamt zweistellig wachsen. Indien entwickelt sich dynamisch, und die Länder Südostasiens konnten in anspruchsvollen Märkten hohes einstelliges Wachstum erzielen.

Im Segment Global Business realisierte Sika ein Wachstum in Lokalwährungen von 13,2% (Vorjahr: 27,6%) und ist damit deutlich schneller als der Markt gewachsen. Anhaltende Lieferengpässe, vor allem in Europa, wirken sich auch im laufenden Geschäftsjahr nachteilig auf die weltweite Automobilindustrie aus. In den meisten Regionen können die Automobilhersteller die Nachfrage nach Neufahrzeugen nicht decken. Dennoch erwartet Sika für ihr Automotive-Geschäft anhaltende Wachstumsimpulse. Treiber hierfür werden die Transformation und die strategische Neuausrichtung der Automobilindustrie sein, in der die Elektromobilität und alternative Antriebskonzepte einen zentralen Stellenwert einnehmen und durch staatliche Förderprogramme auf dem Vormarsch sind. Sikas umfassendes Portfolio, zu dem unter anderem Hochleistungsklebstoffe für die Leichtbauweise oder Lösungen für das Wärmemanagement in modernen E-Batteriesystemen gehören, ermöglicht den modernen Fahrzeugbau und macht Elektrofahrzeuge leichter, umweltfreundlicher und sicherer.

Update zur Akquisition von MBCC

Sika konnte im November 2021 eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme der MBCC Group (ehemaliges Bauchemiegeschäft der BASF-Gruppe) unterzeichnen. Mit einem Umsatz von CHF 2,9 Mrd. ist die MBCC Group ein weltweit führender Anbieter von bauchemischen Produkten und Lösungen. Die Übernahme wird Sikas Portfolio in vier von fünf Kerntechnologien und sieben von acht Zielmärkten ergänzen sowie die geografische Präsenz stärken. Mit der Transaktion entsteht ein Schlüsselspieler für mehr Nachhaltigkeit.

Der Markt für bauchemische Produkte und Lösungen wird in den nächsten Jahren auf rund CHF 80 Mrd. wachsen und bietet aufgrund seiner starken Fragmentierung vor allem im Bereich Nachhaltigkeit große Wachstumsmöglichkeiten. Rund 53% des MBCC-Umsatzes entfallen auf den Bereich Construction Systems, die restlichen 47% auf den Bereich Betonzusatzmittel. Die Übernahme erfolgt vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. Sika ist überzeugt, alle erforderlichen Genehmigungen zeitnah zu erhalten, und arbeitet eng mit den Behörden zusammen. Der Abschluss der Akquisition ist gegen Ende 2022 geplant.

Ausblick

Sika ist mit ihren innovativen Technologien ein bevorzugter Partner vieler Kunden im Bau- und Industriesektor. Staatliche Investitionsprogramme in Milliardenhöhe werden das Geschäft in den nächsten Jahren zusätzlich stimulieren. Darüber hinaus nutzt Sika gezielt die Megatrends, welche die Schlüsselmärkte antreiben.

Basierend auf diesen Erwartungen bestätigt Sika die strategischen Ziele 2023 und damit auch die Ziele für das laufende Geschäftsjahr. Das Unternehmen bleibt weiterhin auf langfristigen Erfolg und profitables Wachstum ausgerichtet. Mit dem Fokus auf die sechs Eckpfeiler – Marktdurchdringung, Innovation, operative Effizienz, Akquisitionen, starke Unternehmenswerte und Nachhaltigkeit – will Sika bis 2023 jährlich um 6%–8% in Lokalwährungen wachsen. Ab 2021 erreicht das Unternehmen eine EBIT-Marge zwischen 15 und 18%. Projekte in den Bereichen Operations, Logistik, Beschaffung und Produktformulierungen sollen zu einer Verbesserung der Betriebskosten von jährlich 0,5% des Umsatzes beitragen.

Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet Sika eine Umsatzsteigerung in Lokalwährungen von deutlich mehr als 10% und sollte damit erstmals die Umsatzgrenze von CHF 10 Mrd. übertreffen. Ebenfalls erwartet wird eine überproportionale EBIT-Steigerung.

Quelle: Sika AG

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