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BGR entdeckt neue Erzvorkommen im Indischen Ozean

Mit einem eigens entwickelten Sensorschlitten haben Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt im Indischen Ozean sieben neue Gebiete entdeckt, an denen erzbildende Lösungen am Meeresgrund austreten.

Die erzbildenden Lösungen fließen in einer Tiefe von 3400 bis 3700 Metern aus so genannten „Schwarzen Rauchern“ aus. Das sind aktive heiße Quellen am Meeresboden, in deren Nähe sich auch inaktive Sulfidvorkommen befinden. Diese Sulfidvorkommen enthalten neben hohen Anteilen an Buntmetallen (Blei, Kupfer, Zink) auch Edelmetalle (Gold, Silber) sowie verschiedene Spurenelemente (u.a. Antimon, Wismut, Gallium, Indium, Kobalt, Nickel, Selen, Tellur).

Die Erzvorkommen der sieben Areale waren bisher unbekannt. Die BGR-Wissenschaftler endeckten sie im November und Dezember mit dem niederländischen Forschungsschiff PELAGIA, im Rahmen der Prospektionsarbeiten zur Erforschung polymetallischer Sulfide im Indischen Ozean bei Mauritius. Dabei setzen sie erstmals den neuen Sensorschlitten ein. Er ist etwa zwei Meter lang und mit hochempfindlichen chemo-physikalischen Sensoren ausgestattet. Diese Detektoren können bereits in der Wassersäule heiße metallreiche Lösungen „erschnüffeln“.

Neben Untersuchungen mit dem Sensorschlitten führten die Wissenschaftler auch geophysikalische Vermessungen durch. Dabei weisen kleinräumige magnetische Anomalien auf Erzablagerungen hin. Im Fokus standen weiterhin Untersuchungen der Umweltbedingungen, bei denen Sedimentationsraten und Strömungsverhältnisse am Meeresboden gemessen und Untersuchungen zu planktonischen Lebensformen sowie zur Biodiversität vorgenommen wurden. Dies ist eine zentrale Voraussetzung, um auf Grundlage des internationalen Seerechts künftig Rohstoffförderung betreiben zu können.

Die neuen spektakulären Entdeckungen sind eine sehr wichtige Wegmarke zum eigentlichen Ziel, Erzanreicherungen zu finden, die nicht mehr mit aktiven Austritten verbunden sind. Wie bei allen anderen BGR-Aktivitäten, spielt auch hier der Umweltschutz eine wesentliche Rolle.

An der Expedition waren neben der BGR auch das GEOMAR-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, das Deutsche Zentrum für marine Biodiversitätsforschung in Wilhelmshaven sowie die Universität Hamburg beteiligt.

Quelle: BGR

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