Menu

Wichtige umweltfreundliche Verkehrsprojekte werden beschleunigt

Der Bundestag hat am Freitag, den 31.01.2020, zwei von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vorgelegten Gesetzen zur Planungsbeschleunigung zugestimmt. Damit werden wichtige Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag und dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung umgesetzt.

1. Entwurf eines Gesetzes zur Vorbereitung der Schaffung von Baurecht durch Maßnahmengesetz im Verkehrsbereich (Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz)

Was neu geregelt wird:

  • Die Umsetzung von wichtigen umweltfreundlichen Verkehrsprojekten soll beschleunigt werden.
  • Der Deutsche Bundestag soll per Gesetz die Genehmigung erteilen können (sog. Maßnahmengesetze).
  • Die Akzeptanz für die Verkehrsprojekte steigt, da sie vom höchsten demokratisch legitimierten Gesetzgeber beschlossen werden.

Wie das Verfahren für die Genehmigung von Verkehrsprojekten durch den Bundestag konkret aussieht:  

  • Das Verfahren zur Vorbereitung der Maßnahmengesetze lehnt sich an das Planfeststellungsverfahren an.
  • Alle Umweltprüfungen werden vorgenommen. In Sachen Umwelt gibt es keine Abstriche.
  • Die Öffentlichkeit erhält weiterhin die Möglichkeit zur frühzeitigen Stellungnahme und Erörterung.
  • Die Öffentlichkeitsbeteiligung wird sogar in drei Punkten gestärkt: Erstens findet sehr frühzeitig ein erster verbindlicher Termin mit der Öffentlichkeit statt. Zweitens muss bei der Festlegung des Untersuchungsrahmens die Öffentlichkeit mit einem weiteren Termin eingebunden werden. Drittens kann auf den Erörterungstermin nicht verzichtet werden.
  • Nach Prüfung aller zulassungsrelevanten Vorschriften und Aufnahme aller Einwendungen wird ein Abschlussbericht erstellt und das Gesetzgebungsverfahren eingeleitet.

Für welche Projekte die Regelungen gelten:

  • Sieben Schienenprojekte:
  •     Ausbau der Eisenbahnstrecke von München über Mühldorf nach Freilassing,
  •     Ausbau der Eisenbahnstrecke von Hof über Marktredwitz und Regensburg nach Obertraubling,
  •     Ausbau der Eisenbahnstrecke von Magdeburg nach Halle,
  •     Neubau der Kurve von Mönchehof nach Ihringshausen im Rahmen des Ausbaus der Eisenbahnstrecke von Paderborn nach Halle,
  •     Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke von Geithain nach Chemnitz im Rahmen des Ausbaus der Eisenbahnstrecke von Leipzig nach Chemnitz,
  •     Ausbau der Eisenbahnstrecke von Hannover nach Bielefeld,
  •     Ausbau der Eisenbahnstrecke von der Grenze D/NL über Kaldenkirchen, Viersen und Rheydt nach Odenkirchen,
  •     Ausbau der Eisenbahnstrecke von Niebüll über Klanxbüll nach Westerland (Marschbahn)
  • Fünf Wasserstraßenprojekte:
  •     Fahrrinnenanpassung der Außenweser,
  •     Abladeoptimierung der Fahrrinnen des Mittelrheins,
  •     Fahrrinnenvertiefung des Untermains bis Aschaffenburg,
  •     Vertiefung des Nord-Ostsee-Kanals sowie
  •     Ausbau des Wesel-Datteln-Kanals bis Marl und den Ersatzneubau der „Großen Schleusen" sowie die Brückenhebung bei diesem Ersatzneubau.

Wie es weitergeht:

  •     Wenn der Bundestag zustimmt, ist die Grundlage für die Maßnahmengesetze geschaffen.
  •     Anschließend werden die 13 Projekte nach dem neuen Verfahren geplant und vorbereitet und dann für jedes einzelne Projekt ein Gesetzgebungsverfahren zur Genehmigung des Projekts eingeleitet.

2. Entwurf eines Gesetzes zur weiteren Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren im Verkehrsbereich

Was das Ziel ist:

  • Freistellung bestimmter Ersatzneubauten von der Genehmigungspflicht.
  • Entlastung der Kommunen bei Maßnahmen im Zusammenhang mit Bahnkreuzungen
  • Dadurch sollen Investitionen in die Infrastruktur und das Schienennetz beschleunigt werden.
  • Verschlankung der Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Bau von kommunalen Straßen- und U-Bahnen zur Stärkung des ÖPNV.

Wie die Verschlankung bei Ersatzneubauten umgesetzt wird:

  • Im Falle notwendiger Ersatzneubauten, z. B. einer Brücke, bei der sich der Neubau nicht wesentlich ändert, muss nicht mehr zwingend ein aufwändiges Genehmigungsverfahren durchgeführt werden.
  • Bestimmte Ersatzneubauten werden von der von einer Genehmigungspflicht ausgenommen.

Wie die Entlastung der Kommunen bei der Beseitigung von Bahnübergängen umgesetzt wird:

  • Bei Kreuzungen einer Schienenstrecke mit einer kommunalen Straße tragen bisher der Bund, die Bahn und die Kommune jeweils ein Drittel der Kosten.
  • Zum Beispiel bei der Beseitigung dieser Kreuzungen durch eine Unter- oder Überführung entlastet die neue Regelung die Kommunen vollständig.
  • Künftig soll der Bund die Hälfte, die Bahn ein Drittel und das Land, in dem die Kreuzung liegt, ein Sechstel der Kosten tragen.
  • Dringende Projekte können so zügiger umgesetzt werden, da keine Finanzknappheit der Kommunen mehr im Weg steht.

Wie die Verschlankung beim Bau kommunaler Straßen- und U-Bahnen umgesetzt wird:

  • Wir übertragen die Beschleunigungsregeln, die wir 2018 schon für Straße, Schiene und Wasserstraße eingeführt haben, jetzt auch in das Personenbeförderungsgesetz.
  • Dazu kann u.a. in Abstimmung mit dem Vorhabenträger ein Projektmanager eingesetzt werden, der die Behörde beim Anhörungsverfahren unterstützt.
  • Darüber hinaus wollen wir die Transparenz verbessern und die Bürgerbeteiligung stärken. Der Vorhabenträger wird deshalb verpflichtet, alle Planungsunterlagen im Internet zu veröffentlichen.
  • Der Bau einer neuen Straßenbahnlinie zum Beispiel kann dadurch in Zukunft deutlich schneller und unkomplizierter genehmigt werden.
  • Das ist gerade auch im Hinblick auf unser großes Ziel, den ÖPNV zu stärken, sehr wichtig.

Quelle: BMWI

back to top

Our Web Adresses

Idea and Programming

Akzeptieren/Accept

Diese Website verwendet nur technisch notwendige Cookies. Sie werden nicht getrackt und Ihre Daten werden nicht weitergeletet an Dritte. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren

This website uses only technically necessary cookies. You are not tracked and your data are not passed on to third parties. By using this website, you consent to the use of cookies.