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SMT Scharf schlägt sich gut in schwierigem Marktumfeld für Bergbauausrüstung

  • Konzernumsatz mit 47,8 Mio. EUR wie erwartet deutlich rückläufig (Vorjahr: 63,3 Mio. EUR)
  • Konzernjahresergebnis von -1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 5,5 Mio. EUR ohne Dosco)
  • Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,25 Mio. EUR statt Dividende
  • Prognose für 2015: Umsatz 45 Mio. EUR, Ergebnis 2-3 Mio. EUR

Die SMT Scharf AG (WKN 575198, ISIN DE0005751986), Technologie- und Weltmarktführer für Monorails im Bergbau unter Tage, hat die eigenen Prognosen für 2014 erfüllt. In einem zyklusbedingt schwachen Markt für Bergbauausrüstung ging der Konzernumsatz nach IFRS um 24,4 % auf 47,8 Mio. EUR zurück (Vorjahr: 63,3 Mio. EUR; Prognose: 45,0 Mio. EUR).

 

„Damit haben wir uns in einem extrem anspruchsvollen Umfeld besser geschlagen als der Markt“, resümiert Christian Dreyer, Vorstandsvorsitzender der SMT Scharf AG. Laut einer aktuellen Schätzung des Fachverbands Bergbaumaschinen im Deutschen Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ging der Umsatz der Branche 2014 um 33 % zurück. „Zugleich hat der Abschwung aus unserer Sicht nun einen gewissen Boden erreicht. Um für den nächsten Aufschwung gerüstet zu sein, haben wir im Berichtsjahr wichtige Effizienzmaßnahmen auf den Weg gebracht und unsere Lokalisierungsstrategie weiter fortgesetzt,“ so Dreyer.

Wie in den Vorjahren entfiel der Großteil des Konzernumsatzes im Berichtsjahr auf China, Russland und Polen; 86 % der Umsätze wurde im Ausland erzielt (Vorjahr: 91 %). Der Anteil des Neuanlagengeschäfts lag wie erwartet etwas niedriger bei 46 % (Vorjahr: 51 %). Die Betriebsleistung (Konzernumsatz plus Bestandsveränderungen) ging auf 45,7 Mio. EUR (Vorjahr: 63,4 Mio. EUR) zurück. Für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge auf 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) zeichneten u. a. Rückstellungsauflösungen und Wechselkursgewinne verantwortlich.

Dagegen reduzierte sich die Materialaufwandsquote (in Relation zur Betriebsleistung) weiter auf 48,8 % (Vorjahr: 50,8 %), da der Materialaufwand überproportional um 30,9 % auf 22,3 Mio. EUR zurückging (Vorjahr: 32,3 Mio. EUR). Die Personalaufwandsquote lag trotz der Personalreduktion in Deutschland mit 33,2 % deutlich über dem Vorjahreswert (21,6 %): Im Berichtsjahr entstanden Einmalkosten in Höhe von 2,3 Mio. EUR im Zusammenhang mit einem Sozialplan für die deutschen Mitarbeiter; der Personalaufwand lag bei 15,1 Mio. EUR (Vorjahr: 13,7 Mio. EUR). Während die Abschreibungen auf 1,5 Mio. EUR zurückgingen (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR), stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen infolge höherer Wechselkursverluste und Vertriebskosten auf 12,9 Mio. EUR an (Vorjahr: 11,4 Mio. EUR).

Insgesamt verzeichnete SMT Scharf im Berichtsjahr ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) von -1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR). Damit lag das EBIT annähernd im Rahmen der Erwartungen. Die EBIT-Marge (in Relation zur Betriebsleistung) belief sich auf -3,3 % (Vorjahr: 10,4 %). Das Konzernjahresergebnis drehte im Vergleich zu 2013 auf leicht negative -1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 5,5 Mio. EUR ohne Dosco), fiel damit aber besser aus als erwartet (Prognose: -2,0 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie lag bei -0,26 EUR (Vorjahr: 0,77 EUR).

Mit dem KVI-Programm hat SMT Scharf eine umfassende Initiative angestoßen, um bereits 2015 wieder profitabel abschließen zu können. Christian Dreyer erläutert: „Unter dem Namen ‘KVI – Kosten, Vertrieb, Innovation‘ haben wir einige Maßnahmen auf den Weg gebracht, um Kosten zu sparen, ohne die Substanz und das technische Know-how der SMT Scharf AG anzugreifen. Mit KVI machen wir uns fit für den nächsten Aufschwung.“
Im Rahmen des KVI-Programms verstärkt SMT Scharf die Vertriebsaktivitäten in Zukunftsmärkten wie China und baut die lokalen Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen personell deutlich aus. „Die Einarbeitung der bereits eingestellten Ingenieure in China verläuft erwartungsgemäß und erfolgsversprechend. Dank neuer Produkte, schlanker Struktur und einem schlagkräftigen Vertrieb sind wir bestens für den nächsten Aufschwung gerüstet. Zudem bauen wir unser strategisches ‚Hardrock‘-Geschäft mit den Betreibern von Erzbergwerken mittel- bis langfristig zu einem zweiten Standbein neben der Kohle aus. Für 2015 erwarten wir angesichts dieser Vorzeichen ein Umsatzniveau wie 2014 bei deutlich positivem Ergebnis“, so Dreyer.

Wie am 4. März vermeldet, macht SMT Scharf derzeit zudem von der Ermächtigung der Hauptversammlung Gebrauch, Aktien zurückzukaufen. Christian Dreyer: „Statt der üblichen Ausschüttung einer Dividende haben wir beschlossen, über ein Aktienrückkaufprogramm eigene Aktien am Sekundärmarkt zu erwerben und entsprechen damit dem Wunsch unserer Aktionäre.“

Die Hauptversammlung ist für den 22. April 2015 vorgesehen. Der vollständige Konzern-Jahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2014 steht im Laufe des Tages auf der Website www.smtscharf.com im Bereich Investor Relations bereit.

Unternehmensprofil

Die SMT Scharf Gruppe entwickelt, baut und wartet Transportausrüstungen für den Bergbau unter Tage. Hauptprodukt sind entgleisungssichere Bahnsysteme, die weltweit vor allem in Steinkohlebergwerken sowie beim Abbau von Gold, Platin und anderen Erzen unter Tage eingesetzt werden. Sie transportieren dort Material und Personal bis zu einer Nutzlast von 45 Tonnen auf Strecken mit Steigungen bis zu 35 Grad. Zudem beliefert das Unternehmen den Bergbau mit Sesselliften. Die SMT Scharf Gruppe verfügt über eigene Gesellschaften in sieben Ländern sowie weltweite Handelsvertretungen. Einen Großteil der Umsätze erzielt SMT Scharf in den wachsenden Auslandsmärkten wie China, Russland, Polen und Südafrika. Die SMT Scharf AG ist seit dem 11. April 2007 im Prime Standard (Regulierter Markt) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

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