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Tunnelbau am Puls der Zeit: Universitätslehrgang NATM Engineering 2019 mit neuen Inhalten

Berufsbegleitender internationaler Tunnelbaulehrgang von TU Graz und Montanuniversität Leoben vermittelt neben Methodenkompetenz neues Wissen zu Tunnelbohrmaschinen sowie zu Betrieb und Instandhaltung von Tunnelbauwerken. Die Bewerbungsfrist läuft bis 31. Juli 2019.


Um dem weltweit stetig steigenden Bedarf an qualifizierten Tunnelbauingenieurinnen und -ingenieuren gerecht zu werden, initiierten die TU Graz und die Montanuniversität Leoben 2009 den bislang weltweit einzigartigen Universitätslehrgang "NATM Engineering". 70 Personen aus 35 Ländern haben seither vertiefendes Wissen in Geotechnik und Tunnelbau, insbesondere in der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode (New Austrian Tunnelling Method - NATM) erhalten. Die wissenschaftlichen Lehrgangsleiter Robert Galler (Montanuniversität Leoben) und Thomas Marcher (TU Graz) haben die Inhalte nun neu überarbeitet, ergänzt und an die aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarkts in diesem Berufsfeld angepasst.

Neue Inhalte, noch mehr Wissen

Neben der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode werden zukünftig auch alle notwendigen Fähigkeiten für den Einsatz von Tunnelbohrmaschinen (TBM) vermittelt. „Diese Maschinen werden in immer mehr Tunnelbauprojekten eingesetzt, zumal die Technik in den letzten Jahren maßgeblich verbessert wurde und nun auch die Wirtschaftlichkeit gegeben ist“, erklärt Thomas Marcher. Darüber hinaus widmet sich der neue Lehrplan verstärkt der Instandsetzung und dem Betrieb von Tunnelbauwerken. Dies ist notwendig geworden, da viele Tunnelbauwerke zwischenzeitlich in die Jahre gekommen sind. „Deshalb gehen wir verstärkt auf die Tunnelinspektion, die Tunnelsicherheit und die Risikoanalyse ein. Auch die für die Tunnelerhaltung notwendigen Arbeiten werden näher beleuchtet“, so Robert Galler.

Zusätzlich gibt es einen intensiven Austausch über Digitalisierungstechnologien. „Die Innovationen in der Maschinentechnik und in der Messtechnik sowie die zunehmende Digitalisierung verändern den Tunnelbau enorm. Wir möchten den Teilnehmenden einen Einblick in diese neuen Entwicklungen im Tunnelbau geben“, beschreibt Thomas Marcher, seit kurzem Leiter des Instituts für Felsmechanik und Tunnelbau der TU Graz, das Ziel der Lehrgangsleitung. 

Organisatorische Neuerung: Letztes Semester zum Schreiben der Masterarbeit

Die Dauer des Programms beträgt sechs Semester, wobei jedes Semester ein Modul umfasst. Die Lehrinhalte sind berufsbegleitend angelegt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen in jedem Semester für drei Wochen nach Graz oder Leoben. So auch im sechsten Modul, in dem das Schreiben der Masterarbeit und die Abschlussprüfung im Zentrum stehen, wie Robert Galler erklärt: „Die Vergangenheit zeigt: Unsere internationalen Studierenden profitieren vom persönlichen Kontakt vor Ort, das hebt die Qualität der Abschlussarbeiten.“

Am Ende des Lehrgangs sollen die Absolventinnen und Absolventen Tunnelbauwerke nach den NATM-Prinzipien selbstständig planen und umsetzen können, oder die Umsetzung beratend begleiten.

Weitere Informationen: www.natm.at

Quelle: TU Graz und Montanunivrsität Leoben

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