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SMT Scharf AG: Weltweit schwierige Rahmenbedingungen prägen das erste Halbjahr 2014

  • Umsatzrückgang um -33,0 % auf 21,4 Mio. EUR (H1/2013: 31,9 Mio. EUR)
  • EBIT bei 0,9 Mio. EUR (H1/2013: 6,1 Mio. EUR)
  • „KVI“-Programm soll sich in weniger als einem Jahr amortisieren
  • Anpassung der Prognose 2014: Korrektur der Konzernergebnisprognose auf -2,0 Mio. EUR (bislang: ausgeglichenes Ergebnis); EBIT-Prognose auf -1 Mio. EUR korrigiert (bislang: +1 Mio. EUR); Umsatzprognose bleibt unverändert

Weiter fallende Preise für Kohle und andere Rohstoffe sorgten im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs 2014 für eine unverändert schwache Weltnachfrage nach Bergbauausrüstung und bedingten somit im ersten Halbjahr einen spürbaren Umsatzrückgang der SMT Scharf AG (WKN 575198, ISIN DE0005751986), dem Technologie- und Weltmarktführer für Monorails im Bergbau unter Tage.

Eine zudem schwächer als erwartet vorangeschrittene Expansion der Weltwirtschaft wirkte sich insbesondere auf die ausländischen Kernabsatzmärkte der SMT Scharf Gruppe aus. Deutliche Umsatzrückgänge in den wichtigen Absatzmärkten China (-68,9 %) und Polen (-19,6 %) waren hauptursächlich für den Rückgang der Umsatzerlöse um -33,0 % auf 21,4 Mio. EUR (H1/2013: 31,9 Mio. EUR). Hinzu kamen die negativen Auswirkungen der gerade erst zu Ende gegangenen Streiks der Bergwerksmitarbeiter in Südafrika, sowie der vollständige Wegfall des Ukraine-Geschäfts infolge der dortigen politischen Spannungen. Besser als erwartet entwickelten sich die in Russland erwirtschafteten Umsatzerlöse (-11,0 %), womit das Russland-Geschäft mit einem Umsatzanteil von 32,6 % im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahrs zum anteilig wichtigsten Absatzmarkt aufstieg. Das insgesamt geringere Geschäftsvolumen sorgte für einen Rückgang der Betriebsleistung auf 21,6 Mio. EUR (H1/2013: 36,0 Mio. EUR).

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) sank im Halbjahreszeitraum auf 0,9 Mio. EUR (H1/2013: 6,1 Mio. EUR). Zwar konnte der Materialaufwand mit Blick auf die Höhe des Umsatzrückgangs überproportional um 44,0 % auf 9,8 Mio. EUR (H1/2013: 17,5 Mio. EUR) zurückgefahren werden, woraus sich eine Materialaufwandsquote von 45,4 % (H1/2013: 48,5 %) ergibt. Doch ein verglichen mit der Umsatzentwicklung deutlich unterproportionaler Rückgang des Personalaufwands (-8,9 %) auf 6,3 Mio. EUR (H1/2013: 7,0 Mio. EUR), einer Personalaufwandsquote von 29,3 % (H1/2013: 19,3 %) entsprechend, sorgte für das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich geringere EBIT. Die auf die Betriebsleistung bezogene EBIT-Marge betrug demnach 4,1 % (H1/2013: 16,9 %). Das Konzernergebnis belief sich auf 1,2 Mio. EUR (H1/2013: 3,0 Mio. EUR), was einem Ergebnis je Aktie von 0,29 EUR (H1/2013: 0,72 EUR) entspricht.

In Anbetracht der weiterhin rückläufigen Nachfragesituation blieben auch die Werte des Auftragsbestands und -eingangs zum Quartalsstichtag 30. Juni 2014 hinter den stichtagsbezogenen Werten des vergangenen Jahres zurück. Der Auftragsbestand lag auf einem im Vergleich zum Vorjahresstichtag und dem Stichtag des ersten Quartals 2014 weitgehend konstanten Niveau von 17,7 Mio. EUR (30.06.2013: 18,3 Mio. EUR). Mit einem Wert von 23,1 Mio. EUR (30.06.2013: 35,2 Mio. EUR) reduzierte sich der Wert des Auftragseingangs im Vorjahresvergleich hingegen deutlich.

Christian Dreyer, Vorstandsvorsitzender der SMT Scharf AG, ordnet die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr ein: „Stark zyklische Entwicklungen im Rohstoffbereich sind seit jeher ein Einflussfaktor auf unser Geschäft. Wenn diese Zyklik noch durch politische Spannungen befeuert wird, fallen die Effekte naturgemäß extremer aus. Gleichwohl konnten wir dank unserer schlanken Unternehmensstruktur, unserer geringen Fertigungstiefe sowie unseres konsequenten Kostenmanagements ein positives Ergebnis erzielen.“ Die bei seinem Amtsantritt 2012 formulierte langfristige Lokalisierungsstrategie sieht Dreyer gerade durch die aktuelle Marktkrise noch stärker als zuvor bestätigt: „Unsere Chancen als Bergbaumaschinenhersteller liegen in jenen Ländern, in denen Bergbau eine nachhaltige Zukunft hat, also in China, Russland, Südafrika und Amerika. Dort müssen wir unseren bereits erfreulich großen Vorsprung weiter ausbauen und unsere technische Kompetenz vor Ort beim Kunden beweisen. Aus ‚Made in Germany‘ wird ‚Designed in Germany‘.“ Als notwendig bezeichnet Dreyer die konsequente Umsetzung des internen Programms „KVI – Kosten+Vertrieb+Innovation“: „Wir verfolgen seit Jahresanfang neben unseren ungeminderten Innovations- und Vertriebsanstrengungen auch ein hartes, aber unvermeidliches Kostensenkungsprogramm, in dessen Rahmen der Vorstand am 31. Juli 2014 eine sozialplanpflichtige Reduktion des Personalstands in Deutschland verkündet hat. Dies ist eine direkte Folge der unverrückbar beschlossenen Beendigung des deutschen Kohlebergbaus bis zum Jahr 2018. Zwar wird daraus im laufenden Jahr 2014 eine Ergebnisbelastung in Höhe von -2,0 Mio. EUR resultieren, doch erwarten wir nach erfolgreicher Umsetzung ab 2015 jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von ca. 3,0 Mio. EUR, so dass wir vermutlich auch bei Anhalten der Krise nicht in die Verlustzone rutschen werden.“ Die genannten Aufwendungen sind in den vorliegenden Halbjahreszahlen zum 30. Juni noch nicht berücksichtigt, da sie erst danach beschlossen wurden und im Laufe des zweiten Halbjahres anfallen.

Angesichts dieser zusätzlichen Personalmaßnahmen hat die SMT Scharf AG die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2014 angepasst: Zwar bleibt die Umsatzprognose für das Gesamtjahr unverändert bei rund 45,0 Mio. EUR, aber das erwartete Konzernergebnis verringert sich auf -2,0 Mio. EUR (bisher: ausgeglichenes Ergebnis). Das prognostizierte EBIT vermindert sich von +1 Mio. EUR auf -1,0 Mio. EUR, da solche Einmalkosten aus Einsparungsprogrammen nach IFRS voll im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu berücksichtigen sind. „Wichtig ist jetzt, dass wir die Krise dazu nutzen, uns schlank und schlagkräftig für den nächsten Aufschwung aufzustellen. Dass dieser Aufschwung kommt, daran besteht für mich nach 23 Jahren Bergbauerfahrung kein Zweifel. Allerdings erwarte ich dann bereits lokale Wettbewerber in China, was derzeit noch nicht der Fall ist. Optimistisch stimmt mich neben dem großen Marktpotenzial unserer Spezialbahnen vor allem unsere Technologieführerschaft in Kombination mit der Langfristprognose des Rohstoffbedarfs. Analog zur Nachfrage nach Rohstoffen wird auch die Nachfrage nach Bergbauausrüstung weiter steigen. Die Rohstoffförderung wird künftig jedoch deutlich komplexer werden, beispielsweise durch das Vordringen in tiefere Erdschichten. Und hierfür sind unsere wendigen Monorails geradezu prädestiniert“, richtet Dreyer seinen Blick in die Zukunft.

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