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Vogelbergskreis: geothermische Serverkühlung spart CO₂ und Geld

Dutzende Server stehen im Zentrum des PC-Netzwerks mit Hunderten von Computerarbeitsplätzen an 17 Standorten der Kreisverwaltung. Die Server müssen rund um die Uhr gekühlt werden – sonst gehen sie „in die Knie“ und das ganze Netz bricht zusammen. Bei der Kühlung geht die Vogelsberger Kreisverwaltung einen sehr innovativen Weg: Geothermie – die Kühle, die aus 80 Metern Tiefe kommt.

Landrat Manfred Görig ist stolz auf die positiven Resultate durch den Einsatz der Geothermie: „Das Thema Energieeffizienz beschäftigt uns in vielen Bereichen: Von der Wärmedämmung bis zum Schulhausbau. Mit der neuen Kühlung für den Serverraum sparen wir nicht nur Energiekosten, wir konnten auch den CO2-Ausstoß innerhalb eines Jahres um knapp 15 Tonnen reduzieren und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“

Bei der Anlage handelt es sich um eine nachhaltige Klimatisierungslösung auf Basis von Geothermie – eines der ersten Projekte dieser Art in Deutschland. Die Serverschränke im Landratsamt werden nun energieeffizient gekühlt, der Stromverbrauch wird deutlich gesenkt und der CO2-Ausstoß wird um bis zu 80 Prozent reduziert. Das innovative Projekt wurde von der Kreisverwaltung gemeinsam mit drei Spezialisten umgesetzt.

Die IT-Abteilung der Kreisverwaltung hat ihre IT-Infrastruktur in den vergangenen Jahren schrittweise konsolidiert: Dezentrale Server wurden abgebaut und in das Rechenzentrum verlagert, Anwendungen werden heute zum großen Teil über eine Terminalserver-Umgebung in Lauterbach bereitgestellt. Durch zusätzliche Verwaltungsaufgaben kamen immer wieder neue Dienste hinzu und verlangten die Ausweitung der zentral betriebenen Terminalserver-Umgebung. „Während die Anzahl der Server also kontinuierlich anstieg, stieß die vorhandene Klimaanlage im Rechenzentrum langsam an ihre Grenzen. Wir suchten deshalb nach einer alternativen Lösung, die ausreichend Kühlleistung bei möglichst geringem Energiebedarf liefert“, fasst Kai Greinke, Leiter der IT-Technik, die Problematik zusammen.

Wie funktioniert die Kühlung mit Geothermie? Statt durch eine maschinelle Kälteerzeugung erfolgt die Kühlung mit Hilfe von Kaltwasser, das über einen geschlossenen Rohrkreislauf bis in eine Bodentiefe von rund 80 Metern geführt wird. „Das Erdreich hat in dieser Tiefe eine konstante Temperatur von etwa 14 Grad Celsius, die nicht durch jahreszeitliche Witterungsschwankungen beeinflusst wird“, erklärt Kai Greinke die Funktionsweise. Zwei Zirkulationspumpen befördern abwechselnd das Wasser durch das geschlossene Rohrsystem. Ein integrierter Luft-Wasser-Wärme-Tauscher nimmt die Abwärme der EDV-Komponenten auf – das Kühlwasser erwärmt sich dadurch auf rund 20 Grad. Anschließend wird das Wasser mit Hilfe der Zirkulationspumpen durch die Rohrleitungen in das Erdreich geführt, wo die Wärme wiederum entzogen wird.

Zusätzlich übernimmt ein Freikühler im Außenbereich die Kaltwassererzeugung in den drei kältesten Monaten des Jahres durch indirekte freie Kühlung. Diese Ruhephase der Geothermie-Anlage soll verhindern, dass dem Erdreich dauerhaft zu viel Wärme zugeführt wird. Ende 2010 wurde die nachhaltige Klimatisierungslösung in Betrieb genommen und produziert seitdem zuverlässig Kälte für das Rechenzentrum der Kreisverwaltung. Auch der TÜV Hessen bescheinigte bei einer technischen Gesamtprüfung die fehlerfreie Funktionsweise der Anlage.

Die wirtschaftlichen Ergebnisse können sich ebenfalls sehen lassen: Trotz deutlich höherer Kühlleistung sparte die IT-Abteilung schon im ersten Jahr mehr als 5.000 Euro an Energiekosten für die Klimatisierung ein. „Die Investition in die Geothermie-Anlage wird sich damit bereits in den nächsten Jahren durch den geringeren Stromverbrauch amortisiert haben“, freut sich Landrat Görig.

Quelle: GtV

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