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JD Neuhaus

Weltweite Norm für Nachbergbau: Forschungszentrum der THGA berät internationalen Ausschuss

Prof. Dr.-Ing. Peter Goerke-Mallet vom Forschungszentrum Nachbergbau erarbeitet mit internationalen Expertinnen und Experten eine weltweite Norm für das Management von Bergbaufolgen. Er wurde außerdem zum Obmann des neuen DIN-Spiegelausschusses gewählt.

Im täglichen Leben sind wir von Normen umgeben: Wie selbstverständlich nutzen wir die Bezeichnung DIN A4 als standardisierten Wert für die Höhe und Breite von Papierblättern. Wenn es darum geht, etwas weltweit zu vereinheitlichen, kümmert sich darum die „Internationale Organisation für Normung“, kurz ISO. ISO-Normen gibt es für fast alle Bereiche – vom Qualitätsmanagement, über physikalische Einheiten, bis hin zu Sprachen oder der korrekten Abmessung von See-Containern (ISO 668). Und bald auch für den Nachbergbau: Auf Initiative des Deutschen Instituts für Normung (DIN) und des Normenausschuss Bauwesen hat sich ein neuer Ausschuss gegründet, der eine internationale Norm für das Management von Bergbaufolgen erarbeitet. Daran beteiligt sind auch Experten des Forschungszentrums Nachbergbau (FZN) der THGA.

„Tatsächlich besteht weltweit seit langem ein erhebliches Interesse nach einer Standardisierung im Umgang mit nachbergbaulichen Fragestellungen“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Peter Goerke-Mallet, der sein Know-how gemeinsam mit Sebastian Westermann vom FZN in den neuen internationalen Ausschuss miteinbringt. „Rund um den Globus hinterlässt der Bergbau vielfältige Herausforderungen und ungelöste Aufgaben, mit oftmals negativen Einfluss auf Mensch und Umwelt. Die Nachbergbauzeit bietet aber auch viele Perspektiven – damit diese bestmöglich ausgeschöpft werden können, brauchen wir ein standardisiertes Management von stillgelegten bergbaulichen Anlagen.“

Deutschland ist ein Nachbergbau-Land und damit international Vorreiter in Sachen Strukturwandel, Risikomanagement, Flächenrecycling & Co. Die Erfahrungen von hier sind gefragt: Neben den Experten des FZN engagieren sich Vertreter von Berg- und Umweltbehörden sowie Bergbauunternehmen und Consulting-Firmen in dem internationalen Beraterteam. Unter der Leitung der australischen Nachbergbau-Expertin Corinne Unger erarbeiten sie in den kommenden Jahren eine allgemeingültige Norm zu „Managing mining legacies“, also dem Management bergbaulicher Hinterlassenschaften. Die gemeinsame Zielrichtung ist klar: „Es geht um eine möglichst umfassende Bearbeitung von Bergbaufolgen, um deren Risiken zu reduzieren und die Chancen des Nachbergbaus zu entwickeln“, sagt Sebastian Westermann vom FZN. „Wir untersuchen deshalb nicht nur die ökologischen und ökonomischen, sondern auch die sozialen Belange im Umfeld eines ehemaligen Bergbaustandorts und wie sie sich in Zukunft weiterentwickeln lassen.“

Auch für das Forschungszentrum Nachbergbau selbst ergeben sich aus der Zusammenarbeit neue Perspektiven: Die globalen Herausforderungen geben den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Bochum neue Impulse und Hinweise für weitere Forschungsprojekte.

Quelle: THGA

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