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Steinexpo 2017: Feuriger Start zum Jubiläum

Am vorletzten Augusttag 2017 um die Mittagszeit fiel der offizielle „Startschuss“ für die 10. Steinexpo im MHI-Basaltsteinbruch Nieder-Ofleiden. Dafür hatten sich die Organisatoren etwas Besonderes einfallen lassen. Ohnehin mit Feuereifer bei der Sache, lösten Messechef und ideelle Partner führender Branchenverbände über einen Startknopf eine imposante Pyrotechnik-Show aus und gaben der Jubiläums-Demonstrationsmesse damit ein feierliches Geleit.

Direkt mit dem Verglühen der letzten Funken war es dann auch vorläufig vorbei mit der für den Zeitraum der Eröffnungszeremonie anberaumten Ruhe im Steinbruch. Ab jetzt zählt nur noch Action – und das bis zum Abwinken! Letzteres ist nicht nur eine Metapher, sondern üblicher Brauch zum Messeabschluss. Bevor die steinexpo endet, versammeln sich dafür noch einmal alle Groß-Baumaschinen zum traditionellen Abschieds-Hup- und Winkkonzert. Eingebettet in derart emotionale Momente erwarten sich Aussteller und Veranstalter dazwischen einen erfolgreichen geschäftlichen Verlauf.

Unerlässliche Basis unserer Wünsche und Träume

Was wären unsere gebauten Wünsche, der Traum vom eigenen Haus oder einer schicken Wohnung, die gut ausgebauten Straßen-, Schienen- und Fahrradwege, die soliden Brücken, Stadien, öffentlichen Einrichtungen und Gebäude, die Beachvolleyball-Turniere und Sandkastenfüllungen ohne die Leistungen der mineralischen Roh- und Baustoffindustrie? Ganz einfach: sie wären schlicht nicht machbar – oder aber durch extrem lange Transportwege um ein Vielfaches teurer. Dank der dezentralen Versorgungsstruktur bleibt uns das bis jetzt erspart. Schotter, Splitte, Sande und Kiese aus einheimischen Steinbrüchen und Sandgruben sind die Wertgrundlage unserer essenziellen Bedürfnisse nach Mobilität, Freizeitgestaltung und dem Dach über dem Kopf. Doch nicht nur das: Auch viele andere Industriebranchen sind auf die Verwendung unserer natürlichen mineralischen Rohstoffe angewiesen. Um die Wünsche der verschiedener Abnehmer zu bedienen, sind die Gewinnung der Rohstoffe und die Produktion der genau genormten Gesteinskörnungen einerseits ein gewaltiger Kraftakt und andererseits ganz auf der Höhe der Zeit in allen Phasen mir „intelligenten“ Aspekten verknüpft wird. „Schlaue“ Geräte unterstützen die Fachleute beim Bohren und Gewinnen, bei der Aufbereitung und ebenso beim Versand. Wie weit diese Verknüpfung aus Kraft und digitaler Intelligenz bereits gediehen ist, werden die Aussteller der zehnten Steinexpo mit ihrem Messeauftritt in diesem Jahr deutlich untermauern.

Nie zuvor meldeten Aussteller so viele Produkt-, Europa- oder auch Deutschlandpremieren für ihre Exponate zur Steinexpo an wie in diesem Jahr. Was vielleicht unspektakulär klingt, ist in der Welt der Messen ein deutliches Zeichen für den Stellenwert einer Veranstaltung. Die Steinexpo ist demnach erwachsen geworden und wird in der Fachwelt hoch geschätzt. Dabei kann mit Recht behauptet werden, dass sie ihren Ruf nach und nach auch über die ganze Welt verbreitet! Selbst aus Neuseeland und China reisen diesmal Aussteller an. Insgesamt liegt der Anteil ausländischer Aussteller bei erstaunlichen 25 Prozent.

Schon im Frühjahr 2017 wurde deutlich, dass die 10. Steinexpo viele Rekordmarken ihrer Vorgängerin bei Ausstellerfrequenz, Markendichte, Flächenbelegung und Internationalität knacken wird. Und die mit dem Start gemeldeten Zahlen (siehe unten) können sich nicht nur sehen lassen, sondern belegen den Zuwachs auch deutlich.

Notwendige Infrastruktur und weitere Vorarbeiten

Eine Messe wie die Steinexpo verdient es, dass am Rande der eigentlichen Show ein Blick hinter die Vorbereitungs-Kulissen geworfen wird. Schließlich gehört eine Menge dazu, um aus einem Steinbruch ein funktionierendes Messegelände entstehen zu lassen.
So wurden von den zahlreichen fleißigen Helfern in den vergangenen Tagen und Wochen:

  • 4,5 km Sicherheitszäune gestellt
  • 3,5 km Schläuche und
  • 12 km Stromleitungen verlegt
  • 2.500 m³ Wasser von der Feuerwehr antransportiert
  • zahlreiche Aggregate aufgestellt, um die Stromversorgung mit einer Leistung von insgesamt 2.500 kW Leistung sicherzustellen
  • 42.000 t Material (Natursteinhaufwerk und mineralische Recyclingmassen), das während der Demos aufbereitet werden wird, produziert oder antransportiert, gepuffert oder bereits für den Start an den entsprechenden Ständen bevorratet
  • 240 km Vermessungsleistung für das Einmessen der Stände erbracht.

Einen Kraftakt stellte in den letzten Wochen außerdem die Flächenvorbereitung dar, denn dafür mussten etwa 25.000 t Gesteinsmaterial bewegt werden, damit Aussteller und Besucher Messestände und Wege gut präpariert vorfinden. Das alles ist steinexpo-live im Vorbereitungsmodus und mit der Zahl der Aussteller steigt der zu schulternde Aufwand natürlich linear mit.

Gestern und heute im Vergleich mit der Zukunft im Blick

Vor 27 Jahren – im September 1990 – fand auf der jetzigen Ebene der Messefläche C die erste Steinexpo statt. Damit begann die Erfolgsgeschichte dieser Steinbruchs-Demonstrationsmesse, deren Dimension damals allerdings nicht zu ahnen war. Und ja: Auch diese Geschichte hatte natürlich ihre Krisen. Das Gute daran ist, dass die Messe gestärkt daraus hervorgehen konnte. Die bekennenden Unterstützer blieben, weitere kamen hinzu. Wenn heute neben dem Messechef ganz selbstverständlich auch die Geschäftsführer namhafter Verbände der Gesteinsbranche und ihrer Ausrüster auftreten, dann wirkt das völlig logisch. Dennoch musste dieses Miteinander erst wachsen. Vergleicht man die Bilder der Anfangsjahre mit der aktuellen Messe, wird diese Entwicklung ein wenig klarer. Angetreten, um vor allem Insider der Natursteinindustrie über neue technische Entwicklungen qua Demonstrationseinsatz zu informieren, ist die steinexpo schrittweise über die ganze Breite der Gesteinsindustrie zu einer Plattform für technische Entwicklungen in der Baustoffindustrie und sogar für Entscheider aus der Bauwirtschaft gewachsen. Die Bilder von 1990 mit 80 Ausstellern und immerhin 11.000 Besuchern wirken heute auf den Betrachter fast wie ein Stummfilm aus der 1920ern. Das zeigt einerseits, welche technische Entwicklung seit damals stattgefunden hat, aber auch, welches Potenzial dieser Messe innewohnt – und wohin sie sich möglicherweise noch entwickeln kann.

Dabei ist die eigene Direktive der „Messemacher“ von Geoplan klar: Das Zukunftskonzept orientiert sich erstens auf das „Herz“ dieser Messe, das im weitestmöglichen Demonstrieren von Leistungen besteht, setzt zweitens auf die weitere Steigerung der Internationalität und will drittens noch stärker als heute über verschiedenste Wege Magnetwirkung für Nachwuchsfachkräfte entfalten.

Alles in allem ein runder Ansatz, der von den Messepartnern und -unterstützern auf bestmögliche Weise mitgetragen wird. Die bislang nach Zahlenlage erfolgreichste Messe ihrer Art jedenfalls will eindeutige Zeichen setzen, die in der Fachwelt aber auch darüber hinaus verstanden und vom relevanten Markt positiv aufgenommen werden.

Datenlage der 10. steinexpo 2017 am Eröffnungstag

  • 293 Aussteller mit mehr als 430 vertretenen Marken
  • Zuwachs im Vergleich zu 2014 fast 15 %.
  • 75 ausländische Aussteller steigern Internationalität auf über 25 %
  • 500 Maschinen und Anlagen zeigen Leistung im Live-Einsatz
  • xrwartete Besucherzahl > 40.000
  • mehr als 400 interessierte Schüler im Rahmen der VDMA-Aktion „ThinkBig!“
  • mehr als 200 junge Gäste aus anderen Schul- und Berufsschul-„Quellen“

Über die Steinexpo

Als größte und bedeutendste Steinbruch-Demonstrationsmesse auf dem europäischen Kontinent feierte die steinexpo im September 1990 im Steinbruch Nieder-Ofleiden ihre Premiere. Die Messe wird im Drei-Jahres-Turnus durchgeführt. Im Rahmen eindrucksvoller Live-Vorführungen vor der Kulisse des beeindruckenden Steinbruchs zeigen Hersteller und Händler von Bau- und Arbeitsmaschinen, von Nutzfahrzeugen und Skw sowie von Anlagen zur Rohstoffgewinnung und -aufbereitung ihre Leistungsfähigkeit. Einen weiteren Schwerpunkt der Messe bildet das Recycling mineralischer Baustoffe. Veranstaltet wird die steinexpo von der Geoplan GmbH, Iffezheim.

Quelle: Geoplan

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