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Stuttgart 21: S-Bahn-Tunnel unter Rosensteinpark durchgeschlagen Featured

Zweigleisiger Teil des S-Bahn-Tunnels Rosenstein fertig vorgetrieben

Die Deutsche Bahn hat beim Projekt Stuttgart 21 ein weiteres Etappenziel erreicht: Die Mineure haben nach fünf Monaten den zweigleisigen Teil des S-Bahn-Tunnels Rosenstein fertig vorgetrieben. Der S-Bahn-Tunnel wird aus zwei Richtungen im bergmännischen Vortrieb gebaut. In dem Tunnel werden S-Bahnen zwischen der Neckarbrücke in Bad Cannstatt und dem S-Bahn-Halt Mittnachtstraße verkehren.

„Ich freue mich, dass wir nach fünf Monaten Vortrieb nun den Durchschlag feiern können. Im Stuttgarter Talkessel sind wir mit dem Tunnelvortrieb auf der Zielgeraden. Die restlichen Tunnelvortriebe betreffen vor allem die Flughafenanbindung“, sagt Manfred Leger, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH.

Der S-Bahn-Tunnel Rosenstein

Der S-Bahn-Tunnel Rosenstein wird nach seiner Fertigstellung 1.170 m lang sein. Er wird von zwei Punkten aus vorgetrieben, vom Zwischenangriff Abstellbahnhof und vom Rosensteinportal am Rande des Rosensteinparks am Neckarufer. Vom Rosensteinportal aus wurde der rund 520 m lange zweigleisige Teil der Röhre aufgefahren. Direkt neben dem S-Bahn-Tunnel wurde am Rosensteinhang seit Dezember 2018 parallel der zweigleisige Teil des Fernbahntunnels gebaut. Dort ist der Vortrieb seit Oktober 2019 abgeschlossen.

Von den insgesamt rund 59 km Tunnelröhren des Projekts Stuttgart 21 sind rund 49 km und damit 83 % vorgetrieben.

Verzögerung durch Artenschutz beim Tunnelbau

Für den Bau des Tunnels vom Neckarufer aus mussten im Februar 2018 sechs Bäume gefällt werden, auf denen der streng geschützte Juchtenkäfer vermutet wurde. Um die sogenannten Juchtenkäferpotenzialbäume fällen zu dürfen, hatte die Deutsche Bahn im August 2015 eine Planänderung beim Eisenbahn-Bundesamt beantragen müssen. Im Zuge des Verfahrens war schließlich die Zustimmung der EU-Kommission erforderlich, die im Januar 2018 erfolgte – zweieinhalb Jahre nach Beantragung der Planänderung. Infolge dieses Verfahrens verzögerte sich auch der Bau des S-Bahn-Tunnels Rosenstein. Die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 wird dadurch allerdings nicht gefährdet.

Zahlen, Daten, Fakten zum S-Bahn-Tunnel Rosenstein

  • Mit dem Bau des Tunnels wurde 2012 eine Arbeitsgemeinschaft aus den Unternehmen Hochtief (Federführung), Bemo Tunneling und Wayss & Freytag beauftragt.
  • Der Tunnelanschlag wurde am 16. Juli 2019 im Beisein von Tunnelpatin Andrea Klöber, Bezirksvorsteherin des Stadtbezirks Stuttgart-Feuerbach, gefeiert.
  • Auf den Baustellen der Tunnel nach Bad Cannstatt arbeiten rund 200 Personen.
  • Der Tunnelquerschnitt liegt bei rund zwölf Metern.

Quelle: Deutsche Bahn AG

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